König Georg V.: Urkunden und Akten (Bestand)
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NLA HA, Dep. 84
Nds. Landesarchiv, Abt. Hannover (Archivtektonik) >> Gliederung >> 2 Nichtstaatliche Bestände >> 2.1 Archiv des hannoverschen Königshauses >> 2.1.1 Urkunden und Akten
1439-1866
Bestandsgeschichte: Der vorliegende Bestand mit der herkömmlichen Bezeichnung "König Georg V. (KG)" bildet rechtlich ein Depositum des hannoverschen Königshauses und unterliegt sowohl bei der Vorlegung der Findbücher wie auch bei der Benutzung der Urkunden und Akten einschränkenden Bestimmungen. Die Formierung dieses Auslesebestandes erfolgte nach der preußischen Annexion des Königreichs Hannover und zwar auf Grund des Vertrages über die Vermögensverhältnisse des Königs Georg V. vom 29. September 1867 (vgl. Hopf: Die deutsche Krisis des Jahres 1866, 3. Auflage, S. 446 ff). Kurz darauf begann die Aussonderung der an den ehemaligen König Georg V. auszuliefernden Archivalien. Der o.g. Vertrag von 1867 wurde durch zwei Zusatzverträge zwischen der preußischen Regierung und dem Herzog von Cumberland am 28. März 1892 und am 16. Oktober 1893 bestätigt.
Das Land Niedersachsen stieg in diese Rechtslage ein und hat mit Seiner Königlichen Hoheit dem Prinzen Ernst-August von Hannover im Jahre 1957 einen Depositalvertrag abgeschlossen, der den Charakter des Bestandes als Verwahrbestand bestätigt und seine Benutzung im einzelnen regelt.
Die archivische Besonderheit des Bestandes KG liegt neben seinem hohen historischen Wert als Hausarchiv des vormals regierenden Hauses vor allem darin, dass er zahlreiche Auslesestücke aus solchen Beständen umfaßt, die dem Bombenschaden vom 8./9. Oktober 1943 zum Opfer gefallen sind.
Provenienzmäßig handelt es sich bei dem vorliegenden Depositum um Urkunden und Akten der Geheimen Räte, der Kriegs- und der Londoner Kanzlei, der hannoverschen Gesandtschaften, des königlichen Kabinetts und aus Nachlässen (u.a. der Prinzessin Sophie Dorothea). Die Unterlagen wurden aus den Beständen Cal. Or. 2, Cal. Or. 3, Cal. Or. 31 , Cal. Or. 63, Celle Or. 1, Celle Or. 6, Celle Or. 8, Cal. Br. 22-24, Celle Br. 44, Celle Br. 76-86, Celle Br. 88, Celle Br. 90 und Hann. (Br.) 9
Bestandsgeschichte: herausgenommen und zu Dep. 84 KG zusammengefasst. Nach dem kriegsbedingten Verlust des Stammbestandes Hann. 9 ist die Bedeutung dieses KG-Selekts außerordentlich gestiegen, weil es, abgesehen von seinem hohen Wert für die Geschichte des Königshauses, den einzigen geschlossenen Rest der alten "Geheimen Registratur" darstellt und somit eine Vorstellung von dem früheren Stoffreichtum des auswärtigen Schriftverkehrs im 18. und 19. Jahrhundert gibt.
Inhaltsmäßig sind die Themen weit gefächert, von Finanzen, Personalia, Domestika und Dedikationen bis zu fürstlichen Reisen, Hofhaltungssachen und auswärtige Angelegenheiten. Sämtliche Urkunden und Akten des vorliegenden Bestandes haben durch die Bombardierung und den Brand vom Oktober 1943 sowie der Hochwasserwelle des 9./11. Februar 1946 besonders gelitten. Infolge unzureichender äußerer Kennzeichnung sowie undeutlicher oder ganz fehlender Beschriftung waren die Unterlagen nach der Überschwemmung z.T. mit anderen Beständen vermischt und durchweg in einem traurigen äußeren Zustande, mit Schlamm überkrustet oder miteinander verklebt. Es bedurfte infolgedessen einer überaus langwierigen und mühseligen Arbeit, um den Bestand wieder zusammenzubringen, die einzelnen Stücke zu säubern, zu bestimmen und wieder benutzbar zu machen. Die erforderlichen Ordnungs- und Verzeichnungsarbeiten wurden 1947 von Staatsarchivrat Dr. Ohnsorge begonnen und von 1949 ab von Staatsarchivdirektor Prof. Dr. Georg Schnath unter Hinzuziehung der Staatsarchivräte Dr. Penners und Dr. Müller weitergeführt. Mitte 1951 waren die Akten wieder verzeichnet und zugänglich. Die mühsame Verzeichnung der Urkunden, die bei der Wiederaufstellung der Originale zum Teil bei den Stammbeständen eingereiht waren, zog sich mit großen Unterbrechungen bis zum September 1957 hin.
