Wilhelmine von Waldenfels geb. von Schmidberg verkauft das ihr zustehende Drittel am Zehnt zu Ittlingen samt Pertinenzen ¿ ein 1766 erbautes Wohnhaus mit Keller, eine große Scheune, zwei Tennen, Pferde-, Vieh- und Schweinestallungen, eine Bannkelter (für alle Ittlinger Weinberge), rund 10 ¾ Morgen Äckern, rund 9 ½ Morgen Wiesen, rund 3 ¼ Morgen Gärten, rund 72 ½ Morgen Wald, näher bezeichnete Heller-, Eier-, Korn-, Dinkel-, Hafer- und Erbsenzinse, dazu den großen Fruchtzehnt sowie den Heu-, Klein- und Blutzehnt (von letzteren bezieht die Pfarrei ein Drittel) und zugehöriges Geschirr ¿ um 30000 Gulden an Philipp Freiherrn von Gemmingen zu Guttenberg, Ritterhauptmann des Kantons Odenwald. Die Verkäuferin quittiert über die Kaufsumme und leistet Währschaft, insbesondere hinsichtlich des beim Reichshofrat anhängigen Prozesses der Gemeinde Ittlingen wegen des dortigen Kirchenbaus. Nachdem mit Johann Friedrich Karl der letzte Agnat der freiherrlichen Familie von Schmidberg gestorben und dessen Nachlaß aufgrund des kaiserlich bestätigten Erbvertrags vom 3. September 1778 den weiblichen Nachkommen ¿ Wilhelmine Freifrau von Waldenfels, Christiane Freifrau Kechler [von Schwandorf] und Freifrau von Hygle, Schwestern geb. von Schmidberg ¿ zugefallen ist, haben die Frauen von Kechler und von Hygle die ihnen gehörigen zwei Drittel des Zehnten bereits unterm 26. März 1779 an Philipp von Gemmingen verkauft.