Besteuerung der Dominikalrenten der Kirche in Artelshofen
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E 49/II Nr. 2626
E 49/II Holzschuher/Akten und Rechnungen
Holzschuher/Akten und Rechnungen
1814 - 1831
Enthält:
1814 bis 1816: Schriftverkehr der Hofmarktsverwaltung Artelshofen mit dem Rentamt Sulzbach.
Die Finanzdirektion Regensburg versucht über das Rentamt Sulzbach, wie für Hirschbach auch die Dominikalrenten in Kirchensittenbach und Artelshofen zu besteuern.
In Artelshofen ist Gerichtshalter (Johann Wilhelm) Köhler tätig, der darauf hinweist, dass Artelshofen zum Steuerdistrikt des Rentamts Hersbruck gehört, wohin auch die Steuern abgeführt wurden.
Intern vermutet Köhler, es könne sich um eine Verwechslung Artelshofens mit Hirschbach handeln.
Sulzbach hingegen verweist darauf, dass Artelshofen Dominikalrenten aus Großmeinfeld bezieht, welches im Steuerdistrikt Hartenstein liegt.
Köhler vermutet, es sei der Hof in Großmeinfeld gemeint, den der Wolter (= Hans Wolder) besessen hat, der 1 Fässlein Korn zu liefern hatte. Möglicherweise seien Untertanen des Herrn Scheuerl zu Vorra gemeint, der in Großmeinfeld Untertanen hat.
1817 bis 1831:
Klage der Rentenverwaltung Artelshofen vor dem Landgericht Lauf wegen der Gefällrückstände des Johann Mitterer zu Kersbach für eine Wiese.
Ab 1827 auch wegen der Rückstände des Hans Wolder in Großmeinfeld für ein Grundstück. Laut Schreiben des Rentamts Hersbruck handelt es sich bei dem Grundstück des Mitterer um ein königliches Erbzinslehen, weswegen die Rentenverwaltung Artelshofen nachzuweisen hätte, dass ihr diese Forderung aus diesem Lehen zusteht.
Forderung des Rentamts Sulzbach als königliche Extraditionskommission an die Rentenverwaltung Artelshofen wegen der o.e. Rückstände.
Laut Antwort - gez. (Karl Friedrich) Falkner - gehören die Gefälle zur Pfarrstiftung Artelshofen.
Das Landgericht Sulzbach beharrt auf seinem Standpunkt und verweist darauf, dass in den vorliegenden Kaufbriefen von Reichnissen an die Kirche Artelshofen nichts erwähnt ist.
1831 wird an den Hersbrucker Amtsboten Methsieder, der die Exekution durchführen sollte, eine Summe durch Falkner wegen der Rückstände des Wolder gezahlt.
1814 bis 1816: Schriftverkehr der Hofmarktsverwaltung Artelshofen mit dem Rentamt Sulzbach.
Die Finanzdirektion Regensburg versucht über das Rentamt Sulzbach, wie für Hirschbach auch die Dominikalrenten in Kirchensittenbach und Artelshofen zu besteuern.
In Artelshofen ist Gerichtshalter (Johann Wilhelm) Köhler tätig, der darauf hinweist, dass Artelshofen zum Steuerdistrikt des Rentamts Hersbruck gehört, wohin auch die Steuern abgeführt wurden.
Intern vermutet Köhler, es könne sich um eine Verwechslung Artelshofens mit Hirschbach handeln.
Sulzbach hingegen verweist darauf, dass Artelshofen Dominikalrenten aus Großmeinfeld bezieht, welches im Steuerdistrikt Hartenstein liegt.
Köhler vermutet, es sei der Hof in Großmeinfeld gemeint, den der Wolter (= Hans Wolder) besessen hat, der 1 Fässlein Korn zu liefern hatte. Möglicherweise seien Untertanen des Herrn Scheuerl zu Vorra gemeint, der in Großmeinfeld Untertanen hat.
1817 bis 1831:
Klage der Rentenverwaltung Artelshofen vor dem Landgericht Lauf wegen der Gefällrückstände des Johann Mitterer zu Kersbach für eine Wiese.
Ab 1827 auch wegen der Rückstände des Hans Wolder in Großmeinfeld für ein Grundstück. Laut Schreiben des Rentamts Hersbruck handelt es sich bei dem Grundstück des Mitterer um ein königliches Erbzinslehen, weswegen die Rentenverwaltung Artelshofen nachzuweisen hätte, dass ihr diese Forderung aus diesem Lehen zusteht.
Forderung des Rentamts Sulzbach als königliche Extraditionskommission an die Rentenverwaltung Artelshofen wegen der o.e. Rückstände.
Laut Antwort - gez. (Karl Friedrich) Falkner - gehören die Gefälle zur Pfarrstiftung Artelshofen.
Das Landgericht Sulzbach beharrt auf seinem Standpunkt und verweist darauf, dass in den vorliegenden Kaufbriefen von Reichnissen an die Kirche Artelshofen nichts erwähnt ist.
1831 wird an den Hersbrucker Amtsboten Methsieder, der die Exekution durchführen sollte, eine Summe durch Falkner wegen der Rückstände des Wolder gezahlt.
Archivale
Indexbegriff Person: Falkner, Karl Friedrich
Indexbegriff Person: Köhler, Johann Wilhelm
Indexbegriff Person: Methsieder, N (Hersbruck)
Indexbegriff Person: Mitterer, Johann
Indexbegriff Person: Scheurl, Familie
Indexbegriff Person: Wolder, Hans
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Kirchengerechtigkeit
Indexbegriff Person: Köhler, Johann Wilhelm
Indexbegriff Person: Methsieder, N (Hersbruck)
Indexbegriff Person: Mitterer, Johann
Indexbegriff Person: Scheurl, Familie
Indexbegriff Person: Wolder, Hans
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Kirchengerechtigkeit
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Exekution
Zahlung
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
05.06.2025, 1:00 PM CEST
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- Stadtarchiv Nürnberg (Archivtektonik)
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- E 49/II - Familienarchiv Holzschuher / Akten und Rechnungen (Archival tectonics)
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