Hauptnachrichtenzentrale der NVA (Bestand)
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BArch DVW 3-1
call number: DVW 3-1
Bundesarchiv (Archivtektonik) >> Deutsche Demokratische Republik mit sowjetischer Besatzungszone (1945-1990) >> Verteidigung >> Ministerium für Nationale Verteidigung und Nationale Volksarmee >> Ministerium für Nationale Verteidigung >> Lager, Werkstätten und weitere militärische Einrichtungen
1962-1990
Geschichte des Bestandsbildners: Mit der Aufstellung des Ministeriums für Nationale Verteidigung zum 1. März 1956 nahm auch eine Nachrichtenbetriebsabteilung (NBA) ihre Tätigkeit auf. Sie hatte die Aufgabe, die stationären Nachrichtenverbindungen in und zum Ministerium für Nationale Verteidigung (MfNV) zu betreiben und zu halten.
Am 01. Juni 1969 erfolgte mit Befehl des Ministers Nr. 54/69 die Umbenennung in Hauptnachrichtenzentrale (HptNZ). Sie war im MfNV am Standort Strausberg unterirdisch untergebracht. Unterstellt war sie truppendienstlich dem Chef des Hauptstabes der NVA und wurde vom Chef der Verwaltung Nachrichten fachlich geführt. Mit den Jahren erweiterten sich die Aufgaben der HptNZ immer mehr: Sie diente als Knotenvermittlungsstelle im Nachrichtensystem der NVA und war zugleich Endvermittlungsstelle für das MfNV. Laut Befehl des Leiters aus dem Jahr 1975 sei die grundsätzliche Aufgabe der HptNZ die „Sicherstellung von Nachrichtenverbindungen zur Gewährleistung [...] der Gefechtsbereitschaft der NVA". Überdies galt die Sicherstellung der Verbindungen gleichermaßen für folgende Einrichtungen/Verbände und Zwecke: Zusammenwirken mit den Ministerien der bewaffneten Kräfte, Führung des Ministeriums für Nationale Verteidigung, Stab der Vereinten Streitkräfte, Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland (GSSD),
Generalstäbe der Polnischen Armee und Tschechoslowakische Volksarmee.
Im Oktober 1990 wurde die Hauptnachrichtenzentrale als Hauptfernmeldezentrum (HptFmZ) dem Chef des Stabes im Bundeswehrkommando Ost unterstellt.
Inhaltliche Charakterisierung: Im Bestand sind neben einer nahezu vollständigen Befehlssammlung des Kommandeurs auch große Teile der Befehle des Ches der Verwaltung Nachrichten enthalten. Hierin finden sich größtenteils personalwirtschaftliche Unterlagen über Belobigungen und Bestrafungen von Armeeangehörigen und Zivilbeschäftigten der HptNZ. Ein erheblicher Teil dieser Akten musste angesichts personenschutzwürdiger Inhalte für die Benutzung gesperrt werden und darf nur nach Rücksprache mit dem zuständigen Fachreferat (MA 4) eingesehen werden. Ebenso verhält es sich mit den Akten zur Aus- und Weiterbildung (namentlich Ausbildungspläne und Auswertungen der Ausbildungsjahrgänge), die einen großen Teil des Bestandes ausmachen. Überdies sind Chroniken der Jahre 1973 bis 1990 überliefert, die bereits ab dem Jahr 1945 die Entwicklung des Nachrichtenwesens und der HptNZ aufzeigen.
Da die massenpolitische Arbeit in der sozialistischen DDR eine wichtige Rolle spielte, sei hier noch auf die Informationsberichte des Politorgans hinzuweisen. Diese enthalten wesentliche Informationen zur politisch-ideologischen Diversion und Agitation und geben einen ausführlichen Einblick in die propagandistische Arbeit des Staates und im Speziellen der HptNZ.
Erschließungszustand: Findkartei, Findbuch
Vorarchivische Ordnung: Der Bestand der Hauptnachrichtenzentrale des Ministeriums für Nationale Verteidigung wurde im März 2014 endarchivisch bearbeitet. Der vorher über die Findkartei recherchierbare Bestand wurde nach den aktuellen Verzeichnungsrichtlinien erschlossen und in die Datenbank übertragen. Dabei wurde der vorgefundene Ordnungszustand beibehalten. Zur Auflösung und Vereinheitlichung der bisherigen verschiedenen Signatursysteme erfolgte eine Neusignierung. Die bisher verwendeten vorläufigen Archivsignaturen wurden über die Altsignaturen erfasst.Bis zur Bearbeitung im März 2014 lagerten die Unterlagen noch unter der Archivzugangsnummer aus dem Verwaltungsarchiv (AZN ...) bzw. unter der Signatur, die im Militärarchiv der DDR in Potsdam (VA-01/...) vergeben wurde.
