A Rep. 510 Rat zu Cölln (Bestand)
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A Rep. 510
Landesarchiv Berlin (Archivtektonik) >> A Bestände vor 1945 >> A 2 Magistrat der Stadt Berlin >> A 2.1 Rat und Magistrat von Berlin, Cölln und den Vorstädten bis 1806
1443 - 1707 (1709)
Vorwort: A Rep. 510 Rat zu Cölln (bis 1709)
In Cölln hatte der jährlich wechselnde Rat sechs Mitglieder, darunter den gewählten Bürgermeister. Zu den im Mittelalter häufigen gemeinsamen Unternehmungen mit Berlin trug Cölln jeweils zu einem Drittel bei und erhielt den dementsprechenden Gewinnanteil. Neben der städtischen Feldmark verfügte Cölln, das in fünf Verwaltungsbezirke unterteilt war, über Grundbesitz in Friedrichsfelde, Mariendorf, Marienfelde, Rixdorf und der Feldmark Tempelhof, sowie später über das Vorwerk Treptow, das allerdings kaum Einnahmen erbrachte. Im Ausgleich für die Vermittlung des Kurfürsten in einem Streit mit Berlin musste Cölln im Jahr 1442 ein Grundstück an der Spree abtreten, auf dem die ständige Residenz des Landesherrn (das Berliner Stadtschloss) erbaut wurde. Im 16. Jahrhundert wuchs Cölln rascher als die größere Schwesterstadt: vor dem Gertraudentor und vor dem Köpenicker Tor entstanden Vorstädte. Um 1540 erhielt der Cöllner Magistrat das Patronat über die Petrikirche und die beiden Hospitalkapellen St. Gertraud und Jerusalem. Im 17. Jahrhundert bildeten insgesamt zwei Bürgermeister, vier Kämmerer und zehn Ratsherren den Cöllnischen Magistrat. Mit dem Reskript vom 17. Januar 1709 endete die Existenz der selbständigen Cöllner Stadtgemeinde.
Enthält:
Cölnisches Stadtbuch (1443).- Bürgerbuch der Stadt Cölln (1508-1610).- Testamentenbuch (1636-1669).-Corpus bonorum (1687).- Wiesenregister (1583-1723).- Fischereiangelegenheiten.- Kämmereirechnungen (1589-1707, lückenhaft).
Erschlossen: 14 [AE] 1.05 [lfm]
Nicht erschlossen: 0.30 [lfm]
Laufzeit:
1443 - 1707
Benutzung:
Datenbank, Findbuch
Zettelregister zu nicht mehr vorhandenen Amtsbüchern (Testamentenbücher Cöllnisches Revier 1636-1671, 1676-1728), nur für den internen Gebrauch.
Film
Verweise:
-> LAB F Rep. 237 Handschriften
-> LAB F Rep. 238 Urkunden
-> BLHA Pr.Br.Rep. 10 B Dominikanerkloster Cölln
-> BLHA Pr.Br.Rep. 10 C Kirchen
-> BLHA Pr.Br.Rep. 23 A Kurmärkische Stände
-> BLHA Pr.Br.Rep. 78 Kurmärkische Lehnskanzlei
Literatur:
-> Die Bürgerbücher von Cölln an der Spree 1508-1611 und 1689-1709. Die chronikalischen Nachrichten des ältesten Cöllner Bürgerbuches 1542-1610, hrsg. v. Peter v. Gebhardt, Berlin 1930 (Veröff. der Historischen Kommission f. d. Provinz Brandenburg und die Reichshauptstadt Berlin I; Quellen und Forschungen zur Geschichte Berlins 3).
-> Das Stadtbuch des alten Cölln an der Spree aus dem Jahre 1442, mit geschichtlicher Einleitung über die Entwicklung der Stadt bis zum Jahr 1442, hrsg. v. Paul Clauswitz, Berlin 1912 (Schriften des Vereins für die Geschichte Berlins 52).
