Stosch, Albrecht von (Bestand)
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VI. HA, Nl Stosch, A. v.
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Laufzeit: 1818 - 2000
Findmittel: Datenbank; Findbuch, 1 Bd.
Bestandsbeschreibung: Lebensdaten: 1818 - 1896
Lebenslauf
20. April 1818 Geburt in Koblenz
1829 Eintritt in die preußische Armee, 1835 Sekondeleutnant
1839-1842 Allgemeine Kriegsschule in Berlin
1844-1847 Topografische Abteilung des Generalstabs in Berlin
1849 Premierleutnant
1852 Hauptmann, 1856 Major
1861-1865 Oberst und Stabschef des IV. Armee-Korps (Kronprinz Friedrich Wilhelm) in Magdeburg
1866 Oberquartiermeister der 2. Armee (Kronprinz Friedrich Wilhelm) im Preuß.-Österreichischen Krieg
1866 Direktor des Militärökonomie-Departements
1870 Generalleutnant
1870-1871 Generalintendant der Armee und Stabschef der Besatzungsarmee in Frankreich
1872 Chef der gegründeten Kaiserlichen Admiralität und Minister ohne Geschäftsbereich im Staatsministerium
1872-1896 Mitglied des Preußischen Herrenhauses
1875 General der Infanterie und Admiral "à la Suite des Seebataillons"
1883 Annahme des Abschiedsgesuchs
29. Februar 1896 Tod in Mittelheim (heute Oestrich-Winkel, Rheingau)
Bestandsgeschichte
Der Nachlass wurde dem Geheimen Staatsarchiv PK aus Familienbesitz geschenkt und gelangte in den Jahren 2015 und 2018 in insgesamt vier Etappen an das Archiv (Akz. 2 / 2015: Nr. 1-180, 196-241, 244, Akz. 42 / 2015: Nr. 181-190, Akz. 5 / 2018: Nr. 191-195, Akz. 30 / 2018: Nr. 242-243).
Hervorzuheben sind die umfangreichen Korrespondenzen, die Albrecht von Stosch führte und die den größten Teil des Nachlasses ausmachen. Insbesondere der Briefwechsel mit Gustav Freytag erstreckte sich über den langen Zeitraum von 1864 bis 1895 und soll sogar in die wissenschaftliche Arbeit Freytags eingeflossen sein: Das Kapitel "Die Reise des Kronprinzen nach dem Orient" seines Werks "Der Kronprinz und die deutsche Kaiserkrone - Erinnerungsblätter" (1889, S. 89-104) soll wesentlich auf den brieflichen Berichten Stoschs an Freytag basieren. Interessanterweise sind hier vorwiegend die offensichtlich zurück erbetenen Briefe Stoschs an Freytag überliefert, dagegen kaum Briefe Freytags an von Stosch (Nr. 156).
Literaturauswahl:
- General Albrecht von Stosch: politische Korrespondenz 1871-1896, hrsg. von Winfried Baumgart, Redaktion Mathias Friedel, München 2014
- Denkwürdigkeiten des Generals und Admirals Albrecht von Stosch, ersten Chefs der Admiralität: Briefe und Tagebuchblätter, hrsg. von Ulrich von Stosch, Stuttgart 1904
- Gustav Freytags Briefe an Albrecht von Stosch, hrsg. von Hans F. Helmolt, Stuttgart 1913
- Ulrich von Hassell, Tirpitz, sein Leben und Wirken mit Berücksichtigung seiner Beziehungen zu Albrecht von Stosch, Stuttgart 1920
- Im Ring der Gegner Bismarcks. Denkschriften und politischer Briefwechsel Franz von Roggenbachs mit Kaiserin Augusta und Albrecht von Stosch 1865-1896, bearb. Und hrsg. von Julius Heyderhoff, Leipzig 1943
Letzte vergebene Nummer: 256
Der Bestand lagert derzeit im Magazin Westhafen.
Die Akten sind auf gelben Leihscheinen wie folgt zu bestellen:
VI. HA, Nl Stosch, Nr.
Zitierweise:
GStA PK, VI. HA Familienarchive und Nachlässe, Nl. Albrecht von Stosch, Nr.
Berlin, den 23. August 2018 (Dr. Schnelling-Reinicke, ADir'in)
Zitierweise: GStA PK, VI. HA, Nl Stosch, A. v.
