Klage des Schmieds Evert Hoefschmidt ./. Bernard Bödding und Kramer Gerhard Weischer als Testamentsvollstrecker der Anna Hoffschmidt, gebürtig aus Laer. Der Kläger wohnt in dem Hause auf der Hollenbeckerstraße, das zwischen Häusern des Wilbrand Rodtman und des Dietrich Recke liegt. Das Haus gehörte früher seinem Bruder Schmied Bernhard Hoffschmidt; seine Schwester Anna hat es 1617 in der Zwangsversteigerung erworben. Die Beklagten haben es an Johan Hense verkauft und den Kläger zur Räumung aufgefordert. Der Kläger behauptet, die Beklagten hätten kein Recht zum Verkauf gehabt und will die Unwirksamkeit des Vertrages mit Hense festgestellt wissen.
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Klage des Schmieds Evert Hoefschmidt ./. Bernard Bödding und Kramer Gerhard Weischer als Testamentsvollstrecker der Anna Hoffschmidt, gebürtig aus Laer. Der Kläger wohnt in dem Hause auf der Hollenbeckerstraße, das zwischen Häusern des Wilbrand Rodtman und des Dietrich Recke liegt. Das Haus gehörte früher seinem Bruder Schmied Bernhard Hoffschmidt; seine Schwester Anna hat es 1617 in der Zwangsversteigerung erworben. Die Beklagten haben es an Johan Hense verkauft und den Kläger zur Räumung aufgefordert. Der Kläger behauptet, die Beklagten hätten kein Recht zum Verkauf gehabt und will die Unwirksamkeit des Vertrages mit Hense festgestellt wissen.
B-C Civ, 195
B-C Civ Causae Civiles (Zivilprozessakten)
Causae Civiles (Zivilprozessakten) >> 1601-1700
1620 - 1630
Darin: Anlage: Abschrift des Testaments der Anna Hoffschmidt vom 22.1. 1620, verkündet am 10.2. 1620.
Enthält: Der Kläger hat 2 Kinder: Berndt und Henrich, seine Schwester Lise ist mit Hinterlassung kleiner Kinder gestorben; seine Schwester Elschen Hoffschmidt, Frau Herman Schotteler wohnt in Wansleben. Erwähnt werden Dethmar Lehnhoff; Wennemar Lübbers; die Stadt-Maurer- und Zimmermeister Henrich zum Hülse und Kordt Kribbe; Wennemar Urwercker; Bäckergildemeister Herman Reidegelt; Christian Modersohn junior; Nikolas Gressman Bernhard Schmisingk; Hw. Everwin Wernekingk; Wilhelm von Oseden; Eheleute Henrich und Else Krechting; Bernt und Johan Specke; Dietrich Langenhorst; Henrich Berninck; Henrich Everking (Everkman) in Altenberge.
Enthält: Der Kläger hat 2 Kinder: Berndt und Henrich, seine Schwester Lise ist mit Hinterlassung kleiner Kinder gestorben; seine Schwester Elschen Hoffschmidt, Frau Herman Schotteler wohnt in Wansleben. Erwähnt werden Dethmar Lehnhoff; Wennemar Lübbers; die Stadt-Maurer- und Zimmermeister Henrich zum Hülse und Kordt Kribbe; Wennemar Urwercker; Bäckergildemeister Herman Reidegelt; Christian Modersohn junior; Nikolas Gressman Bernhard Schmisingk; Hw. Everwin Wernekingk; Wilhelm von Oseden; Eheleute Henrich und Else Krechting; Bernt und Johan Specke; Dietrich Langenhorst; Henrich Berninck; Henrich Everking (Everkman) in Altenberge.
Archivale
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:17 MEZ
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