Degenhard, Dekan, und das Kapitel der Mescheder Kirche verkaufen die Einkünfte von 18 Schillingen Pfennige, wie sie bei Meschede gängig sind, aus der Mühle bei Lederke (Lederiche) in der Nähe von Brilon der früheren Beghine Gertrud und ihrer Nichte Hadewigis gen. von Langenbike für ihre Leibzucht. Die Einkünfte sind jährlich fällig zu Martini. Die Mühle hat der Dekan Degenhard dem Stift Meschede geschenkt. Nach dem Tod der Gertrud stehen dem Stift zwölf Schillinge zu, nach dem Tode der Hadewigis sechs Schillinge. Nach beider Tode kehren die gen. einkünfte insgesamt wieder an das Stift zurück. Siegelankündigung des Stifts, des Propsts Wilhelm und des Dechants. Geschehen im Kapitel in Gegenwart folgender Personen: Dekan Degenhard, Scholaster Franco, Thesaurar Wideroldus, Cantor Hermann und der übrigen Kanoniker. Datum 1324 Sept. 7 (in vigilia nativitatis beate Marie virginis)
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Degenhard, Dekan, und das Kapitel der Mescheder Kirche verkaufen die Einkünfte von 18 Schillingen Pfennige, wie sie bei Meschede gängig sind, aus der Mühle bei Lederke (Lederiche) in der Nähe von Brilon der früheren Beghine Gertrud und ihrer Nichte Hadewigis gen. von Langenbike für ihre Leibzucht. Die Einkünfte sind jährlich fällig zu Martini. Die Mühle hat der Dekan Degenhard dem Stift Meschede geschenkt. Nach dem Tod der Gertrud stehen dem Stift zwölf Schillinge zu, nach dem Tode der Hadewigis sechs Schillinge. Nach beider Tode kehren die gen. einkünfte insgesamt wieder an das Stift zurück. Siegelankündigung des Stifts, des Propsts Wilhelm und des Dechants. Geschehen im Kapitel in Gegenwart folgender Personen: Dekan Degenhard, Scholaster Franco, Thesaurar Wideroldus, Cantor Hermann und der übrigen Kanoniker. Datum 1324 Sept. 7 (in vigilia nativitatis beate Marie virginis)
A 114u, 54
A 114u Stift Meschede - Urkunden
Stift Meschede - Urkunden >> 3. 1301 bis 1350
1324 September 07
Vermerke: Ausf., Perg., lat.
Siegel des Propstes, Kapitels und des Dechants anhängend
Siegel des Propstes, Kapitels und des Dechants anhängend
Urkunde
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 12:09 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen
- Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen (Archivtektonik)
- 1. Territorien des Alten Reiches bis 1802/03 einschließlich Kirchen, Stifter, Klöster, Städte u.ä. (Tektonik)
- 1.1. Kölnisches Westfalen (A) (Tektonik)
- 1.1.1. Herzogtum Westfalen (Tektonik)
- 1.1.1.2. Stifte und Klöster (Tektonik)
- Stift Meschede (Tektonik)
- Stift Meschede / Urkunden (Bestand)
- 3. 1301 bis 1350 (Gliederung)