Amt Bruchhausen (Bestand)
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NLA HA, Hann. 74 Bruchhausen
Nds. Landesarchiv, Abt. Hannover (Archivtektonik) >> Gliederung >> 1 Staatliche Bestände >> 1.11 Kurfürstentum/Königreich Hannover >> 1.11.6 Allgemeine Verwaltung >> 1.11.6.2 Untere Landesbehörden >> 1.11.6.2.1 Ämter im Landdrosteibezirk Hannover
1170-1918
Bestandsgeschichte: I. Behördengeschichte
Die Territorial- und Verwaltungsgeschichte der Grafschaft Hoya und damit des Amtes Bruchhausen ist in Grundzügen durch H. Gade, Historisch-geographisch-statistische Beschreibung der Grafschaften Hoya und Diepholz, Hannover 1901, Bd. 1 dargestellt worden. Zur ersten Orientierung über die Verwaltungsentwicklung des Amtes Bruchhausen möge - in Anlehnung an M. Bär, Übersicht über die Bestände des Staatsarchivs zu Hannover, 1900, S. 3 und verschiedene statistische Übersichten des Königreichs Hannover - nachstehende Zeittafel dienlich sein:
1582 Aussterben der Grafen von Hoya
Die Grafschaft Hoya fiel als eröffnetes Lehen an die Herzöge zu Braunschweig-Lüneburg. Die untere Grafschaft mit den Ämtern Bruchhausen, Liebenau und Nienburg kam an die cellische Linie, die obere Grafschaft mit den Ämtern Hoya, Diepenau, Ehrenburg, Bahrenburg, Harpstedt, Siedenburg, Steyerberg, Stolzenau und Syke an die calenbergisch-wolfenbüttelsche Linie, 1584 an die wolfenbüttelsche Linie allein, um 1682 - nach mancherlei Wechsel - an Calenberg zu fallen.
1705
wurde die untere Grafschaft Hoya, also auch das Amt Bruchhausen zusammen mit dem Herzogtum Celle mit Calenberg vereinigt.
1777
Vereinigung des Amtes Neubruchhausen mit dem Amt Altenbruchhausen
1820
Amt Altenbruchhausen (zusammen mit Neubruchhausen) wird Amt Bruchhausen genannt.
1. Hälfte des 19. Jahrhunderts (1823, 1848)
Das Amt Bruchhausen besteht aus den Flecken Bruchhausen, Moor, Neubruchhausen, Vilsen sowie aus den Vogteien Bruchstrich (Bauerschaft Berxen, Ochtmannien, Süstedt, Uenzen), Heidstrich (Bauerschaft Engeln, Hohenmoor, Heiligenberg, Homfeld, Oerdinghausen, Scholen, Weseloh), Sudwalde (Bauerschaft Affinghausen, Bensen, Freidorf, Mallinghausen, Menninghausen, Sudwalde).
1852
Trennung der Justiz von der Verwaltung; Neueinteilung der Ämter: Das Amt Bruchhausen erhält zu seinem
Bestandsgeschichte: bisherigen Amtsbezirk vom Amte Hoya die Bauerschaft Wöpse, vom Amt Syke das Dorf Retzen. Es gibt an das Amt Freudenberg den Flecken Neubruchhausen ab, an das Amt Nienburg den bisher zum Amt Bruchhausen gehörigen Teil vom Dorf Staffhorst.
1859
Aufgrund der revidierten hannoverschen Amtsordnung von 1859 wird das Amt Bruchhausen durch das Amt Schwarme (= Teil des alten Amtes Thedinghausen) - Bauerschaft Beppen, Blender, Einste, Holtum, Morsum, Schwarme, Wulmstorf, jedoch ohne die Gemeinden Intschede und Ritzenbergen, die an das Amt Verden fielen - durch das Kirchspiel Martfeld (mit den Gemeinden Kleinen-Borstel, Hustedt, Loge, Martfeld, Tuschendorf) vergrößert.
1867
Für Hoheits-, Militär- und Steuersachen gehört das Amt Bruchhausen von 1867 bis 1885 mit den Ämtern Hoya und Syke zum Kreis Hoya.
1885
Bildung des Kreises Hoya aus dem bisherigen Amt Hoya und dem bisherigen Amt Bruchhausen, außer den Gemeinden Affinghausen, Bensen, Mallinghausen, Menninghausen und Sudwalde, die an den Kreis Sulingen fallen, und außer der Gemeinde Freidorf, die zum Kreis Syke kommt.
