Jakob Keller, Bürger zu Ravensburg, verkauft Erhard [Fridang], Abt, und dem Konvent von Weingarten für 1300 lb d Ravensburger Währung seine Güter in Vorsee ("Forstse"), namentlich den Werdenhof, zwei Gütlein auf dem Bach und zwei weitere Gütlein, das Gut, das früher Schöferli bewirtschaftet hat, den Weiher am Blasenberg und die Mühlstatt daselbst. Die genannten Güter waren Lehen vom Bischof bzw. Domstift Konstanz, wurden aber dem Aussteller geeignet. Verkauft werden ferner das Fischgrüblein im Esch sowie die Wälder Jungholz, Schönenberg, Dornach, Blasenberg, ein Drittel am Zehnten auf Heggelbachs ("Häggelbachs") Gut, Blumers Gut, Schöferlis Gut, Hagenbachs Gut sowie auf Äckern, die in den Werdenhof gehören. Gewerbürgen sind Klaus Stoß und Konrad Täschler, Schwäger des Ausstellers und ebenfalls Bürger zu Ravensburg.
Vollständigen Titel anzeigen
Jakob Keller, Bürger zu Ravensburg, verkauft Erhard [Fridang], Abt, und dem Konvent von Weingarten für 1300 lb d Ravensburger Währung seine Güter in Vorsee ("Forstse"), namentlich den Werdenhof, zwei Gütlein auf dem Bach und zwei weitere Gütlein, das Gut, das früher Schöferli bewirtschaftet hat, den Weiher am Blasenberg und die Mühlstatt daselbst. Die genannten Güter waren Lehen vom Bischof bzw. Domstift Konstanz, wurden aber dem Aussteller geeignet. Verkauft werden ferner das Fischgrüblein im Esch sowie die Wälder Jungholz, Schönenberg, Dornach, Blasenberg, ein Drittel am Zehnten auf Heggelbachs ("Häggelbachs") Gut, Blumers Gut, Schöferlis Gut, Hagenbachs Gut sowie auf Äckern, die in den Werdenhof gehören. Gewerbürgen sind Klaus Stoß und Konrad Täschler, Schwäger des Ausstellers und ebenfalls Bürger zu Ravensburg.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 515 U 477
B 515 U 0477
Blitzenreuter Amt fasc. 020 n. 06
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 515 I Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden
Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden >> Urkunden
1439 April 23 (an sant Jörgen des hailigen ritters tag)
42,2 x 67 (Höhe x Breite)
Urkunden
Deutsch
Ausstellungsort: Ravensburg
Aussteller: Jakob Keller, Bürger zu Ravensburg
Empfänger: Erhard [Fridang], Abt, und der Konvent von Weingarten
Siegler: Aussteller und Bürgen, Hans Zürcher, Bürgermeister, und Paul Schindelin, Stadtammann in Ravensburg
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 5 S., 1 abg., 1 besch.
Aussteller: Jakob Keller, Bürger zu Ravensburg
Empfänger: Erhard [Fridang], Abt, und der Konvent von Weingarten
Siegler: Aussteller und Bürgen, Hans Zürcher, Bürgermeister, und Paul Schindelin, Stadtammann in Ravensburg
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 5 S., 1 abg., 1 besch.
Blumer
Hagenbach
Häggelbach
Heggelbach
Keller, Jakob
Schöferli
Stoß, Klaus
Täschler, Konrad
Blasenberg : Vorsee, Wolpertswende RV
Blumers Gut : Vorsee, Wolpertswende RV
Forstsee = Vorsee : Wolpertswende RV
Hagenbachs Gut : Vorsee, Wolpertswende RV
Häggelbachs Gut : Vorsee, Wolpertswende RV
Konstanz KN; Bischof
Konstanz KN; Bistum, Lehen
Konstanz KN; Domstift
Ravensburg RV; Einwohner
Ravensburg RV; Währung
Schöferlis Gut : Vorsee, Wolpertswende RV
Vorsee : Wolpertswende RV
Vorsee : Wolpertswende RV; Einwohner
Vorsee : Wolpertswende RV; Mühle
Weingarten RV; Kloster, Abt und Konvent
Werdenhof : Vorsee, Wolpertswende RV
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:22 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik)
- Neuwürttembergische Herrschaften vor 1803/1806-1810 (Tektonik)
- Bistümer, Stifte, Klöster und Pfarreien (Tektonik)
- Augustinerkloster Kreuzlingen - Restituierte Klöster (Tektonik)
- Weingarten, Benediktinerkloster (Bestand)
- Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden (Bestand)
- Urkunden (Gliederung)