Nachlässe des Schuldirektors Ernst Kleinau und des Archivdirektors Hermann Kleinau (Bestand)
Vollständigen Titel anzeigen
NLA WO, 300 N
Nds. Landesarchiv, Abt. Wolfenbüttel (Archivtektonik) >> Gliederung >> 4 Nichtstaatliches Schriftgut (N) >> 4.8 Guts- und Familienarchive, Einzelpersonen
700-2000
Bestandsgeschichte: Als Archivdirektor a. D. Dr. jur. Hermann Kleinau am 18. Januar 1978 plötzlich an Herzversagen verstorben war, ergab sich für das Staatsarchiv Wolfenbüttel nur am Nachmittag des 23. Januar 1978 die Gelegenheit, wissenschaftliche und familienkundliche Nachlassteile in Gegenwart des einzigen Sohnes des Verstorbenen, Betriebsleiter bei der Deutschen Lufthansa Dietrich Kleinau, Frankfurt a. M., aus dem Hause Braunschweig-Stöckheim, Albertstraße 25, zu übernehmen. Die Aussonderung wurde von dem Unterzeichner und von der Bibliothekarin des Staatsarchivs, Frau Diplombibliothekarin Irene Berg, nach Weisung von Herrn Dietrich Kleinau vorgenommen (Zug. 3/1978). Abgesehen von einigen wenigen Büchern beschränkte sich die Übernahme auf biografische und familienkundliche Papiere zur Familie Kleinau sowie auf Unterlagen zu wissenschaftlichen Arbeiten. Die wertvolle Bibliothek ist auf Veranlassung von Herrn Dietrich Kleinau geschlossen dem Antiquariat Bremer & Schlak in Wolfenbüttel verkauft worden. Dieses übergab dem Staatsarchiv am 14.06.1978 - als nicht zur Bibliothek gehörig - 2 Kartons Akten und 3 Karteikästen. Weiteres handschriftliches Material sei nicht vorhanden. (14 Stücke am 13.06.1980 nachgeliefert.)
Schon vor seinem Tode hatte Dr. Hermann Kleinau angeordnet, dass die von ihm hinterlassenen Papiere nach Weisung seines Sohnes unter der Bezeichnung "300 N Nachlass Ernst und Hermann Kleinau" in das Staatsarchiv kommen sollten. Dieser Bestand ergänzt in seinem familienkundlichen Teil das von Dr. Hermann Kleinau verzeichnete Depositum "270 N Genealogische Sammlung Kleinau", das sich auf den Geschlechterverband Kleinau, Kleinow, Cleinow, Klenau, Klenow bezieht.
Der Bestand 300 N ist vom Unterzeichner, der am 31.12.1978 in den Ruhestand trat, im Sommer/Herbst 1979 als Auftragsarbeit des Staatsarchivs geordnet und verzeichnet worden. Wie das Inhaltsverzeichnis im Einzelnen ergibt, gliedert sich der Nachlass in das auf Schuldirektor Ernst Kleinau, den Vater Hermann Kleinaus, bezügliche persönliche und heimatkundliche Material, sowie in den Nachlass Hermann Kleinau. Ernst Kleinau hat neben Exzerpten und Aufsätzen zur braunschweigischen Geschichte manches Material zur Geschichte Schöppenstedts zusammengetragen, so dass dieses den Bestand 1 N Stadt Schöppenstedt ergänzt.
Bestandsgeschichte: Der auf Hermann Kleinau bezügliche Teil gliedert sich in die vier Abteilungen Personalia, Dienstliche, meist das Staatsarchiv Wolfenbüttel betreffende Angelegenheiten, Wissenschaftliche Arbeiten und Genealogie Geschwister Kleinau, Frankfurt, d. h. der Enkelkinder Hermann Kleinaus. Ergänzungen zur Abteilung "Personalia" bieten u. a. die im Staatsarchiv befindlichen Personalnebenakten (1 Nds Gr.P Nr. 17/18) und die Mappe 27 Slg Archivdirektor Dr. jur. Hermann Kleinau. Unter dem auf die wissenschaftlichen Arbeiten Kleinaus bezüglichen Nachlassteil sind die Studien und Vorarbeiten zur Entwicklung von landesherrlichen örtlichen Verwaltungs- und Gerichtsbezirken im ehemaligen Lande Braunschweig von besonderem Belang. Sie enthalten auch Materialsammlungen zum Itinerar der Herren von Wolfenbüttel und der Herzöge von Braunschweig-Wolfenbüttel sowie zum Residenzcharakter von Wolfenbüttel.
Von dem genealogischen Teil des Nachlasses ist manches von Herrn Dietrich Kleinau mit nach Frankfurt genommen worden, darunter auch einige Fotoalben.
Die Reinschrift des Findbuches fertigte der Angestellte Heino Wöhler.
