Strafverfahren gegen den Militärinvaliden Otto Bauer, den Mechaniker Erich Fiedler und neun andere Arbeiter wegen der Ermordung des Oberstleutnants im Kriegsministerium v. Klüber am 02. März 1919 im Rahmen revolutionärer Aktionen nach der Besetzung der Stadt Halle (Saale) durch das Landesjägerkorps zur Unterdrückung eines Generalstreiks, Bd. 8
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I. HA Rep. 84a, Nr. 51061
I. HA Rep. 84a Justizministerium
Justizministerium >> 04 Abteilung für Strafrecht und Strafvollzug (1788 - 1944) >> 04.03 Strafverfolgung. Politische Organisationen und Parteien bzw. einzelne politische Ereignisse (1795 - 1944) >> 04.03.05 Angehörige der Arbeiterbewegung von 1918 bis 1934 >> 04.03.05.01 Novemberrevolution >> 04.03.05.01.03 Einzelfälle
Juni 1919 - Mai 1935
Enthält u. a.:
- Einlieferung des Arbeiters Oskar Suhle und des Maurers Max Kelz in das Strafgefängnis Halle (S.), Juli 1919
- Gesuch der Ehefrau des Kelz um Strafaufschub, Juli 1919
- Einlieferung des Arbeiters Stephan Thaler in das Strafgefängnis Halle (S.), Juli 1919
- Bestellung des Rechtsanwalts Aronsohn, Halle (S.) als Verteidiger Jungmanns, Aug. 1919
- Einlieferung des Geschirrführers Kurt Kyritz und des Handlungsgehilfen Rudolf Richter in die Strafanstalt Luckau, Sept. 1919
- Einlieferung des Schlossers Max Jungmann in das Strafgefängnis Halle (S.), Sept. 1919
- Anspruch des freigesprochenen Arbeiters Otto Musculus, Halle (S.), auf Entschädigung für die erlittene Untersuchungshaft, Sept. 1919
- Entlassung von Suhle und Kelz aus der Strafhaft, Okt. 1919
- Entlassung des Heizers Max Rädel aus der Strafhaft, Mai 1923
- Erneute Überführung Bauers in den Strafvollzug, März 1924
- Vollzug der bedingt ausgesetzten Reststrafe Thalers, Jan 1925
- Gnadengesuche Eduard Gierholds für seinen Sohn, Okt.-Nov. 1925
- Bedingte Strafaussetzung für Gierhold, Okt. 1926
- Entlassung Bauers aus der Strafhaft, Juli 1928
- Gnadengesuch des MdL Menzel für Kyritz, Aug.-Sept. 1928.
- Einlieferung des Arbeiters Oskar Suhle und des Maurers Max Kelz in das Strafgefängnis Halle (S.), Juli 1919
- Gesuch der Ehefrau des Kelz um Strafaufschub, Juli 1919
- Einlieferung des Arbeiters Stephan Thaler in das Strafgefängnis Halle (S.), Juli 1919
- Bestellung des Rechtsanwalts Aronsohn, Halle (S.) als Verteidiger Jungmanns, Aug. 1919
- Einlieferung des Geschirrführers Kurt Kyritz und des Handlungsgehilfen Rudolf Richter in die Strafanstalt Luckau, Sept. 1919
- Einlieferung des Schlossers Max Jungmann in das Strafgefängnis Halle (S.), Sept. 1919
- Anspruch des freigesprochenen Arbeiters Otto Musculus, Halle (S.), auf Entschädigung für die erlittene Untersuchungshaft, Sept. 1919
- Entlassung von Suhle und Kelz aus der Strafhaft, Okt. 1919
- Entlassung des Heizers Max Rädel aus der Strafhaft, Mai 1923
- Erneute Überführung Bauers in den Strafvollzug, März 1924
- Vollzug der bedingt ausgesetzten Reststrafe Thalers, Jan 1925
- Gnadengesuche Eduard Gierholds für seinen Sohn, Okt.-Nov. 1925
- Bedingte Strafaussetzung für Gierhold, Okt. 1926
- Entlassung Bauers aus der Strafhaft, Juli 1928
- Gnadengesuch des MdL Menzel für Kyritz, Aug.-Sept. 1928.
Archivale
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
20.08.2025, 13:36 MESZ
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- 04 Abteilung für Strafrecht und Strafvollzug (1788 - 1944) (Gliederung)
- 04.03 Strafverfolgung. Politische Organisationen und Parteien bzw. einzelne politische Ereignisse (1795 - 1944) (Gliederung)
- 04.03.05 Angehörige der Arbeiterbewegung von 1918 bis 1934 (Gliederung)
- 04.03.05.01 Novemberrevolution (Gliederung)
- 04.03.05.01.03 Einzelfälle (Gliederung)