Hessigheim, Kloster Hirsauer Kellerei (Bestand)
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Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg, GL 90
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg (Archivtektonik) >> Hofkammer des Hauses Württemberg (Depositum) >> Geistliche Ämter (dem Kirchenrat unterstellt)
1664-1807 (Na bis 1832, Nt bis 1840)
Inhalt und Bewertung
Der Bestand enthält Archivalien der dem altwürttembergischen Kirchenrat unterstellten Kellerei Hessigheim, die Güter des im 16. Jahrhundert säkularisierten Klosters Hirsau in Hessigheim verwaltete. Die Akten kamen im Zuge von Vermögensverschiebungen zwischen der Finanzkammer und der Hof- und Domänenkammer (Haus Württemberg) 1807 an letztere. Vorhanden sind neben Lagerbüchern diverse Bandserien, u.a. Rechnungen, Haisch- und Einzugsregister sowie Konzeptbücher. Weitere Archivalien gleicher Provenienz werden im Hauptstaatsarchiv Stuttgart verwahrt, einige wenige auch unter den Unterlagen der Backnanger Stiftskellerei Gemmrigheim (Bestand GL 85), die seit 1731 vom Hessigheimer Keller in Personalunion verwaltet wurde.
Zur Behördengeschichte: Besitzungen in Hessigheim gelangten schon im frühen 12. Jahrhundert an Kloster Hirsau, darunter auch die Ortskirche St. Stephan, die 1239 dem Kloster inkorporiert wurde. Bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts erwarb Hirsau hier vor allem noch den Fronhof (1417), den Bebenhäuser Hof (1488) und den größeren Teil des Murrhardter Hofes (1588). Diese umfangreichen Güter und Einkünfte wurden von einer eigenen Pflege oder Kellerei zu Hessigheim verwaltet, die nach der Säkularisierung der Kirchengüter im Zuge der Reformation um 1559 dem württembergischen Kirchenrat unterstellt wurde. Spätestens seit dem 17. Jahrhundert ist nur noch die Bezeichnung Kellerei Hessigheim üblich. Von 1731 an war der Keller zugleich Backnanger Stiftskeller zu Gemmrigheim, von 1789-1807 waren die beiden Kellereien kombiniert, 1807 wurde neben anderen Einkünften und Besitzungen in Hessigheim auch die Hirsauer Kellerei der Hof- und Domänenkammerverwaltung Liebenstein, 1813 der Hof- und Domänenkammerverwaltung Lauffen zugeteilt.
Zum Bestand: Die nachstehend verzeichneten Archivalien wurden im 19. Jahrhundert beim Hofkameralamt Lauffen verwahrt. 1961 kamen sie von Schloß Monrepos als Depositum unter Eigentumsvorbehalt der Herzoglichen Hofkammer in das Staatsarchiv Ludwigsburg. Hier wurden sie 1961 unter Aufsicht von Regierungsoberinspektor Bürkle durch den Archivangestellten Röhrich (Bd. 1-222) und 1965 von dem Archivangestellten Seiffer (Bd. 223-235) unter Leitung des Unterzeichneten und Beteiligung von Staatsarchivdirektor Dr. Grube aufgenommen und geordnet. Ein Teil von ihnen hat in früherer Zeit durch Feuchtigkeit und Mäusefraß gelitten. Der Bestand umfaßt 235 Bände und Hefte auf 7,3 lfd. Meter. Den Hauptteil des Bestandes bilden Rechnungen und Rechnungsbeilagen der Kloster Hirsauer Kellerei Hessigheim. Nach der Kombinierung dieser Kellerei mit der Backnanger Stiftskellerei Gemmrigheim 1789 (vgl. Herzogliches Reskript vom 8. Mai 1789, inseriert in Bd. 117, Bl. 1-2) wurden die Jahresrechnungen , die Baukonsignationen, die Beilagerbücher und die Konzeptbücher gemeinsam geführt. Von diesen wurden die Jahresrechnungen dem vorliegenden Bestand GL 90 zugeteilt (als Bd. 117-127); im Bestand GL 85, Backnanger Stiftskellerei Gemmrigheim, befinden sich die Baukonsignationen (Bd. 142-146), zwei Beilagerbücher (Bd. 151 und 152) und drei Konzeptbücher (Bd. 157-159). Herbstregister und Zehntberichte wurden auch nach 1789 getrennt geführt, sie sind dementsprechend jetzt bei den Beständen GL 85 und GL 90 verwahrt. Archivalien gleicher Provenienz enthält der staatseigene Bestand A 303 (Altwürttembergische geistliche Rechnungen). Andere den Ort Hessigheim betreffende Archivalien des Depositums der Herzoglichen Hofkammer finden sich ihrer Provenienz entsprechend in den Beständen GL 52, Oberamt und Kellerei Besigheim, und GL 115 II-III, Geistliche Verwaltung Besigheim. Archivalien betr. die Kloster Hirsauer Kellerei Hessigheim sind im staatseigenen Bestand A 282 (Generalakten des Kirchenrats) enthalten. Ludwigsburg, August 1965 Dr. A. Seiler
Der Bestand enthält Archivalien der dem altwürttembergischen Kirchenrat unterstellten Kellerei Hessigheim, die Güter des im 16. Jahrhundert säkularisierten Klosters Hirsau in Hessigheim verwaltete. Die Akten kamen im Zuge von Vermögensverschiebungen zwischen der Finanzkammer und der Hof- und Domänenkammer (Haus Württemberg) 1807 an letztere. Vorhanden sind neben Lagerbüchern diverse Bandserien, u.a. Rechnungen, Haisch- und Einzugsregister sowie Konzeptbücher. Weitere Archivalien gleicher Provenienz werden im Hauptstaatsarchiv Stuttgart verwahrt, einige wenige auch unter den Unterlagen der Backnanger Stiftskellerei Gemmrigheim (Bestand GL 85), die seit 1731 vom Hessigheimer Keller in Personalunion verwaltet wurde.
