1362 November 2. Notariatsinstrument: Johann von dem Rede, Bürger und magister civium der Altstadt Lemgo, läßt durch seinen Procuractor den Clericus Johann Reimfried die Appellation an den apostolischen Sitz einlegen gegen ein nach seiner Behauptung wegen Inkompetenz nichtiges Decret Herbords Scholastikers und Richters der Kirche St. Peter und Andreas (Busdorf) zu Paderborn, durch welches dieser ihn auf Instanz des Oestruper (Oestorf bei Pyrmont) Pleban Konrad als Vormundes der Kinder Hermanns von Rodenburc Arnold und Margarethe verurteilt, letzteren ein denselben mediante instantia seculari entzogenes und spoliiertes steinernes Haus nebst Zubehör bei Meidung der Exkommunikation zu restituieren. An der Urkunde befindet sich ein besiegeltes Affix vom 16. November desselben Jahres, worin Herbord auf die ex inefficacibus et frivolis causis interjicierte Appelation refutatorische Apostel erteilt.
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1362 November 2. Notariatsinstrument: Johann von dem Rede, Bürger und magister civium der Altstadt Lemgo, läßt durch seinen Procuractor den Clericus Johann Reimfried die Appellation an den apostolischen Sitz einlegen gegen ein nach seiner Behauptung wegen Inkompetenz nichtiges Decret Herbords Scholastikers und Richters der Kirche St. Peter und Andreas (Busdorf) zu Paderborn, durch welches dieser ihn auf Instanz des Oestruper (Oestorf bei Pyrmont) Pleban Konrad als Vormundes der Kinder Hermanns von Rodenburc Arnold und Margarethe verurteilt, letzteren ein denselben mediante instantia seculari entzogenes und spoliiertes steinernes Haus nebst Zubehör bei Meidung der Exkommunikation zu restituieren. An der Urkunde befindet sich ein besiegeltes Affix vom 16. November desselben Jahres, worin Herbord auf die ex inefficacibus et frivolis causis interjicierte Appelation refutatorische Apostel erteilt.
01.01.01 U, U_0098
01.01.01 U [S 1] 01 Urkunden
[S 1] 01 Urkunden >> 01 Stadt Lemgo (Alt- und Neustadt) - Haupturkundenarchiv >> Urkunden 1351 - 1400
1362.11.02
Schlagwort: Prozesssachen
Darin: Regest nach Preuß/Falkmann.
Enthält: Ausf., Perg., lat., Siegel angeh. mit Affix, Notariatssignet des Notars Arnold von Reden, LR 1087, Abschriften in U 0099 und U 0100
Darin: Regest nach Preuß/Falkmann.
Enthält: Ausf., Perg., lat., Siegel angeh. mit Affix, Notariatssignet des Notars Arnold von Reden, LR 1087, Abschriften in U 0099 und U 0100
Stadt Lemgo (Alt- und Neustadt)
Archivale
Edition / Literatur: Gerlach, Archidiakonat, S. 91ff.
Aussteller: Urkundenaussteller: Sonstige weltliche Urkundenaussteller
Aussteller: Urkundenaussteller: Sonstige weltliche Urkundenaussteller
1362
Affix
Altstadt
Andreas
Apostel
Appelation
Appellation
Arnold
Behauptung
Bürger
Busdorf
Clericus
Decret
Exkommunikation
Haus
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Pyrmont
Rede
Reimfried
Richters
Rodenburc
Scholastikers
Sitz
Urkunde
Vormundes
Zubehör
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 12:01 MEZ
Public Domain Mark 1.0 Universell