Bestandsbeschreibung: Lebensdaten: 1818 - 1896
Lebenslauf
20. April 1818 Geburt in Koblenz
1829 Eintritt in die preußische Armee, 1835 Sekondeleutnant
1839-1842 Allgemeine Kriegsschule in Berlin
1844-1847 Topografische Abteilung des Generalstabs in Berlin
1849 Premierleutnant
1852 Hauptmann, 1856 Major
1861-1865 Oberst und Stabschef des IV. Armee-Korps (Kronprinz Friedrich Wilhelm) in Magdeburg
1866 Oberquartiermeister der 2. Armee (Kronprinz Friedrich Wilhelm) im Preuß.-Österreichischen Krieg
1866 Direktor des Militärökonomie-Departements
1870 Generalleutnant
1870-1871 Generalintendant der Armee und Stabschef der Besatzungsarmee in Frankreich
1872 Chef der gegründeten Kaiserlichen Admiralität und Minister ohne Geschäftsbereich im Staatsministerium
1872-1896 Mitglied des Preußischen Herrenhauses
1875 General der Infanterie und Admiral "à la Suite des Seebataillons"
1883 Annahme des Abschiedsgesuchs
29. Februar 1896 Tod in Mittelheim (heute Oestrich-Winkel, Rheingau)
Bestandsgeschichte
Der Nachlass wurde dem Geheimen Staatsarchiv PK aus Familienbesitz geschenkt und gelangte in den Jahren 2015 und 2018 in insgesamt vier Etappen an das Archiv (Akz. 2 / 2015: Nr. 1-180, 196-241, 244, Akz. 42 / 2015: Nr. 181-190, Akz. 5 / 2018: Nr. 191-195, Akz. 30 / 2018: Nr. 242-243).
Hervorzuheben sind die umfangreichen Korrespondenzen, die Albrecht von Stosch führte und die den größten Teil des Nachlasses ausmachen. Insbesondere der Briefwechsel mit Gustav Freytag erstreckte sich über den langen Zeitraum von 1864 bis 1895 und soll sogar in die wissenschaftliche Arbeit Freytags eingeflossen sein: Das Kapitel "Die Reise des Kronprinzen nach dem Orient" seines Werks "Der Kronprinz und die deutsche Kaiserkrone - Erinnerungsblätter" (1889, S. 89-104) soll wesentlich auf den brieflichen Berichten Stoschs an Freytag basieren. Interessanterweise sind hier vorwiegend die offensichtlich zurück erbetenen Briefe Stoschs an Freytag überliefert, dagegen kaum Briefe Freytags an von Stosch (Nr. 156).
Literaturauswahl:
- General Albrecht von Stosch: politische Korrespondenz 1871-1896, hrsg. von Winfried Baumgart, Redaktion Mathias Friedel, München 2014
- Denkwürdigkeiten des Generals und Admirals Albrecht von Stosch, ersten Chefs der Admiralität: Briefe und Tagebuchblätter, hrsg. von Ulrich von Stosch, Stuttgart 1904
- Gustav Freytags Briefe an Albrecht von Stosch, hrsg. von Hans F. Helmolt, Stuttgart 1913
- Ulrich von Hassell, Tirpitz, sein Leben und Wirken mit Berücksichtigung seiner Beziehungen zu Albrecht von Stosch, Stuttgart 1920
- Im Ring der Gegner Bismarcks. Denkschriften und politischer Briefwechsel Franz von Roggenbachs mit Kaiserin Augusta und Albrecht von Stosch 1865-1896, bearb. Und hrsg. von Julius Heyderhoff, Leipzig 1943
Letzte vergebene Nummer: 256
Der Bestand lagert derzeit im Magazin Westhafen.
Die Akten sind auf gelben Leihscheinen wie folgt zu bestellen:
VI. HA, Nl Stosch, Nr.
Zitierweise:
GStA PK, VI. HA Familienarchive und Nachlässe, Nl. Albrecht von Stosch, Nr.
Berlin, den 23. August 2018 (Dr. Schnelling-Reinicke, ADir'in)
Zitierweise: GStA PK, VI. HA, Nl Stosch, A. v.
Umfang: 3,6 lfm (253 VE); Angaben zum Umfang: 3,6 lfm (253 VE)
Bestand
deutsch
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
19.08.2025, 12:19 MESZ