II. Literaturhinweise
III. Bestandsgeschichte
Von der durch Findbuchverlust (1943) und Auslagerung bedingten Neuaufstellung von Hann. 74 Bruchhausen im Jahre 1958/59 zählte dieser Bestand 72 Fach Akten und umfasste nur die Abteilungen I bis V sowie kleine Teile von Abteilung VIII. Diese 72 Fach blieben vom Leinehochwasser des Jahres 1946 verschont. Bei der Neuaufstellung von Hann. 74 Hoya im Jahre 1958 stellte sich heraus, dass sich in diesem, auch vor dem Zweiten Weltkriege noch nicht völlig durchgeordneten Bestand noch etwa 80 Fach Akten des Amtes Bruchhausen befanden, und zwar vor allen die Abteilungen VI bis VIII. Diese stärksten hochwassergeschädigten Akten wurden aus Hann. 74 Hoya herausgelöst und mit den oben erwähnten 72 Fach des Altbestandes vereinigt.
Zugrunde gelegt wurde der
Bestandsgeschichte: Neuordnung die bei den meisten Ämtern des Landdrosteibezirks Hannover übliche Einteilung in 8 Hauptgruppen (I bis VIII). Auch die Untergliederung deckt sich inhaltlich weitgehend mit denen der übrigen Ämter des Landdrosteibezirks Hannover, die Signierung der Untergruppen erfolgt jedoch mittels Fachzählung.
Als Ergänzung sind für die ältere Geschichte des Amtes Bruchhausen vor allem Cal. Br. 1, Cal Br. 17, Celle Br. 61a und Celle Br. 72 heranzuziehen. Wegen der mannigfachen Veränderungen des Amtsgebietes sind neben Hann. 74 Hoya auch Hann. 74 Freudenberg, Hann. 74 Nienburg, Hann. 74 Sulingen, Hann. 74 Syke, Hann. 74 Verden und Hann 74. Westen-Thedinghausen zu beachten.
Hannover, im August 1962
gez. König
Zwei Fach Akten des Amtes Bruchhausen, die sich im Archiv der Hoya-Diepholzschen Landschaft befanden und bei der Überführung dieses Archivs in das Hauptstaatsarchiv Hannover gelangten, wurden in den vorliegenden Bestand eingeordnet.
Hannover, im Juni 1974
gez. Dr. Jörg Walter
Der Bestand ist im Rahmen eines größeren Erschließungsprojektes in die archivische EDV-Datenbank unter der Fachsoftware izn-AIDA übertragen worden.
Hannover, im Dezember
Bestandsgeschichte: 2010
Zusatzinformationen: Zur Zeit bis voraussichtlich Juni 2020 wegen der Restaurierung in Bückeburg gesperrt!
Die Territorial- und Verwaltungsgeschichte der Grafschaft Hoya und damit des Amtes Bruchhausen ist in Grundzügen durch H. Gade, Historisch-geographisch-statistische Beschreibung der Grafschaften Hoya und Diepholz, Hannover 1901, Bd. 1 dargestellt worden. Zur ersten Orientierung über die Verwaltungsentwicklung des Amtes Bruchhausen möge - in Anlehnung an M. Bär, Übersicht über die Bestände des Staatsarchivs zu Hannover, 1900, S. 3 und verschiedene statistische Übersichten des Königreichs Hannover - nachstehende Zeittafel dienlich sein:
1582 Aussterben der Grafen von Hoya
Die Grafschaft Hoya fiel als eröffnetes Lehen an die Herzöge zu Braunschweig-Lüneburg. Die untere Grafschaft mit den Ämtern Bruchhausen, Liebenau und Nienburg kam an die cellische Linie, die obere Grafschaft mit den Ämtern Hoya, Diepenau, Ehrenburg, Bahrenburg, Harpstedt, Siedenburg, Steyerberg, Stolzenau und Syke an die calenbergisch-wolfenbüttelsche Linie, 1584 an die wolfenbüttelsche Linie allein, um 1682 - nach mancherlei Wechsel - an Calenberg zu fallen.
1705
wurde die untere Grafschaft Hoya, also auch das Amt Bruchhausen zusammen mit dem Herzogtum Celle mit Calenberg vereinigt.
1777
Vereinigung des Amtes Neubruchhausen mit dem Amt Altenbruchhausen
1820
Amt Altenbruchhausen (zusammen mit Neubruchhausen) wird Amt Bruchhausen genannt.
1. Hälfte des 19. Jahrhunderts (1823, 1848)
Das Amt Bruchhausen besteht aus den Flecken Bruchhausen, Moor, Neubruchhausen, Vilsen sowie aus den Vogteien Bruchstrich (Bauerschaft Berxen, Ochtmannien, Süstedt, Uenzen), Heidstrich (Bauerschaft Engeln, Hohenmoor, Heiligenberg, Homfeld, Oerdinghausen, Scholen, Weseloh), Sudwalde (Bauerschaft Affinghausen, Bensen, Freidorf, Mallinghausen, Menninghausen, Sudwalde).
