Verbindungsstab der deutschen Wehrmacht beim italienischen Armeeoberkommando 2 (Bestand)
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BArch RH 31-XI
call number: RH 31-XI
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1942-1943
Bestandsbeschreibung: Die italienische 2. Armee wurde im April 1941 aufgestellt, ihr Oberbefehlshaber war zu dieser Zeit General Ambrosio, ab Januar 1942 General Roatta, der Anfang 1943 durch General Dalmazzo abgelöst wurde. Eine deutsche Verbindungsstelle zur Armee wurde wahrscheinlich erst Anfang 1942 entsandt. Der Verbindungsstab existierte schließlich bis zum Kriegsaustritt Italiens bzw. zur Entwaffnung der italienischen Streitkräfte (Stichwort "Achse") und dem Abtransport der italienischen Truppenverbände im September/Oktober 1943.
Die italienische 2. Armee, die in der Überlieferung ab 1943 auch als Comando Supersloda und Comando Superiore FF.AA. "Slovenia-Dalmazia" bezeichnet wird, kam hauptsächlich in (Nordwest-)Kroatien, aber auch in Albanien und Montenegro zum Einsatz. Dies erfolgte im Bereich der Partisanen- bzw. Bandenbekämpfung, bei sogenannten Säuberungsaktionen (u. a. Unternehmen "Weiß" und "Schwarz") und zur Sicherung der Demarkationslinie. Anfänglich stand dem Verbindungsstab Oberst Rohrbach, ab Mitte 1942 Oberst Kiesenov und seit 1943 Oberst Paul Diesener vor. Aufgabe des Verbindungsstabes war es, den Stab des italienischen AOK 2 in Ausbildungs-. Führungs- und Versorgungsfragen zu beraten, ihm Befehle und Nachrichten deutscher Kommandobehörden zu übermitteln, die Durchführung von Befehlen zu überwachen, deutsche und italienische Kommandobehörden über die Lage zu unterrichten und nicht zuletzt bei den in der deutsch-italienischen Zusammenarbeit auftretenden Problemen vermittelnd tätig zu werden.
Inhaltliche Charakterisierung: Ein Großteil der Dokumente enthält Lage- bzw. Tagesmeldungen zwischen dem Verbindungsstab und der Armee, wobei diese vielfach in italienischer Sprache vorliegen. Der Einsatz der Truppenverbände wird zum Teil eingehend dargestellt. Organisatorische, personelle oder materielle Angelegenheiten spiegeln sich in den Unterlagen nicht wieder. Bei den Dokumenten handelt es sich um Rückvergrößerungen von 1976 über das Institut für Geschichte für Arbeiterbewegung in Laibach (Lubljana) ins Bundesarchiv-Militärarchiv gelangte Mikrofiches.
Erschließungszustand: Findkartei
Umfang, Erläuterung: 7 AE
Zitierweise: BArch RH 31-XI/...
Die italienische 2. Armee, die in der Überlieferung ab 1943 auch als Comando Supersloda und Comando Superiore FF.AA. "Slovenia-Dalmazia" bezeichnet wird, kam hauptsächlich in (Nordwest-)Kroatien, aber auch in Albanien und Montenegro zum Einsatz. Dies erfolgte im Bereich der Partisanen- bzw. Bandenbekämpfung, bei sogenannten Säuberungsaktionen (u. a. Unternehmen "Weiß" und "Schwarz") und zur Sicherung der Demarkationslinie. Anfänglich stand dem Verbindungsstab Oberst Rohrbach, ab Mitte 1942 Oberst Kiesenov und seit 1943 Oberst Paul Diesener vor. Aufgabe des Verbindungsstabes war es, den Stab des italienischen AOK 2 in Ausbildungs-. Führungs- und Versorgungsfragen zu beraten, ihm Befehle und Nachrichten deutscher Kommandobehörden zu übermitteln, die Durchführung von Befehlen zu überwachen, deutsche und italienische Kommandobehörden über die Lage zu unterrichten und nicht zuletzt bei den in der deutsch-italienischen Zusammenarbeit auftretenden Problemen vermittelnd tätig zu werden.
