Querulationis Auseinandersetzung um Organisation des Fuhrwesens
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(1) 0383
Wismar B 252 (W B 7 n. 252)
Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803
Prozeßakten des Tribunals 1653-1803 >> 06. 1. Kläger F
17.10.1744-31.10.1744
Kläger: (2) Johann Hinrich Alwart, Hans Hinrich Edler, Jochim Böckel und Hans Adam Schröder, Bauern zu Wismar (Bekl. in 1. Instanz)
Beklagter: Johann Friedrich Frick, Georg Hartwig Deutsch und andere Bürger ersten Standes (Kl. in 1. Instanz)
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Dr. Anthon Christoph Gröning (A & P) Bekl.: Dr. Christian Daniel Schlaff (A & P)
Fallbeschreibung: Nach Bitten der Kl. um Fristverlängerung vom 17.10. und der Bekl. auf Befristung vom selben Tag, fordert das Tribunal Kl. am 19.10. auf, binnen 8 Tagen ihren Schriftsatz einzureichen. Am 26.10. tragen Kl. vor, daß Bekl. in ihre alten Rechte bei Post und Transport eingegriffen hätten. Bis zum Nordischen Krieg hätten Kl. in einer bestimmten Reihenfolge Aufträge vom Postkontor zum Transport von Reisenden und Waren erhalten, im Krieg seien ihre Pferde abgeschafft worden, nun wollte der Rat das Reihefuhrwesen" wieder einrichten, Bekl. forderten aber, daran beteiligt zu werden. Nachdem man sich vor dem Gewett bereits auf die hälftige Gründung einer Fuhrkompanie geeinigt hatte, fordern Bekl. für sich das alleinige Recht, die lukrativen Fuhren durchführen zu dürfen und werden durch den Rat darin bestärkt. Kl. appellieren daher an das Tribunal, erinnern an ihre alten Rechte und bitten, an den Fuhren weiterhin beteiligt zu werden. Am 30.10. beauftragt das Tribunal den Rat, Kl. weiterhin an den Fuhren zu beteiligen, sobald Kl. die Voraussetzungen dazu geschaffen haben.
Instanzenzug: 1. Gewett 1744 2. Ratsgericht 1744 3. Tribunal 1744
Prozessbeilagen: (7) Urteil des Ratsgerichts vom 05.09.1744; von Notar Joachim Christoph Lehmann aufgenommene Appellation vom 08.09.1744; Gewettsprotokolle vom 08. und 22.07.1744, Ratsgerichtsprotokoll vom 08.08.1744
Beklagter: Johann Friedrich Frick, Georg Hartwig Deutsch und andere Bürger ersten Standes (Kl. in 1. Instanz)
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Dr. Anthon Christoph Gröning (A & P) Bekl.: Dr. Christian Daniel Schlaff (A & P)
Fallbeschreibung: Nach Bitten der Kl. um Fristverlängerung vom 17.10. und der Bekl. auf Befristung vom selben Tag, fordert das Tribunal Kl. am 19.10. auf, binnen 8 Tagen ihren Schriftsatz einzureichen. Am 26.10. tragen Kl. vor, daß Bekl. in ihre alten Rechte bei Post und Transport eingegriffen hätten. Bis zum Nordischen Krieg hätten Kl. in einer bestimmten Reihenfolge Aufträge vom Postkontor zum Transport von Reisenden und Waren erhalten, im Krieg seien ihre Pferde abgeschafft worden, nun wollte der Rat das Reihefuhrwesen" wieder einrichten, Bekl. forderten aber, daran beteiligt zu werden. Nachdem man sich vor dem Gewett bereits auf die hälftige Gründung einer Fuhrkompanie geeinigt hatte, fordern Bekl. für sich das alleinige Recht, die lukrativen Fuhren durchführen zu dürfen und werden durch den Rat darin bestärkt. Kl. appellieren daher an das Tribunal, erinnern an ihre alten Rechte und bitten, an den Fuhren weiterhin beteiligt zu werden. Am 30.10. beauftragt das Tribunal den Rat, Kl. weiterhin an den Fuhren zu beteiligen, sobald Kl. die Voraussetzungen dazu geschaffen haben.
Instanzenzug: 1. Gewett 1744 2. Ratsgericht 1744 3. Tribunal 1744
Prozessbeilagen: (7) Urteil des Ratsgerichts vom 05.09.1744; von Notar Joachim Christoph Lehmann aufgenommene Appellation vom 08.09.1744; Gewettsprotokolle vom 08. und 22.07.1744, Ratsgerichtsprotokoll vom 08.08.1744
Akten
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
29.10.2025, 11:27 MEZ