Der Notar Henricus Beringk bekundet die inserierte Appellationsschrift an Conrad zur (ter) Mollen, Kanoniker zu Busdorf und Offizial zu Paderborn, von dem durch die Mehrheit erwählten Domdechanten Heinrich von Meschede, Domkantor zu Paderborn, gegen den von der Minderheit gewählten Domherrn Wilhelm Schilder. Heinrich von Meschede, erwählter Domdechant zu Paterborn, protestiert, daß durch die Domherren Bernhard von Büren und Alhard von Quernheim mit dem Stimmen von fünf Abwesenden, nämlich Gisbert Budde, Jobst von der Borch, Sergius von Westrem, Hermann Winckelhausen und Heinrich Papenheim, Wilhelm Schilder zum Domdechanten gewählt worden sei. Die Wahlhindernisse bei den genannten - Alter und fehlende Weihen, wie bei Domherr Philipp von Hoerde, Melchior von Plettenberg, Wilhelm von Hatzfeld und Johann von Hoerde werden im Einzelnen aufgeführt. Hinweis auf die Domherren Wilhelm Westphalen, Propst, Philipp Westphalen, Propst zu Busdorf und Senior, Raben von Hoerde, Scholaster, Gottfried von Raesfeld, Domscholaster zu Münster, Dietrich von Meschede und dem Thesaurar Roser(us) von Westrem, die geweiht sind und das rechte Alter haben, ebenso Moritz und Georg Spiegel. Konkrete Vorwürfe gegen Wilhelm Schilder, der am 6. März 1563 Petrus Guilcher verwundet habe, auch Georg Boning aus Paderborn zwischen Alten- und Neuenbeken angegriffen habe und mit seinem Bruder Hermann Schilder am 18. August 1565 die Leute aus Sandebeck überfallen habe. Zeugen: Johann Hofmeister und Johann Meschede. US und Signet des Notars