Bischofferode-Brandt: Nachlass Horst Böhme (Bestand)
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340 Böhme
Hessisches Staatsarchiv Marburg (Archivtektonik) >> Gliederung >> Nichtstaatliche Archive und Deposita >> Familienarchive und Nachlässe >> Bischofferode-Brandt
1908-1993
Enthält: Wissenschaftliche, dienstliche und private Korrespondenz des Horst Böhme (1908-1996), Professor für Pharmazeutische Chemie und Lebensmittelchemie an der Universität Marburg.
Geschichte des Bestandsbildners: Horst Böhme, geb. am 30. 9. 1908 in Bernau bei Berlin, gest. 1996, stammte aus einer alten Apothekerfamilie, deren Papiere erhalten sind. Nach einem Studium von Pharmazie, Chemie und Lebensmittelchemie an den Universitäten München und Berlin, der Promotion an der Universität München 1931 und der Habilitation 1938 an der Universität Berlin für das Fach Chemie, wurde er dort 1944 zum apl. Professor ernannt und nahm im SS 1946 einen Ruf an die Universität Marburg an. Hier blieb er bis zu seiner Emeritierung tätig. Er war 1951/52 Dekan der Phil. Fak. und wurde für das Amtsjahr 1961/62 zum Rektor der Universität Marburg gewählt.
Seit 1960 war er Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher (Leopoldina) in Halle, auch andere Ehrungen erreichten ihn. Der Nachlaß Böhme im Staatsarchiv Marburg enthält Papiere, die während Böhmes amtlichen Wirken der Universität Marburg und in Verbindung mit seiner Forschungs- und Gutachtertätigkeit entstanden sind. Wegen der Kassationen im Best. 307e Naturwissenschaftliche Fakultät dürfte der Nachlaß für die Erforschung der Universitätsgeschichte rasch Bedeutung gewinnen. (Die Aktenordner enthalten jeweils ein genaues Inhaltverzeichnis.) Die Zugänglichkeit zu den Papieren ist durch die Benutzungsordnung des Staatsarchivs geregelt.
Lit.: I. Auerbach, Catalogus professorum academiae Marburgensis. Die akademischen Lehrer der Philipps-universität Marburg, Bd. 2-3, = Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen, Bd. XV,2 und XV,3, Marburg 1979, 1994.
Findmittel: HADIS-Datenbank (Retrokonversion eines Übersichtsverzeichnisses von Inge Auerbach mit Nachträgen von Helmut Klingelhöfer)
Referent: Herr Klingelhöfer
Zusatzinformationen: Letzte Aktualisierung: 14.8.2014
Geschichte des Bestandsbildners: Horst Böhme, geb. am 30. 9. 1908 in Bernau bei Berlin, gest. 1996, stammte aus einer alten Apothekerfamilie, deren Papiere erhalten sind. Nach einem Studium von Pharmazie, Chemie und Lebensmittelchemie an den Universitäten München und Berlin, der Promotion an der Universität München 1931 und der Habilitation 1938 an der Universität Berlin für das Fach Chemie, wurde er dort 1944 zum apl. Professor ernannt und nahm im SS 1946 einen Ruf an die Universität Marburg an. Hier blieb er bis zu seiner Emeritierung tätig. Er war 1951/52 Dekan der Phil. Fak. und wurde für das Amtsjahr 1961/62 zum Rektor der Universität Marburg gewählt.
Seit 1960 war er Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher (Leopoldina) in Halle, auch andere Ehrungen erreichten ihn. Der Nachlaß Böhme im Staatsarchiv Marburg enthält Papiere, die während Böhmes amtlichen Wirken der Universität Marburg und in Verbindung mit seiner Forschungs- und Gutachtertätigkeit entstanden sind. Wegen der Kassationen im Best. 307e Naturwissenschaftliche Fakultät dürfte der Nachlaß für die Erforschung der Universitätsgeschichte rasch Bedeutung gewinnen. (Die Aktenordner enthalten jeweils ein genaues Inhaltverzeichnis.) Die Zugänglichkeit zu den Papieren ist durch die Benutzungsordnung des Staatsarchivs geregelt.
Lit.: I. Auerbach, Catalogus professorum academiae Marburgensis. Die akademischen Lehrer der Philipps-universität Marburg, Bd. 2-3, = Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen, Bd. XV,2 und XV,3, Marburg 1979, 1994.
Findmittel: HADIS-Datenbank (Retrokonversion eines Übersichtsverzeichnisses von Inge Auerbach mit Nachträgen von Helmut Klingelhöfer)
Referent: Herr Klingelhöfer
Zusatzinformationen: Letzte Aktualisierung: 14.8.2014
2,16 MM
Bestand
Korrespondierende Archivalien: Das Familienarchiv Böhme befindet sich im Stadtarchiv Bernau, apothekengeschichtliches Material aus der Familie im Apothekenmuseum in Berlin.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
10.06.2025, 08:12 MESZ