Oberförsterei Carrenzien (Bestand)
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NLA HA, Hann. 182 Carrenzien
Nds. Landesarchiv, Abt. Hannover (Archivtektonik) >> Gliederung >> 1 Staatliche Bestände >> 1.12 Preußische Provinz Hannover >> 1.12.7 Landwirtschaft, Domänen, Forsten >> 1.12.7.2 Untere Provinzialbehörden >> 1.12.7.2.3 Oberförstereien im Reg. Bezirk Lüneburg
1585-1948
Enthält: Allgemeine Verwaltung, Personalangelegenheiten, Bausachen, Jagdsachen, Holzberechtigungen
Geschichte des Bestandsbildners: Nach Einführung der preußischen Verwaltungsorganisation im Jahre 1867 und Zugrundelegung eines mit Kabinettsordre vom 31.10.1868 genehmigten Normalplans traten an die Stelle der bisherigen Forstinspektionen die aus den Forstrevieren gebildeten Oberförstereien (vgl. Hann. 122a Nr. 1559). Die Forstreviere Carrenzien, Bohldamm, Grünenjäger und Havekenburg (Haveckenburg) der Forstinspektion Göhrde wurden auf diese Weise zur Oberförsterei Carrenzien ausgebaut, die 1874 aus den 7 Schutzbezirken Havekenburg, Falkenhof, Bohldamm, Carrenzien, Marschforst, Grünenjäger und Stapel bestand (Handbuch f. die Provinz Hannover 1874 S. 93-94). Bis etwa 1890 gab es keine Veränderung, ab ca. 1891 bestand die Oberförsterei nur noch aus 6 Bezirken: Havekenburg, Falkenhof, Grünenjäger, Stapel, Bohldamm und Neuhaus (bzw. Carrenzien) (vgl. Staatshandbuch für die Provinz Hannover, Jahrgänge 1880, 1890, 1891, 1900, 1910 und 1914).
1934 sind die Oberförstereien in Forstämter umbenannt worden (vgl. Ministerialbl. d. Preuß. Landwirtschaftsministeriums u. d. Landesforstverw.1934, Nr. 35 S. 617 ff.); somit wurde aus der Oberförsterei das Forstamt Carrenzien. Dieses bestand im Jahr 1937 aus den Revierförstereien Havekenburg, Falkenhof, Grünenjäger, Carrenzien und Bohldamm (vgl. Deutsches Forsthandbuch 1937 S. 172).
Bestandsgeschichte: In den vorliegenden Bestand Hann. 182 Carrenzien ist bislang folgende Ablieferung des staatlichen Forstamtes - vormals Oberförsterei - Carrenzien eingegangen:
Acc. 53/99
Die Akzession enthält auch einige ältere Forstakten aus den Provenienzen der Forstinspektion Göhrde und des Amtes Neuhaus im Lauenburgischen.
Der Bestand wurde vom Landeshauptarchiv Schwerin an das Hauptstaatsarchiv Hannover abgegeben, da das Forstamt Carrenzien durch seine Lage im rechtselbischen Teil des Kreises Lüneburg nach Ende des 2. Weltkrieges zur DDR gehörte und somit auch die Akten aus der Provenienz der Oberförsterei zunächst nach Schwerin gelangt waren. Unterlagen des Forstamtes von 1945 bis 1993 sind weiterhin im Landeshauptarchiv Schwerin zu suchen. Im Jahre 1993 wurden die Gemeinden im ehemaligen Amt Neuhaus (= heutige Gemeinde Amt Neuhaus (Elbe)) durch Staatsvertrag zwischen den Ländern Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen in den Landkreis Lüneburg umgegliedert (Nds. GVBl. 18, 1993 S. 121 ff.). Ab diesem Zeitpunkt gehört auch das Forstamt Carrenzien wieder zum Sprengel des Niedersächsischen Landesarchives.
Da nach der Verwaltungs- und Gebietsreform der Jahre 1977/1978 die Archivsprengel der Staatsarchive im Niedersächsischen Landesarchiv neu aufgeteilt worden sind und als Folge daraus das Hauptstaatsarchiv Hannover ab 1978 seine Zuständigkeit für die Forstämter im ehemaligen Regierungsbezirk Lüneburg verloren hat, sind die Forstakten des Forstamtes Carrenzien ab 1993 im NLA-Staatsarchiv Stade zu suchen.