Zur Behördengeschichte: Besitzungen in Hessigheim gelangten schon im frühen 12. Jahrhundert an Kloster Hirsau, darunter auch die Ortskirche St. Stephan, die 1239 dem Kloster inkorporiert wurde. Bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts erwarb Hirsau hier vor allem noch den Fronhof (1417), den Bebenhäuser Hof (1488) und den größeren Teil des Murrhardter Hofes (1588). Diese umfangreichen Güter und Einkünfte wurden von einer eigenen Pflege oder Kellerei zu Hessigheim verwaltet, die nach der Säkularisierung der Kirchengüter im Zuge der Reformation um 1559 dem württembergischen Kirchenrat unterstellt wurde. Spätestens seit dem 17. Jahrhundert ist nur noch die Bezeichnung Kellerei Hessigheim üblich. Von 1731 an war der Keller zugleich Backnanger Stiftskeller zu Gemmrigheim, von 1789-1807 waren die beiden Kellereien kombiniert, 1807 wurde neben anderen Einkünften und Besitzungen in Hessigheim auch die Hirsauer Kellerei der Hof- und Domänenkammerverwaltung Liebenstein, 1813 der Hof- und Domänenkammerverwaltung Lauffen zugeteilt.
Zum Bestand: Die nachstehend verzeichneten Archivalien wurden im 19. Jahrhundert beim Hofkameralamt Lauffen verwahrt. 1961 kamen sie von Schloß Monrepos als Depositum unter Eigentumsvorbehalt der Herzoglichen Hofkammer in das Staatsarchiv Ludwigsburg. Hier wurden sie 1961 unter Aufsicht von Regierungsoberinspektor Bürkle durch den Archivangestellten Röhrich (Bd. 1-222) und 1965 von dem Archivangestellten Seiffer (Bd. 223-235) unter Leitung des Unterzeichneten und Beteiligung von Staatsarchivdirektor Dr. Grube aufgenommen und geordnet. Ein Teil von ihnen hat in früherer Zeit durch Feuchtigkeit und Mäusefraß gelitten. Der Bestand umfaßt 235 Bände und Hefte auf 7,3 lfd. Meter. Den Hauptteil des Bestandes bilden Rechnungen und Rechnungsbeilagen der Kloster Hirsauer Kellerei Hessigheim. Nach der Kombinierung dieser Kellerei mit der Backnanger Stiftskellerei Gemmrigheim 1789 (vgl. Herzogliches Reskript vom 8. Mai 1789, inseriert in Bd. 117, Bl. 1-2) wurden die Jahresrechnungen , die Baukonsignationen, die Beilagerbücher und die Konzeptbücher gemeinsam geführt. Von diesen wurden die Jahresrechnungen dem vorliegenden Bestand GL 90 zugeteilt (als Bd. 117-127); im Bestand GL 85, Backnanger Stiftskellerei Gemmrigheim, befinden sich die Baukonsignationen (Bd. 142-146), zwei Beilagerbücher (Bd. 151 und 152) und drei Konzeptbücher (Bd. 157-159). Herbstregister und Zehntberichte wurden auch nach 1789 getrennt geführt, sie sind dementsprechend jetzt bei den Beständen GL 85 und GL 90 verwahrt. Archivalien gleicher Provenienz enthält der staatseigene Bestand A 303 (Altwürttembergische geistliche Rechnungen). Andere den Ort Hessigheim betreffende Archivalien des Depositums der Herzoglichen Hofkammer finden sich ihrer Provenienz entsprechend in den Beständen GL 52, Oberamt und Kellerei Besigheim, und GL 115 II-III, Geistliche Verwaltung Besigheim. Archivalien betr. die Kloster Hirsauer Kellerei Hessigheim sind im staatseigenen Bestand A 282 (Generalakten des Kirchenrats) enthalten. Ludwigsburg, August 1965 Dr. A. Seiler
235 Bände (8,9 lfd. m)
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 2:40 PM CET