Die Akten des vorliegenden Depositums sind in den Jahren 1971-1973 im Niedersächsischen
Bestandsgeschichte: Staatsarchiv Bückeburg durch die Massenrestaurierung gelaufen, während die noch z.T. beschädigten Urkunden 1980 in der Werkstatt des Hauptstaatsarchivs Hannover restauriert wurden. Bei einer Vollständigkeitskontrolle im Sommer 1999 wurde das Depositum in die Teile Dep. 84 A (Urkunden) bzw. Dep. 84 B (Akten) gegliedert und mit fortlaufenden Nummern versehen.
Der bisherige aus den Jahren 1947-1957 und 1999 stammende Erschließungszustand wurde Ende 2003-Anfang 2004 von der Archivangestellten Frau Kirsten Hoffmann M. A. neu bearbeitet und in die EDV eingegeben.
Hannover, im März 2004
Johann
Bestandsgeschichte: Krischanitz
Das Land Niedersachsen stieg in diese Rechtslage ein und hat mit Seiner Königlichen Hoheit dem Prinzen Ernst-August von Hannover im Jahre 1957 einen Depositalvertrag abgeschlossen, der den Charakter des Bestandes als Verwahrbestand bestätigt und seine Benutzung im einzelnen regelt.
Die archivische Besonderheit des Bestandes KG liegt neben seinem hohen historischen Wert als Hausarchiv des vormals regierenden Hauses vor allem darin, dass er zahlreiche Auslesestücke aus solchen Beständen umfaßt, die dem Bombenschaden vom 8./9. Oktober 1943 zum Opfer gefallen sind.
Provenienzmäßig handelt es sich bei dem vorliegenden Depositum um Urkunden und Akten der Geheimen Räte, der Kriegs- und der Londoner Kanzlei, der hannoverschen Gesandtschaften, des königlichen Kabinetts und aus Nachlässen (u.a. der Prinzessin Sophie Dorothea). Die Unterlagen wurden aus den Beständen Cal. Or. 2, Cal. Or. 3, Cal. Or. 31 , Cal. Or. 63, Celle Or. 1, Celle Or. 6, Celle Or. 8, Cal. Br. 22-24, Celle Br. 44, Celle Br. 76-86, Celle Br. 88, Celle Br. 90 und Hann. (Br.) 9
Bestandsgeschichte: herausgenommen und zu Dep. 84 KG zusammengefasst. Nach dem kriegsbedingten Verlust des Stammbestandes Hann. 9 ist die Bedeutung dieses KG-Selekts außerordentlich gestiegen, weil es, abgesehen von seinem hohen Wert für die Geschichte des Königshauses, den einzigen geschlossenen Rest der alten "Geheimen Registratur" darstellt und somit eine Vorstellung von dem früheren Stoffreichtum des auswärtigen Schriftverkehrs im 18. und 19. Jahrhundert gibt.
Inhaltsmäßig sind die Themen weit gefächert, von Finanzen, Personalia, Domestika und Dedikationen bis zu fürstlichen Reisen, Hofhaltungssachen und auswärtige Angelegenheiten. Sämtliche Urkunden und Akten des vorliegenden Bestandes haben durch die Bombardierung und den Brand vom Oktober 1943 sowie der Hochwasserwelle des 9./11. Februar 1946 besonders gelitten. Infolge unzureichender äußerer Kennzeichnung sowie undeutlicher oder ganz fehlender Beschriftung waren die Unterlagen nach der Überschwemmung z.T. mit anderen Beständen vermischt und durchweg in einem traurigen äußeren Zustande, mit Schlamm überkrustet oder miteinander verklebt. Es bedurfte infolgedessen einer überaus langwierigen und mühseligen Arbeit, um den Bestand wieder zusammenzubringen, die einzelnen Stücke zu säubern, zu bestimmen und wieder benutzbar zu machen. Die erforderlichen Ordnungs- und Verzeichnungsarbeiten wurden 1947 von Staatsarchivrat Dr. Ohnsorge begonnen und von 1949 ab von Staatsarchivdirektor Prof. Dr. Georg Schnath unter Hinzuziehung der Staatsarchivräte Dr. Penners und Dr. Müller weitergeführt. Mitte 1951 waren die Akten wieder verzeichnet und zugänglich. Die mühsame Verzeichnung der Urkunden, die bei der Wiederaufstellung der Originale zum Teil bei den Stammbeständen eingereiht waren, zog sich mit großen Unterbrechungen bis zum September 1957 hin.
Die Akten des vorliegenden Depositums sind in den Jahren 1971-1973 im Niedersächsischen
Bestandsgeschichte: Staatsarchiv Bückeburg durch die Massenrestaurierung gelaufen, während die noch z.T. beschädigten Urkunden 1980 in der Werkstatt des Hauptstaatsarchivs Hannover restauriert wurden. Bei einer Vollständigkeitskontrolle im Sommer 1999 wurde das Depositum in die Teile Dep. 84 A (Urkunden) bzw. Dep. 84 B (Akten) gegliedert und mit fortlaufenden Nummern versehen.
Der bisherige aus den Jahren 1947-1957 und 1999 stammende Erschließungszustand wurde Ende 2003-Anfang 2004 von der Archivangestellten Frau Kirsten Hoffmann M. A. neu bearbeitet und in die EDV eingegeben.
Hannover, im März 2004
Johann
Bestandsgeschichte: Krischanitz
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
16.06.2025, 12:45 MESZ