Im Ergebnis der archivischen Bearbeitung umfasst der Bestand nunmehr 130 Akteneinheiten mit einem Umfang von 3,8 lfm.
Zitierweise: BArch DVW 3-1/...
Am 01. Juni 1969 erfolgte mit Befehl des Ministers Nr. 54/69 die Umbenennung in Hauptnachrichtenzentrale (HptNZ). Sie war im MfNV am Standort Strausberg unterirdisch untergebracht. Unterstellt war sie truppendienstlich dem Chef des Hauptstabes der NVA und wurde vom Chef der Verwaltung Nachrichten fachlich geführt. Mit den Jahren erweiterten sich die Aufgaben der HptNZ immer mehr: Sie diente als Knotenvermittlungsstelle im Nachrichtensystem der NVA und war zugleich Endvermittlungsstelle für das MfNV. Laut Befehl des Leiters aus dem Jahr 1975 sei die grundsätzliche Aufgabe der HptNZ die „Sicherstellung von Nachrichtenverbindungen zur Gewährleistung [...] der Gefechtsbereitschaft der NVA". Überdies galt die Sicherstellung der Verbindungen gleichermaßen für folgende Einrichtungen/Verbände und Zwecke: Zusammenwirken mit den Ministerien der bewaffneten Kräfte, Führung des Ministeriums für Nationale Verteidigung, Stab der Vereinten Streitkräfte, Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland (GSSD),
Generalstäbe der Polnischen Armee und Tschechoslowakische Volksarmee.
Im Oktober 1990 wurde die Hauptnachrichtenzentrale als Hauptfernmeldezentrum (HptFmZ) dem Chef des Stabes im Bundeswehrkommando Ost unterstellt.
Inhaltliche Charakterisierung: Im Bestand sind neben einer nahezu vollständigen Befehlssammlung des Kommandeurs auch große Teile der Befehle des Ches der Verwaltung Nachrichten enthalten. Hierin finden sich größtenteils personalwirtschaftliche Unterlagen über Belobigungen und Bestrafungen von Armeeangehörigen und Zivilbeschäftigten der HptNZ. Ein erheblicher Teil dieser Akten musste angesichts personenschutzwürdiger Inhalte für die Benutzung gesperrt werden und darf nur nach Rücksprache mit dem zuständigen Fachreferat (MA 4) eingesehen werden. Ebenso verhält es sich mit den Akten zur Aus- und Weiterbildung (namentlich Ausbildungspläne und Auswertungen der Ausbildungsjahrgänge), die einen großen Teil des Bestandes ausmachen. Überdies sind Chroniken der Jahre 1973 bis 1990 überliefert, die bereits ab dem Jahr 1945 die Entwicklung des Nachrichtenwesens und der HptNZ aufzeigen.
Da die massenpolitische Arbeit in der sozialistischen DDR eine wichtige Rolle spielte, sei hier noch auf die Informationsberichte des Politorgans hinzuweisen. Diese enthalten wesentliche Informationen zur politisch-ideologischen Diversion und Agitation und geben einen ausführlichen Einblick in die propagandistische Arbeit des Staates und im Speziellen der HptNZ.
Erschließungszustand: Findkartei, Findbuch
Vorarchivische Ordnung: Der Bestand der Hauptnachrichtenzentrale des Ministeriums für Nationale Verteidigung wurde im März 2014 endarchivisch bearbeitet. Der vorher über die Findkartei recherchierbare Bestand wurde nach den aktuellen Verzeichnungsrichtlinien erschlossen und in die Datenbank übertragen. Dabei wurde der vorgefundene Ordnungszustand beibehalten. Zur Auflösung und Vereinheitlichung der bisherigen verschiedenen Signatursysteme erfolgte eine Neusignierung. Die bisher verwendeten vorläufigen Archivsignaturen wurden über die Altsignaturen erfasst.Bis zur Bearbeitung im März 2014 lagerten die Unterlagen noch unter der Archivzugangsnummer aus dem Verwaltungsarchiv (AZN ...) bzw. unter der Signatur, die im Militärarchiv der DDR in Potsdam (VA-01/...) vergeben wurde.
Im Ergebnis der archivischen Bearbeitung umfasst der Bestand nunmehr 130 Akteneinheiten mit einem Umfang von 3,8 lfm.
Zitierweise: BArch DVW 3-1/...
Hauptnachrichtenzentrale der NVA (HptNZ), 1956-1990
129 Aufbewahrungseinheiten; 3,8 laufende Meter
Archivbestand
deutsch
Besondere Benutzungsbedingungen: Manche Akten wurden aus Persönlichkeitsrechten für die Benutzung gesperrt. Dies betrifft 34 Akten.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
24.04.2026, 10:58 MESZ
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