Gildemeister, Eberhard (Bestand)
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7.136
Staatsarchiv Bremen (Archivtektonik) >> Gliederung >> 7. Nichtamtliche Überlieferung >> 7.1. Nachlässe von Einzelpersonen und Familien >> Nachlässe G - H
1918-1978
Enthält: Pläne, Abbildungen und Korrespondenz zu Entwürfen und ausgeführten Bauten, u. a. Haus des Reichs, Sparkasse am Markt, Haus der Bürgerschaft, St.-Remberti-Kirche, Siedlung Lehnhof in St. Magnus, Parteibauten der NSDAP, Wohnsiedlungen - Baudenkmalpflege - Bauwettbewerbe - Ausstellungen - Biographisches - Fotografien
Geschichte des Bestandsbildners: Eberhard Gildemeister wurde am 19. Juli 1897 als Sohn des Architekten Eduard Gildemeister in Bremen geboren und starb dort am 3. Juni 1978. Sein Nachlaß gelangte in mehreren Ablieferungen an das Staatsarchiv: Anläßlich der Ausstellung über seine Arbeit in der Kunsthalle besichtigte Gildemeister 1973 das Staatsarchiv und lieferte Unterlagen ab. Nach seinem Tod wurden von der Familie Gildemeister in projektbezogenen Mappen sortierte Zeichnungen und etwas Aktenschriftgut abgegeben, hierüber wurde 1980 ein Depositarvertrag geschlossen. Weiteres Schriftgut - vornehmlich einzelne, gerollte gelagerte Zeichnungen aus älterer Zeit - ging 1988 im Staatsarchiv ein.
Das Aktenschriftgut macht nur einen geringen Teil des Nachlasses aus, es stammt zudem größtenteils aus den letzten Lebensjahren des Architekten, während die geschäftliche und berufliche Tätigkeit der früheren Zeit nur durch wenige Stücke belegt ist. Viele Stücke scheinen durch Zufall überliefert zu sein, weder eine ältere Registraturordnung noch eine gezielt getroffene Auswahl der abgelieferten Aktenstücke ist erkennbar.
Dagegen finden sich bewusst erstellte Sammlungen zur Dokumentation der Entwurfstätigkeit, sie umfassen Fotos, Zeitungs- und Zeitschriftenveröffentlichungen und besonders zu diesem Zweck angelegte Zeichnungen. Dieses Material ist mehrmals in Ausstellungen des Architekten verwendet worden.
Bestandsgeschichte: Die Zeichnungen und Pläne wurden zum größeren Teil in Mappen vorsortiert abgeliefert, auch hier hat der Architekt seine Unterlagen zwar meist einem Bauvorhaben zugeordnet, jedoch mitunter weiterverwendet, in einen neuen Zusammenhang gebracht oder unbeachtet liegengelassen. Der Umfang der Überlieferung zu den verschiedenen Projekten ist sehr unterschiedlich, die Mitwirkung anderer Architekten ist mitunter ersichtlich, doch finden sich kaum Hinweise, dass Zeichner beschäftigt worden sind. Die meisten Blätter sind mit Bleistift auf Transparent ausgeführt und zeigen deutlich die Handschrift von Eberhard Gildemeister.
Die Bearbeitung im Archiv begann 1991. Dabei wurden nur gänzlich unbedeutende oder zusammenhanglos vorgefundene Blätter sowie Mehrfachstücke aus dem Bestand entfernt, alles andere wurde einzelnen Bauprojekten zugeordnet, wenn nicht eine Formierung von Sammlungseinheiten durch den Architekten selbst deutlich erkennbar war.
Die Titelaufnahme im vorliegenden Verzeichnis nennt außer dem Bauvorhaben auch das Stadium des Projekts, aus dem die Unterlagen stammen. Dabei orientieren sich die verwendeten Begriffe an den in der Honorarordnung vorgesehen Architekturleistungen:
- Vorplanung: Erarbeiten der Projektgrundlage. Diese Bearbeitungsstufe, die auf den Vorentwurf abzielt, ist mit selbständigem Schriftgut vor allem bei Wettbewerbsarbeiten erkennbar, während die
- Entwurfplanung auf die Erstellung des Gesamtentwurfs abzielt, der für die Genehmigung durch den Bauherrn und die zuständige Behörde erforderlich ist. Die Zusammensetzung ist recht einheitlich, da die Genehmigungsverfahren mindestens eine umfassende Darstellung des geplanten Gebäudes im Maßstab 1:100 - also Schnitte, Grundrisse und alle Ansichten - erfordern. Die Blätter sind durch die entsprechenden Genehmigungsvermerke und Unterschriften der Verfahrensbeteiligten erkennbar. Im Zuge der
Bestandsgeschichte: - Ausführungsplanung werden die Einzellösungen für das Bauwerk, insbesondere aus der Zusammenarbeit mit den herstellenden Gewerken, erarbeitet, so daß Konstruktionszeichnungen je nach Erfordernis des Gebäudes und der an der Herstellung beteiligten Personen und Firmen erstellt werden.