1852
Trennung der Justiz von der Verwaltung; Neueinteilung der Ämter: Das Amt Bruchhausen erhält zu seinem
Bestandsgeschichte: bisherigen Amtsbezirk vom Amte Hoya die Bauerschaft Wöpse, vom Amt Syke das Dorf Retzen. Es gibt an das Amt Freudenberg den Flecken Neubruchhausen ab, an das Amt Nienburg den bisher zum Amt Bruchhausen gehörigen Teil vom Dorf Staffhorst.
1859
Aufgrund der revidierten hannoverschen Amtsordnung von 1859 wird das Amt Bruchhausen durch das Amt Schwarme (= Teil des alten Amtes Thedinghausen) - Bauerschaft Beppen, Blender, Einste, Holtum, Morsum, Schwarme, Wulmstorf, jedoch ohne die Gemeinden Intschede und Ritzenbergen, die an das Amt Verden fielen - durch das Kirchspiel Martfeld (mit den Gemeinden Kleinen-Borstel, Hustedt, Loge, Martfeld, Tuschendorf) vergrößert.
1867
Für Hoheits-, Militär- und Steuersachen gehört das Amt Bruchhausen von 1867 bis 1885 mit den Ämtern Hoya und Syke zum Kreis Hoya.
1885
Bildung des Kreises Hoya aus dem bisherigen Amt Hoya und dem bisherigen Amt Bruchhausen, außer den Gemeinden Affinghausen, Bensen, Mallinghausen, Menninghausen und Sudwalde, die an den Kreis Sulingen fallen, und außer der Gemeinde Freidorf, die zum Kreis Syke kommt.
II. Literaturhinweise
III. Bestandsgeschichte
Von der durch Findbuchverlust (1943) und Auslagerung bedingten Neuaufstellung von Hann. 74 Bruchhausen im Jahre 1958/59 zählte dieser Bestand 72 Fach Akten und umfasste nur die Abteilungen I bis V sowie kleine Teile von Abteilung VIII. Diese 72 Fach blieben vom Leinehochwasser des Jahres 1946 verschont. Bei der Neuaufstellung von Hann. 74 Hoya im Jahre 1958 stellte sich heraus, dass sich in diesem, auch vor dem Zweiten Weltkriege noch nicht völlig durchgeordneten Bestand noch etwa 80 Fach Akten des Amtes Bruchhausen befanden, und zwar vor allen die Abteilungen VI bis VIII. Diese stärksten hochwassergeschädigten Akten wurden aus Hann. 74 Hoya herausgelöst und mit den oben erwähnten 72 Fach des Altbestandes vereinigt.
Zugrunde gelegt wurde der
Bestandsgeschichte: Neuordnung die bei den meisten Ämtern des Landdrosteibezirks Hannover übliche Einteilung in 8 Hauptgruppen (I bis VIII). Auch die Untergliederung deckt sich inhaltlich weitgehend mit denen der übrigen Ämter des Landdrosteibezirks Hannover, die Signierung der Untergruppen erfolgt jedoch mittels Fachzählung.
Als Ergänzung sind für die ältere Geschichte des Amtes Bruchhausen vor allem Cal. Br. 1, Cal Br. 17, Celle Br. 61a und Celle Br. 72 heranzuziehen. Wegen der mannigfachen Veränderungen des Amtsgebietes sind neben Hann. 74 Hoya auch Hann. 74 Freudenberg, Hann. 74 Nienburg, Hann. 74 Sulingen, Hann. 74 Syke, Hann. 74 Verden und Hann 74. Westen-Thedinghausen zu beachten.
Hannover, im August 1962
gez. König
Zwei Fach Akten des Amtes Bruchhausen, die sich im Archiv der Hoya-Diepholzschen Landschaft befanden und bei der Überführung dieses Archivs in das Hauptstaatsarchiv Hannover gelangten, wurden in den vorliegenden Bestand eingeordnet.
Hannover, im Juni 1974
gez. Dr. Jörg Walter
Der Bestand ist im Rahmen eines größeren Erschließungsprojektes in die archivische EDV-Datenbank unter der Fachsoftware izn-AIDA übertragen worden.
Hannover, im Dezember
Bestandsgeschichte: 2010
Zusatzinformationen: Zur Zeit bis voraussichtlich Juni 2020 wegen der Restaurierung in Bückeburg gesperrt!
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
16.06.2025, 12:45 PM CEST
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