Domänenkanzlei betr. Rentamt Freudenberg (Bestand)
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Abt. Staatsarchiv Wertheim, F-Rep. 51-62
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Wertheim (Archivtektonik) >> Freudenbergisches Archiv >> Jüngere Zentralverwaltung >> Domänenkanzlei
(1527) 1802-1930
1. Behördengeschichte: Bei dem vorliegenden Bestand handelt es sich um Akten der Fürstl. Löwenstein-Wertheim-Freudenberg'schen Domänenkanzlei betreffend das Amt bzw. seit 1825 Rentamt Freudenberg sowie ab 1842 den ehemaligen Rentamtsbezirk Freudenberg. Die Domänenkanzlei ging 1808 aus der Gräfl. Löwenstein-Wertheim'schen Kammer hervor, während die bis dahin bestehende Gräfl. Löwenstein-Wertheim'sche Regierung nach der Mediatisierung für die in Baden gelegenen Besitzungen in die Justizkanzlei als Mediatbehörde überführt wurde, die jedoch nur bis 1813 bestand. Danach war die Domänenkanzlei mit Sitz in Wertheim die Oberbehörde der Standesherrschaft Löwenstein-Wertheim-Freudenberg. Durch die Säkularisation von 1802/03 fielen mit Wirkung vom 1. Dezember 1802 u.a. das würzburgische Amt Freudenberg mit der Stadt Freudenberg und den Dörfern Boxtal und Ebenheid sowie die kurmainzischen Dörfer Mondfeld , Rauenberg und Wessental als Entschädigung für die an Frankreich abgetretene linksrheinische Grafschaft Virneburg an die gräfliche Linie des Hauses Löwenstein-Wertheim (seit 1813: Fürsten zu Löwenstein-Wertheim-Freudenberg). Aus diesen Orten wurde das löwensteinische Amt Freudenberg gebildet, das nach dem Übergang an das Großherzogtum Baden durch die Mediatisierung 1806 als standesherrliches Amt fortbestand. 1813 wurde das standesherrliche Justizamt Freudenberg aufgelöst und sein Bezirk dem Großherzoglich Badischen Ersten Landamt Wertheim zugeschlagen. Danach bestand in Freudenberg nur noch ein fürstliches (Rent-)Amt, das 1825 nach dem Tod des langjährigen, noch aus der würzburgischen Zeit übernommenen Amtmanns und Justizrats Udalrich Anton Sartorius seinen Sitz nach Wertheim verlegte, bis zum 1. Oktober 1842 schließlich die Vereinigung mit dem Rentamt Wertheim erfolgte.
2. Bestandsgeschichte: Der Bestand umfaßt Akten der Domänenkanzlei (seit 1808) und der Justizkanzlei (1808-1813), ferner der Vorgängerbehörden Regierung und Kammer. Er enthält nur wenige Vorprovenienzen (kurmainzische Landesregierung Aschaffenburg und würzburgisches Amt Freudenberg); wegen weiterer Vorprovenienzen wird auf Bestand 199 (Würzburgische Akten über Straf- und Civilsachen im Amt Freudenberg) verwiesen. Akten des fürstlichen Rentamts Freudenberg werden in Bestand F 208 (Rentamt Wertheim) verwahrt. Über die Akten lagen bisher nur Repertorien vor, die als Registraturhilfsmittel bereits im frühen 19. Jahrhundert angelegt und jeweils nachgetragen wurden, mit Ausnahme des von Archivar Dr. Wecken angelegten Sammelrepertoriums F 58a (Zollsachen). Dieser nahm 1905/06 eine Revision des durch die großen Kassationen in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts stark dezimierten Bestands vor und reihte die vorhandenen Repertorien unter den Nummern 51 bis 62 in die von ihm festgelegte Bestandsfolge ein. Die Akten zu F 57 (Dienersachen) wurden damals in den Selektbestand F 40b-d eingeordnet. Weitere Revisionen fanden 1928 durch den späteren Domänenrat Otto Heilig, sowie 1977 anläßlich der Archivübernahme durch das Land Baden-Württemberg statt. Der Bestand wurde im Archivraum des Domänenkanzleigebäudes gelagert, bis er 1977 in die Hofhaltung überführt wurde.
3. Bearbeiterbericht: Da die alten Repertorien den heutigen Anforderungen nur unzureichend genügen, wurde eine Neuverzeichnung des Bestands unter Beibehaltung der bisherigen Ordnung und Signaturen vorgenommen, wobei die Vorprovenienzen bis 1813 nach Möglichkeit erfaßt wurden (R = Regierung; K = Kammer; JK = Justizkanzlei; DK Domänenkanzlei). Der Bestand, der 7,2 Regalmeter Akten umfaßt, wurde 1980 durch den Unterzeichneten unter Mitarbeit der ABM-Angestellten Agnes Vilgis verzeichnet. Die Reinschrift des Repertorium fertigte Liselotte Goldschmitt. Rainer Trunk Archivamtmann
2. Bestandsgeschichte: Der Bestand umfaßt Akten der Domänenkanzlei (seit 1808) und der Justizkanzlei (1808-1813), ferner der Vorgängerbehörden Regierung und Kammer. Er enthält nur wenige Vorprovenienzen (kurmainzische Landesregierung Aschaffenburg und würzburgisches Amt Freudenberg); wegen weiterer Vorprovenienzen wird auf Bestand 199 (Würzburgische Akten über Straf- und Civilsachen im Amt Freudenberg) verwiesen. Akten des fürstlichen Rentamts Freudenberg werden in Bestand F 208 (Rentamt Wertheim) verwahrt. Über die Akten lagen bisher nur Repertorien vor, die als Registraturhilfsmittel bereits im frühen 19. Jahrhundert angelegt und jeweils nachgetragen wurden, mit Ausnahme des von Archivar Dr. Wecken angelegten Sammelrepertoriums F 58a (Zollsachen). Dieser nahm 1905/06 eine Revision des durch die großen Kassationen in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts stark dezimierten Bestands vor und reihte die vorhandenen Repertorien unter den Nummern 51 bis 62 in die von ihm festgelegte Bestandsfolge ein. Die Akten zu F 57 (Dienersachen) wurden damals in den Selektbestand F 40b-d eingeordnet. Weitere Revisionen fanden 1928 durch den späteren Domänenrat Otto Heilig, sowie 1977 anläßlich der Archivübernahme durch das Land Baden-Württemberg statt. Der Bestand wurde im Archivraum des Domänenkanzleigebäudes gelagert, bis er 1977 in die Hofhaltung überführt wurde.
3. Bearbeiterbericht: Da die alten Repertorien den heutigen Anforderungen nur unzureichend genügen, wurde eine Neuverzeichnung des Bestands unter Beibehaltung der bisherigen Ordnung und Signaturen vorgenommen, wobei die Vorprovenienzen bis 1813 nach Möglichkeit erfaßt wurden (R = Regierung; K = Kammer; JK = Justizkanzlei; DK Domänenkanzlei). Der Bestand, der 7,2 Regalmeter Akten umfaßt, wurde 1980 durch den Unterzeichneten unter Mitarbeit der ABM-Angestellten Agnes Vilgis verzeichnet. Die Reinschrift des Repertorium fertigte Liselotte Goldschmitt. Rainer Trunk Archivamtmann
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
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13.11.2025, 2:40 PM CET