Wolfenbüttel, im Oktober 1979
Unterschrift: Joseph König
Abgabe der Archivalien 300 N 346 - 367, 367a - c und 400 - 421 im Sommer 1985 durch Herrn Dietrich Kleinau an das Staatsarchiv (Zug. Nr. 58/1985).
Die Archivalien 300 N 1, 1a, 1b, 19g, 29a, 29c, 40a, 40b, 48c, 64a, 313a und 313b sind am 08.05.1984 von Herrn Dietrich Kleinau dem Staatsarchiv unter der Archivalienzugangsnummer 17/1984 nachträglich übergeben worden.
Am 18.01.1988 sind die Akten Nr. 422 - 426 von Herrn Buchhändler Bremer abgegeben worden (Zug. Nr. 2/88).
Das Findbuch von 1979 wurde im November 2005 von Frau Margit Zeitl im Rahmen einer AB-Maßnahme in die EDV eingegeben.
Wolfenbüttel, im November 2005
Dr. Martin Fimpel
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: Nein
Zusatzinformationen: teilweise verzeichnet
Schon vor seinem Tode hatte Dr. Hermann Kleinau angeordnet, dass die von ihm hinterlassenen Papiere nach Weisung seines Sohnes unter der Bezeichnung "300 N Nachlass Ernst und Hermann Kleinau" in das Staatsarchiv kommen sollten. Dieser Bestand ergänzt in seinem familienkundlichen Teil das von Dr. Hermann Kleinau verzeichnete Depositum "270 N Genealogische Sammlung Kleinau", das sich auf den Geschlechterverband Kleinau, Kleinow, Cleinow, Klenau, Klenow bezieht.
Der Bestand 300 N ist vom Unterzeichner, der am 31.12.1978 in den Ruhestand trat, im Sommer/Herbst 1979 als Auftragsarbeit des Staatsarchivs geordnet und verzeichnet worden. Wie das Inhaltsverzeichnis im Einzelnen ergibt, gliedert sich der Nachlass in das auf Schuldirektor Ernst Kleinau, den Vater Hermann Kleinaus, bezügliche persönliche und heimatkundliche Material, sowie in den Nachlass Hermann Kleinau. Ernst Kleinau hat neben Exzerpten und Aufsätzen zur braunschweigischen Geschichte manches Material zur Geschichte Schöppenstedts zusammengetragen, so dass dieses den Bestand 1 N Stadt Schöppenstedt ergänzt.
Bestandsgeschichte: Der auf Hermann Kleinau bezügliche Teil gliedert sich in die vier Abteilungen Personalia, Dienstliche, meist das Staatsarchiv Wolfenbüttel betreffende Angelegenheiten, Wissenschaftliche Arbeiten und Genealogie Geschwister Kleinau, Frankfurt, d. h. der Enkelkinder Hermann Kleinaus. Ergänzungen zur Abteilung "Personalia" bieten u. a. die im Staatsarchiv befindlichen Personalnebenakten (1 Nds Gr.P Nr. 17/18) und die Mappe 27 Slg Archivdirektor Dr. jur. Hermann Kleinau. Unter dem auf die wissenschaftlichen Arbeiten Kleinaus bezüglichen Nachlassteil sind die Studien und Vorarbeiten zur Entwicklung von landesherrlichen örtlichen Verwaltungs- und Gerichtsbezirken im ehemaligen Lande Braunschweig von besonderem Belang. Sie enthalten auch Materialsammlungen zum Itinerar der Herren von Wolfenbüttel und der Herzöge von Braunschweig-Wolfenbüttel sowie zum Residenzcharakter von Wolfenbüttel.
Von dem genealogischen Teil des Nachlasses ist manches von Herrn Dietrich Kleinau mit nach Frankfurt genommen worden, darunter auch einige Fotoalben.
Die Reinschrift des Findbuches fertigte der Angestellte Heino Wöhler.
Wolfenbüttel, im Oktober 1979
Unterschrift: Joseph König
Abgabe der Archivalien 300 N 346 - 367, 367a - c und 400 - 421 im Sommer 1985 durch Herrn Dietrich Kleinau an das Staatsarchiv (Zug. Nr. 58/1985).
Die Archivalien 300 N 1, 1a, 1b, 19g, 29a, 29c, 40a, 40b, 48c, 64a, 313a und 313b sind am 08.05.1984 von Herrn Dietrich Kleinau dem Staatsarchiv unter der Archivalienzugangsnummer 17/1984 nachträglich übergeben worden.
Am 18.01.1988 sind die Akten Nr. 422 - 426 von Herrn Buchhändler Bremer abgegeben worden (Zug. Nr. 2/88).
Das Findbuch von 1979 wurde im November 2005 von Frau Margit Zeitl im Rahmen einer AB-Maßnahme in die EDV eingegeben.
Wolfenbüttel, im November 2005
Dr. Martin Fimpel
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: Nein
Zusatzinformationen: teilweise verzeichnet
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
16.06.2025, 12:45 MESZ