Der Appellant erklärt, bereits seit 1630 sei seine Mutter einer hohen Forderung gegen Schall wegen in dessen Blievers- oder Schallenburg gen. Gut in Euskirchen immittiert gewesen. Im Verlauf des Schallschen Konkursverfahrens sei das Gut versteigert und ihnen für den Gegenwert von 6285 Tlr. zugesprochen und damit ihr Eigentum geworden, das in der Erbteilung 1665 seinem Bruder zugesprochen wurde. Die RKG-Appellation richtet sich gegen einen vorinstanzlichen Spruch, mit dem ihnen Rechnungslegung über die Einnahmen aus dem Gut für die Zeit seiner Nutzung auferlegt und dessen Versteigerung zugunsten der Konkursmasse angeordnet wurde.
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Der Appellant erklärt, bereits seit 1630 sei seine Mutter einer hohen Forderung gegen Schall wegen in dessen Blievers- oder Schallenburg gen. Gut in Euskirchen immittiert gewesen. Im Verlauf des Schallschen Konkursverfahrens sei das Gut versteigert und ihnen für den Gegenwert von 6285 Tlr. zugesprochen und damit ihr Eigentum geworden, das in der Erbteilung 1665 seinem Bruder zugesprochen wurde. Die RKG-Appellation richtet sich gegen einen vorinstanzlichen Spruch, mit dem ihnen Rechnungslegung über die Einnahmen aus dem Gut für die Zeit seiner Nutzung auferlegt und dessen Versteigerung zugunsten der Konkursmasse angeordnet wurde.
AA 0627, 693 - B 1897/5718
AA 0627 Reichskammergericht, Teil I: A-B
Reichskammergericht, Teil I: A-B >> 2. Buchstabe B
1674-1680 (1617-1677)
Enthaeltvermerke: Kläger: Kaspar Frhr. von Bourscheidt zu Oberbüllesheim, Herr zu Burgbrohl, für sich und namens der unbevormundeten minderjähr. Kinder seines verstorbenen Bruders Engelbert Dietrich von Bourscheidt zu Laach, als Gläubiger des vor 1617 verstorbenen jül. Geheimen Rates und Amtmanns zu Grevenbroich und Gladbach, Johann Heinrich Schall von Bell, und seiner Erben (Bekl.: Engelbert Dietrichs Witwe) Beklagter: Die Schallschen Concreditoren, die Ladung erging per edictum, da viele der Mitgläubiger unbekannt waren, und wurde in Essen, Köln und Düsseldorf angeschlagen; Vollmachten ließen einreichen namentl. der Schultheiß Antonius Vogt für sich und als Vertreter des Priors zu Grevenbroich, Petrus Robertus Peyr, und des Lic. Antonius Sybenius (Sibenius) wegen seiner Mutter Anna Meyfisch verwitwete Sybenius; das Jesuitenkolleg Münstereifel, vertreten durch Rektor Johannes Scheffers; Gertrud Ny, Witwe des jül.-berg Hofrats Lic. A. Weidenfeld, Düsseldorf; Heinrich Mom, Düsseldorf; und Johann Nicolas Weyerstraß, Düsseldorf, (Kl.); ab Jan. 1677 der Herzog von Jülich-Berg als Interessent Prokuratoren (Kl.): Lic. Johann Konrad Albrecht 1674 - Subst.: Franciscus Eberhard Albrecht Prokuratoren (Bekl.): Dr. Johann Heinrich Seiblin 1674, 1675 - Subst.: Dr. Franz Philip Högelen - für den Herzog: Johann Walraff [1656] 1677 - Subst.: Dr. Johann Leonard Schommartz Prozeßart: Appellationis Instanzen: 1. Jül.-berg. Kanzlei (Kanzler und Räte bzw. Kommissare) zu Düsseldorf (1670-1673) - 2. RKG 1674-1680 (1617-1677) Beweismittel: Protokoll des Gerichts zu Billig (Kr. Euskirchen) über die Er- oder Versteigerung der schallschen Güter zu Billig durch die Gebrüder von Bourscheidt für 4190 Rtlr. (27). Liste der bourscheidt. Forderungen und ihres Empfangs aus dem Gut (41f.). Anstatt der Rationes decidendi eingesandte Relation des jül.-berg. Referenten (54-61). Beschreibung: 2 cm, 61 Bl., geb.; Q 1-27, es fehlt Q 17* (Acta priora), 2 Beilagen.
Diverse Registraturbildner
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
28.04.2026, 08:34 MESZ
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Hierarchie Detailansicht
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- Reichskammergericht, Teil I: A-B (Bestand)
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