In Cölln hatte der jährlich wechselnde Rat sechs Mitglieder, darunter den gewählten Bürgermeister. Zu den im Mittelalter häufigen gemeinsamen Unternehmungen mit Berlin trug Cölln jeweils zu einem Drittel bei und erhielt den dementsprechenden Gewinnanteil. Neben der städtischen Feldmark verfügte Cölln, das in fünf Verwaltungsbezirke unterteilt war, über Grundbesitz in Friedrichsfelde, Mariendorf, Marienfelde, Rixdorf und der Feldmark Tempelhof, sowie später über das Vorwerk Treptow, das allerdings kaum Einnahmen erbrachte. Im Ausgleich für die Vermittlung des Kurfürsten in einem Streit mit Berlin musste Cölln im Jahr 1442 ein Grundstück an der Spree abtreten, auf dem die ständige Residenz des Landesherrn (das Berliner Stadtschloss) erbaut wurde. Im 16. Jahrhundert wuchs Cölln rascher als die größere Schwesterstadt: vor dem Gertraudentor und vor dem Köpenicker Tor entstanden Vorstädte. Um 1540 erhielt der Cöllner Magistrat das Patronat über die Petrikirche und die beiden Hospitalkapellen St. Gertraud und Jerusalem. Im 17. Jahrhundert bildeten insgesamt zwei Bürgermeister, vier Kämmerer und zehn Ratsherren den Cöllnischen Magistrat. Mit dem Reskript vom 17. Januar 1709 endete die Existenz der selbständigen Cöllner Stadtgemeinde.
Enthält:
Cölnisches Stadtbuch (1443).- Bürgerbuch der Stadt Cölln (1508-1610).- Testamentenbuch (1636-1669).-Corpus bonorum (1687).- Wiesenregister (1583-1723).- Fischereiangelegenheiten.- Kämmereirechnungen (1589-1707, lückenhaft).
Erschlossen: 14 [AE] 1.05 [lfm]
Nicht erschlossen: 0.30 [lfm]
Laufzeit:
1443 - 1707
Benutzung:
Datenbank, Findbuch
Zettelregister zu nicht mehr vorhandenen Amtsbüchern (Testamentenbücher Cöllnisches Revier 1636-1671, 1676-1728), nur für den internen Gebrauch.
Film
Verweise:
-> LAB F Rep. 237 Handschriften
-> LAB F Rep. 238 Urkunden
-> BLHA Pr.Br.Rep. 10 B Dominikanerkloster Cölln
-> BLHA Pr.Br.Rep. 10 C Kirchen
-> BLHA Pr.Br.Rep. 23 A Kurmärkische Stände
-> BLHA Pr.Br.Rep. 78 Kurmärkische Lehnskanzlei
Literatur:
-> Die Bürgerbücher von Cölln an der Spree 1508-1611 und 1689-1709. Die chronikalischen Nachrichten des ältesten Cöllner Bürgerbuches 1542-1610, hrsg. v. Peter v. Gebhardt, Berlin 1930 (Veröff. der Historischen Kommission f. d. Provinz Brandenburg und die Reichshauptstadt Berlin I; Quellen und Forschungen zur Geschichte Berlins 3).
-> Das Stadtbuch des alten Cölln an der Spree aus dem Jahre 1442, mit geschichtlicher Einleitung über die Entwicklung der Stadt bis zum Jahr 1442, hrsg. v. Paul Clauswitz, Berlin 1912 (Schriften des Vereins für die Geschichte Berlins 52).
Bestand
Verwandte Verzeichnungseinheiten: LAB F Rep. 237 Handschriften
LAB F Rep. 238 Urkunden
BLHA Pr.Br.Rep. 10 B Dominikanerkloster Cölln
BLHA Pr.Br.Rep. 10 C Kirchen
BLHA Pr.Br.Rep. 23 A Kurmärkische Stände
BLHA Pr.Br.Rep. 78 Kurmärkische Lehnskanzlei
LAB F Rep. 238 Urkunden
BLHA Pr.Br.Rep. 10 B Dominikanerkloster Cölln
BLHA Pr.Br.Rep. 10 C Kirchen
BLHA Pr.Br.Rep. 23 A Kurmärkische Stände
BLHA Pr.Br.Rep. 78 Kurmärkische Lehnskanzlei
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Für nähere Informationen zu Nutzungs- und Verwertungsrechten kontaktieren Sie bitte info@landesarchiv.berlin.de.
22.08.2025, 11:21 MESZ