Bearbeiter: Christiane Drewes (2011)
Zusatzinformationen: Hinweis: Die Akten sind teilweise durch Beschädigungen, Pilzbefall und Verunreinigungen geschädigt und können daher nur eingeschränkt zur Benutzung vorgelegt werden.
Geschichte des Bestandsbildners: Nach Einführung der preußischen Verwaltungsorganisation im Jahre 1867 und Zugrundelegung eines mit Kabinettsordre vom 31.10.1868 genehmigten Normalplans traten an die Stelle der bisherigen Forstinspektionen die aus den Forstrevieren gebildeten Oberförstereien (vgl. Hann. 122a Nr. 1559). Die Forstreviere Carrenzien, Bohldamm, Grünenjäger und Havekenburg (Haveckenburg) der Forstinspektion Göhrde wurden auf diese Weise zur Oberförsterei Carrenzien ausgebaut, die 1874 aus den 7 Schutzbezirken Havekenburg, Falkenhof, Bohldamm, Carrenzien, Marschforst, Grünenjäger und Stapel bestand (Handbuch f. die Provinz Hannover 1874 S. 93-94). Bis etwa 1890 gab es keine Veränderung, ab ca. 1891 bestand die Oberförsterei nur noch aus 6 Bezirken: Havekenburg, Falkenhof, Grünenjäger, Stapel, Bohldamm und Neuhaus (bzw. Carrenzien) (vgl. Staatshandbuch für die Provinz Hannover, Jahrgänge 1880, 1890, 1891, 1900, 1910 und 1914).
1934 sind die Oberförstereien in Forstämter umbenannt worden (vgl. Ministerialbl. d. Preuß. Landwirtschaftsministeriums u. d. Landesforstverw.1934, Nr. 35 S. 617 ff.); somit wurde aus der Oberförsterei das Forstamt Carrenzien. Dieses bestand im Jahr 1937 aus den Revierförstereien Havekenburg, Falkenhof, Grünenjäger, Carrenzien und Bohldamm (vgl. Deutsches Forsthandbuch 1937 S. 172).
Bestandsgeschichte: In den vorliegenden Bestand Hann. 182 Carrenzien ist bislang folgende Ablieferung des staatlichen Forstamtes - vormals Oberförsterei - Carrenzien eingegangen:
Acc. 53/99
Die Akzession enthält auch einige ältere Forstakten aus den Provenienzen der Forstinspektion Göhrde und des Amtes Neuhaus im Lauenburgischen.
Der Bestand wurde vom Landeshauptarchiv Schwerin an das Hauptstaatsarchiv Hannover abgegeben, da das Forstamt Carrenzien durch seine Lage im rechtselbischen Teil des Kreises Lüneburg nach Ende des 2. Weltkrieges zur DDR gehörte und somit auch die Akten aus der Provenienz der Oberförsterei zunächst nach Schwerin gelangt waren. Unterlagen des Forstamtes von 1945 bis 1993 sind weiterhin im Landeshauptarchiv Schwerin zu suchen. Im Jahre 1993 wurden die Gemeinden im ehemaligen Amt Neuhaus (= heutige Gemeinde Amt Neuhaus (Elbe)) durch Staatsvertrag zwischen den Ländern Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen in den Landkreis Lüneburg umgegliedert (Nds. GVBl. 18, 1993 S. 121 ff.). Ab diesem Zeitpunkt gehört auch das Forstamt Carrenzien wieder zum Sprengel des Niedersächsischen Landesarchives.
Da nach der Verwaltungs- und Gebietsreform der Jahre 1977/1978 die Archivsprengel der Staatsarchive im Niedersächsischen Landesarchiv neu aufgeteilt worden sind und als Folge daraus das Hauptstaatsarchiv Hannover ab 1978 seine Zuständigkeit für die Forstämter im ehemaligen Regierungsbezirk Lüneburg verloren hat, sind die Forstakten des Forstamtes Carrenzien ab 1993 im NLA-Staatsarchiv Stade zu suchen.
Bearbeiter: Christiane Drewes (2011)
Zusatzinformationen: Hinweis: Die Akten sind teilweise durch Beschädigungen, Pilzbefall und Verunreinigungen geschädigt und können daher nur eingeschränkt zur Benutzung vorgelegt werden.
5,4
Bestand
Literatur: Walter Kremser: Niedersächsische Forstgeschichte - eine integrierte Kulturgeschichte des nordwestdeutschen Forstwesens (Rotenburger Schriften Sonderband 32), Rotenburg (Wümme) 1990
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
16.06.2025, 12:45 MESZ
Hierarchie
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