Querulationis Auseinandersetzung um Schadensersatz
Vollständigen Titel anzeigen
(1) 0416
Wismar B 268 (W B n. 268)
Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803
Prozeßakten des Tribunals 1653-1803 >> 02. 1. Kläger B
(1716-1750) 03.12.1750-10.02.1751
Kläger: (2) Erben des Jochim Buchholtz, Pächter zu Pinnow im Amt Neukloster (Kl. in 1. Instanz)
Beklagter: Graf von Plessen zu Ivenack und der Generalmajor von Plessen zu Müsselmow (Bekl. in 1. Instanz)
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Dr. Theodor Johann Quistorp (A & P)
Fallbeschreibung: Nach Bitten der Kl. um Fristverlängerung zum Einreichen ihres Schriftsatzes vom 03.12.1750 und erteilter Genehmigung des Tribunals vom 05.12. tragen Kl. am 29.12.1750 ihre Beschwerden gegen ein Ratsgerichtsurteil vor, in dem sich der Rat als nicht zuständig in einem Entschädigungsfall erklärt hatte. Buchholtz hatte bis 1715 Pinnow gepachtet und es dann an den Vater der Bekl. abgetreten, nachdem er in den Pachtjahren verschiedene Kriegseinbußen erlitten, bauliche Verbesserungen vorgenommen und mehr an Gerätschaft und Vieh angeschafft als er übernommen hatte. Laut Vertrag sollte ihm sein Nachfolger in der Pacht dies bezahlen. Da er das Geld bei seinem Tode nicht erhalten hatte, erben Kl. die Forderung und machen sie gegenüber Bekl. geltend, die die Bezahlung verweigern, weshalb sich Kl. an das Tribunal wenden, von diesem aber am 09.02.1751 abgewiesen werden.
Instanzenzug: 1. Ratsgericht 1750 2. Ratsgericht 1750 3. Tribunal 1750-1751
Prozessbeilagen: (7) Ratsgerichtsurteile vom 26.10. und 09.11.1750; von Notar Joachim Christoph Lehmann aufgenommene Appellation vom 04.11.1750; Suppliken der Kl. an das Wismarer Ratsgericht vom 15.10. und 04.11.1750; Auszug aus der Resolution der Kgl. Kommission vom 13.03.1726; Spezifikation der Kriegsschäden auf dem Hof Pinnow (o.D.); von Anna Johann, Witwe des Jochim Buchholtz aufgestellte Abrechnung über Winter- und Sommersaat sowie Dienste vom 30.05.1716; Aufstellung über bauliche Verbesserungen und Inventarerweiterungen bis 1715 (o.D.); Aufstellung der Forderungen der Kl. (o.D.)
Beklagter: Graf von Plessen zu Ivenack und der Generalmajor von Plessen zu Müsselmow (Bekl. in 1. Instanz)
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Dr. Theodor Johann Quistorp (A & P)
Fallbeschreibung: Nach Bitten der Kl. um Fristverlängerung zum Einreichen ihres Schriftsatzes vom 03.12.1750 und erteilter Genehmigung des Tribunals vom 05.12. tragen Kl. am 29.12.1750 ihre Beschwerden gegen ein Ratsgerichtsurteil vor, in dem sich der Rat als nicht zuständig in einem Entschädigungsfall erklärt hatte. Buchholtz hatte bis 1715 Pinnow gepachtet und es dann an den Vater der Bekl. abgetreten, nachdem er in den Pachtjahren verschiedene Kriegseinbußen erlitten, bauliche Verbesserungen vorgenommen und mehr an Gerätschaft und Vieh angeschafft als er übernommen hatte. Laut Vertrag sollte ihm sein Nachfolger in der Pacht dies bezahlen. Da er das Geld bei seinem Tode nicht erhalten hatte, erben Kl. die Forderung und machen sie gegenüber Bekl. geltend, die die Bezahlung verweigern, weshalb sich Kl. an das Tribunal wenden, von diesem aber am 09.02.1751 abgewiesen werden.
Instanzenzug: 1. Ratsgericht 1750 2. Ratsgericht 1750 3. Tribunal 1750-1751
Prozessbeilagen: (7) Ratsgerichtsurteile vom 26.10. und 09.11.1750; von Notar Joachim Christoph Lehmann aufgenommene Appellation vom 04.11.1750; Suppliken der Kl. an das Wismarer Ratsgericht vom 15.10. und 04.11.1750; Auszug aus der Resolution der Kgl. Kommission vom 13.03.1726; Spezifikation der Kriegsschäden auf dem Hof Pinnow (o.D.); von Anna Johann, Witwe des Jochim Buchholtz aufgestellte Abrechnung über Winter- und Sommersaat sowie Dienste vom 30.05.1716; Aufstellung über bauliche Verbesserungen und Inventarerweiterungen bis 1715 (o.D.); Aufstellung der Forderungen der Kl. (o.D.)
Akten
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
29.10.2025, 11:29 MEZ