Dekan Dr. jur. Valentin Moller, Senior Julius Everdes und das
Kapitel des Stifts st. Blasii zu Brschg. übertragen eine Hofstätte und 4 1/2
Hufe vor Schöppenstedt, Erbenzinsgut des Stifts (3 Scheffel Roggen
Erbenzins), die zur Zeit die Wittwe Henning Wessarges unter dem Pfluge hat,
an Anton von der Streithorst, Braunschw. Statthalter, Hofrichter und Geh.
Kammerrath, erbgesessen zu Schliestedt und Küblingen, nachdem sie Christoph
v. Hammenstedt derselben mit Hülfe des Amts Wolfenbüttel entsetzt hatten.
Die Güter waren den von Schöppenstedt, Patriciern zu Brschg., als
Erbenzinsgut überlassen und bis 1605 war der Erbenzins gezahlt. Nach dem
Tode Cord's von Schöppenstedt, Bürgermeisters, weigert sich sein Sohn Hans
v. Sch. den Zins zu zahlen, und es stellt sich heraus, daß Cord v. Sch. die
Güter 1564 ohne Wissen des Stifts an den verstorbenen Bürgermeister Gerleff
Kalen für eine bedeutende Summe verpfändet hat, welche sie 1596 auf seinen
Tochtermann Christoph v. Hommenstedt übertragen, der sie für allodial
erklärte. Gegeben nach Christi geburt 1618 Freitages fur Medardi der 5. tagh
Junii. Gerichtssiegel des Stifts verletzt an Pergament.