Mitarbeiter werden im Titel der Verzeichnungseinheit genannt, wenn sie als Unterzeichner des Planmaterials auftreten. Nähere Angaben über den Inhalt und Umfang des überlieferten Materials sind im Enthält-Vermerk aufgeführt, wobei zwischen Skizzen, Konzepten und Zeichnungen (aufgeführt als Anzahl der Blätter) unterschieden wird. Die hier vorliegenden Zeichnungnen sind in der Regel mit Bleistift ausgeführt, wobei die Benennung Skizze für freihändig gezeichnete und Konzept für Zeichnungnen mit Lineal verwendet ist. Als Zeichnung im engeren Sinne sind vollständig ausgeführte Blätter mit Bemaßung und Abzeichnung verstanden. Auch Pausen und Kopien auf Papier oder Folie sind aufbewahrt worden, da sie häufig Bearbeitungen in Form von Einzeichnungen tragen. Nähere Einzelheiten, z.B. zur Überlieferungsform oder zu Besonderheiten der äußeren Erscheinung sind in Form von Bemerkungen angefügt. Zur weiteren Kennzeichnung ist die Formatgröße der Einheit angegeben, wenn sie von DIN A4 abweicht.
Wegen des wechselnden, häufig großen Formats der Unterlagen sind die Projektmappen entsprechend ihrer Größe geordnet und signiert worden. Diese mit einzelnen Nummern versehenen Mappen können einzeln bestellt und eingesehen werden. Innerhalb der Mappen liegen die Zeichnungen dann, wenn eine größere Anzahl Blätter vorhanden ist, in durch Einlegeblätter unterteilten Heften, die sich an den im Verzeichnis aufgeführten Unterabteilungen orientieren. Außerdem wurden Folienpausen aus konservatorischen Gründen getrennt verpackt.
Bettina Schleier
1992/2002
Geschichte des Bestandsbildners: Eberhard Gildemeister wurde am 19. Juli 1897 als Sohn des Architekten Eduard Gildemeister in Bremen geboren und starb dort am 3. Juni 1978. Sein Nachlaß gelangte in mehreren Ablieferungen an das Staatsarchiv: Anläßlich der Ausstellung über seine Arbeit in der Kunsthalle besichtigte Gildemeister 1973 das Staatsarchiv und lieferte Unterlagen ab. Nach seinem Tod wurden von der Familie Gildemeister in projektbezogenen Mappen sortierte Zeichnungen und etwas Aktenschriftgut abgegeben, hierüber wurde 1980 ein Depositarvertrag geschlossen. Weiteres Schriftgut - vornehmlich einzelne, gerollte gelagerte Zeichnungen aus älterer Zeit - ging 1988 im Staatsarchiv ein.
Das Aktenschriftgut macht nur einen geringen Teil des Nachlasses aus, es stammt zudem größtenteils aus den letzten Lebensjahren des Architekten, während die geschäftliche und berufliche Tätigkeit der früheren Zeit nur durch wenige Stücke belegt ist. Viele Stücke scheinen durch Zufall überliefert zu sein, weder eine ältere Registraturordnung noch eine gezielt getroffene Auswahl der abgelieferten Aktenstücke ist erkennbar.
Dagegen finden sich bewusst erstellte Sammlungen zur Dokumentation der Entwurfstätigkeit, sie umfassen Fotos, Zeitungs- und Zeitschriftenveröffentlichungen und besonders zu diesem Zweck angelegte Zeichnungen. Dieses Material ist mehrmals in Ausstellungen des Architekten verwendet worden.