Inhaltliche Charakterisierung: Ein Großteil der Dokumente enthält Lage- bzw. Tagesmeldungen zwischen dem Verbindungsstab und der Armee, wobei diese vielfach in italienischer Sprache vorliegen. Der Einsatz der Truppenverbände wird zum Teil eingehend dargestellt. Organisatorische, personelle oder materielle Angelegenheiten spiegeln sich in den Unterlagen nicht wieder. Bei den Dokumenten handelt es sich um Rückvergrößerungen von 1976 über das Institut für Geschichte für Arbeiterbewegung in Laibach (Lubljana) ins Bundesarchiv-Militärarchiv gelangte Mikrofiches.
Erschließungszustand: Findkartei
Umfang, Erläuterung: 7 AE
Zitierweise: BArch RH 31-XI/...
Deutscher Verbindungsstab beim italienischen Armeeoberkommando 2, 1942-1943
8 Aufbewahrungseinheiten; 0,3 laufende Meter
Archivbestand
deutsch
Verwandtes Archivgut im Bundesarchiv: RH 19 VII Heeresgruppe E / Oberbefehlshaber Südost
RH 19 XI Heeresgruppe F / Oberbefehlshaber Südost
RH 24-15 XV. Gebirgsarmeekorps
RH 26-114, 118 und 369 114. und 118. Jäger-Division sowie 369. Inf. Division (kroatische)
RH 31 III Deutscher Bevollmächtigter General in Kroatien
RM 45 III Dienst- und Kommandostellen der Kriegsmarine im Bereich Süd / Südost
RW 40 Territoriale Befehlshaber in Südosteuropa
Literatur: Broucek, Peter (Hrsg.): Ein General im Zwielicht. Die Erinnerungen Edmund Glaises von Horstenau. 3 Bde. Wien 1980-1988
Fricke, Gert: Kroatien 1941-1944. "Der unabhängige Staat" in der Sicht des deutschen Bevollmächtigten Generals in Glaise von Horstenau. Freiburg 1972 Hnilicka, Karl: Das Ende auf dem Balkan 1944/45. Die militärische Räumung Jugoslawiens durch die Wehrmacht. Göttingen, Zürich, Frankfurt 1970 Hory, Ladislaus und Broszat, Martin: Der kroatische Ustascha-Staat 1941-1945. Stuttgart 1964 Kissling, Rudolf: Die Kroaten. Der Schicksalsweg eines Südslawenvolkes. Graz, Köln 1956 Schmider, Klaus: Partisanenkrieg in Jugoslawien 1941-1944. Bonn 2002 Schraml, Franz: Kriegsschauplatz Kroation. Die deutsch-kroatischen Legions-Divisionen - 369., 373, 392. Inf. Div (kroat.) - ihre Ausbildungs- und Ersatzformationen. Neckargemünd 1962
RH 19 XI Heeresgruppe F / Oberbefehlshaber Südost
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RH 26-114, 118 und 369 114. und 118. Jäger-Division sowie 369. Inf. Division (kroatische)
RH 31 III Deutscher Bevollmächtigter General in Kroatien
RM 45 III Dienst- und Kommandostellen der Kriegsmarine im Bereich Süd / Südost
RW 40 Territoriale Befehlshaber in Südosteuropa
Literatur: Broucek, Peter (Hrsg.): Ein General im Zwielicht. Die Erinnerungen Edmund Glaises von Horstenau. 3 Bde. Wien 1980-1988
Fricke, Gert: Kroatien 1941-1944. "Der unabhängige Staat" in der Sicht des deutschen Bevollmächtigten Generals in Glaise von Horstenau. Freiburg 1972 Hnilicka, Karl: Das Ende auf dem Balkan 1944/45. Die militärische Räumung Jugoslawiens durch die Wehrmacht. Göttingen, Zürich, Frankfurt 1970 Hory, Ladislaus und Broszat, Martin: Der kroatische Ustascha-Staat 1941-1945. Stuttgart 1964 Kissling, Rudolf: Die Kroaten. Der Schicksalsweg eines Südslawenvolkes. Graz, Köln 1956 Schmider, Klaus: Partisanenkrieg in Jugoslawien 1941-1944. Bonn 2002 Schraml, Franz: Kriegsschauplatz Kroation. Die deutsch-kroatischen Legions-Divisionen - 369., 373, 392. Inf. Div (kroat.) - ihre Ausbildungs- und Ersatzformationen. Neckargemünd 1962
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
24.04.2026, 10:58 MESZ
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