Bestandsgeschichte: Die Zeichnungen und Pläne wurden zum größeren Teil in Mappen vorsortiert abgeliefert, auch hier hat der Architekt seine Unterlagen zwar meist einem Bauvorhaben zugeordnet, jedoch mitunter weiterverwendet, in einen neuen Zusammenhang gebracht oder unbeachtet liegengelassen. Der Umfang der Überlieferung zu den verschiedenen Projekten ist sehr unterschiedlich, die Mitwirkung anderer Architekten ist mitunter ersichtlich, doch finden sich kaum Hinweise, dass Zeichner beschäftigt worden sind. Die meisten Blätter sind mit Bleistift auf Transparent ausgeführt und zeigen deutlich die Handschrift von Eberhard Gildemeister.
Die Bearbeitung im Archiv begann 1991. Dabei wurden nur gänzlich unbedeutende oder zusammenhanglos vorgefundene Blätter sowie Mehrfachstücke aus dem Bestand entfernt, alles andere wurde einzelnen Bauprojekten zugeordnet, wenn nicht eine Formierung von Sammlungseinheiten durch den Architekten selbst deutlich erkennbar war.
Die Titelaufnahme im vorliegenden Verzeichnis nennt außer dem Bauvorhaben auch das Stadium des Projekts, aus dem die Unterlagen stammen. Dabei orientieren sich die verwendeten Begriffe an den in der Honorarordnung vorgesehen Architekturleistungen:
- Vorplanung: Erarbeiten der Projektgrundlage. Diese Bearbeitungsstufe, die auf den Vorentwurf abzielt, ist mit selbständigem Schriftgut vor allem bei Wettbewerbsarbeiten erkennbar, während die
- Entwurfplanung auf die Erstellung des Gesamtentwurfs abzielt, der für die Genehmigung durch den Bauherrn und die zuständige Behörde erforderlich ist. Die Zusammensetzung ist recht einheitlich, da die Genehmigungsverfahren mindestens eine umfassende Darstellung des geplanten Gebäudes im Maßstab 1:100 - also Schnitte, Grundrisse und alle Ansichten - erfordern. Die Blätter sind durch die entsprechenden Genehmigungsvermerke und Unterschriften der Verfahrensbeteiligten erkennbar. Im Zuge der
Bestandsgeschichte: - Ausführungsplanung werden die Einzellösungen für das Bauwerk, insbesondere aus der Zusammenarbeit mit den herstellenden Gewerken, erarbeitet, so daß Konstruktionszeichnungen je nach Erfordernis des Gebäudes und der an der Herstellung beteiligten Personen und Firmen erstellt werden.
Mitarbeiter werden im Titel der Verzeichnungseinheit genannt, wenn sie als Unterzeichner des Planmaterials auftreten. Nähere Angaben über den Inhalt und Umfang des überlieferten Materials sind im Enthält-Vermerk aufgeführt, wobei zwischen Skizzen, Konzepten und Zeichnungen (aufgeführt als Anzahl der Blätter) unterschieden wird. Die hier vorliegenden Zeichnungnen sind in der Regel mit Bleistift ausgeführt, wobei die Benennung Skizze für freihändig gezeichnete und Konzept für Zeichnungnen mit Lineal verwendet ist. Als Zeichnung im engeren Sinne sind vollständig ausgeführte Blätter mit Bemaßung und Abzeichnung verstanden. Auch Pausen und Kopien auf Papier oder Folie sind aufbewahrt worden, da sie häufig Bearbeitungen in Form von Einzeichnungen tragen. Nähere Einzelheiten, z.B. zur Überlieferungsform oder zu Besonderheiten der äußeren Erscheinung sind in Form von Bemerkungen angefügt. Zur weiteren Kennzeichnung ist die Formatgröße der Einheit angegeben, wenn sie von DIN A4 abweicht.
Wegen des wechselnden, häufig großen Formats der Unterlagen sind die Projektmappen entsprechend ihrer Größe geordnet und signiert worden. Diese mit einzelnen Nummern versehenen Mappen können einzeln bestellt und eingesehen werden. Innerhalb der Mappen liegen die Zeichnungen dann, wenn eine größere Anzahl Blätter vorhanden ist, in durch Einlegeblätter unterteilten Heften, die sich an den im Verzeichnis aufgeführten Unterabteilungen orientieren. Außerdem wurden Folienpausen aus konservatorischen Gründen getrennt verpackt.
Bettina Schleier
1992/2002
ca. 15
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
30.06.2025, 11:55 MESZ