C Rep. 721 Büro Berliner Festtage (Bestand)
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C Rep. 721
Landesarchiv Berlin (Archivtektonik) >> C Bestände (Ost-) Berliner Behörden bis 1990 >> C 2 Magistrat von Berlin und nachgeordnete Einrichtungen >> C 2.2 Nachgeordnete Einrichtungen
Vorwort: C Rep. 721 Büro Berliner Festtage
1. Geschichte
Mit dem Beschluss Nr. 878/ 56 des Magistrats von Berlin, Hauptstadt der DDR, vom 28. Dezember 1956 wurde die Durchführung jährlich stattfindender "Berliner Festtage", beginnend mit dem Jahre 1957, bestimmt.
Diese "Berliner Festtage" sollten Theater- und Kabarettaufführungen, Darbietungen des künstlerischen Tanzes sowie Varieté- und Zirkusvorstellungen, Konzerte, Filmvorführungen, Ausstellungen der bildenden Kunst und Veranstaltungen der Volkskunst umschließen.
Zur ständigen Vorbereitung wurde ein Organisationsbüro als nachgeordnete Einrichtung der Abteilung Kultur des Magistrats von Berlin gebildet, und mit dem Magistratsbeschluss Nr. 15 vom 24. Januar 1958 erhielt das "Büro Berliner Festtage" vier Planstellen. Zudem wurde ein "Künstlerischer Beirat" beschlossen, der, zusammengesetzt aus führenden Persönlichkeiten des kulturellen Lebens, das Büro unterstützen sollte.
1961 legte der Magistrat mit dem Beschluss Nr. 197 vom 14. Juli die Gründung des Kuratoriums "Berliner Festtage" fest, dessen Mitglieder durch den Magistrat berufen wurden. Das Kuratorium unterstützte und beaufsichtigte die Vorbereitung und Durchführung der Berliner Festtage. Seine Aufgaben bestanden in der Mithilfe bei der Erarbeitung der politisch-ideologischen Konzeption, der Grundsätze für die Programmgestaltung, der Disposition für die Festbroschüre und der jährlichen Einschätzung der Berliner Festtage.
Boten die jeweils im Herbst stattfindenden Festtage neben Aufführungen internationaler Ensembles, v. a. aus Osteuropa, auch Volkskunst oder Gegenwartsdramatik von Künstlern der DDR, gastierten ab den 1970er Jahren zunehmend auch Künstler aus Westeuropa in der Hauptstadt der DDR.
Neben der Aufgabe der Organisation der Berliner Festtage, hatte das Büro die jährlichen Pressekonferenzen des Ministers für Kultur der DDR vorzubereiten. Von 1974 bis 1980 war die Einrichtung außerdem verantwortlich für die Durchführung der "Tage" der sozialistischen Hauptstädte in Berlin und der "Berliner Tage" in den sozialistischen Hauptstädten.
Der seit 1967 amtierende Direktor Wolfgang Lippert (27.10.1924 - 28.05.1995) wurde nach seinem Eintritt in den Ruhestand im Jahre 1987 von Karin Müller abgelöst.
Die letzten "Berliner Festtage" fanden vom 29. September bis zum 14. Oktober 1990 statt.
Da in Westberlin mit den "Berliner Festwochen" eine vergleichbare Einrichtung bestand, wurde das "Büro Berliner Festtage" zum 15. Dezember 1990 aufgelöst.
2. Bestandsinformation
Durch wiederholte Wasserschäden gingen große Teile der Registratur verloren.
Die verbliebene Überlieferung gelangte von 1987 bis 1990 in das Stadtarchiv Berlin und wurde hier im Jahre 1990 erschlossen. Das damalige Findmittel ist nun in die Datenbank Augias 8.1 retrokonvertiert worden und bildet die Grundlage für dieses Findbuch.
Die Überlieferung umfasst 72 Akten (0,75 lfm) und dokumentiert einen Zeitraum von 1957 bis 1990.
Der Bestand ist wie folgt zu zitieren: Landesarchiv Berlin, C Rep. 721, Nr. xx
Einige Akten sind auf Grund archivgesetzlicher Bestimmungen bzw. der EU-Datenschutz-Grundverordnung für die Benutzung befristet gesperrt. Eine Verkürzung der Schutzfristen kann auf Antrag erfolgen. Dazu bedarf es der besonderen Zustimmung des Landesarchivs Berlin. [Ergänzung 2017]
3. Verweise
LAB C Rep. 100-05 Magistrat von Berlin, Büro des Magistrats
LAB C Rep. 121 Magistrat von Berlin, Abteilung Kultur
Berlin, Oktober 2009 Heike Schroll
1. Geschichte
Mit dem Beschluss Nr. 878/ 56 des Magistrats von Berlin, Hauptstadt der DDR, vom 28. Dezember 1956 wurde die Durchführung jährlich stattfindender "Berliner Festtage", beginnend mit dem Jahre 1957, bestimmt.
Diese "Berliner Festtage" sollten Theater- und Kabarettaufführungen, Darbietungen des künstlerischen Tanzes sowie Varieté- und Zirkusvorstellungen, Konzerte, Filmvorführungen, Ausstellungen der bildenden Kunst und Veranstaltungen der Volkskunst umschließen.
Zur ständigen Vorbereitung wurde ein Organisationsbüro als nachgeordnete Einrichtung der Abteilung Kultur des Magistrats von Berlin gebildet, und mit dem Magistratsbeschluss Nr. 15 vom 24. Januar 1958 erhielt das "Büro Berliner Festtage" vier Planstellen. Zudem wurde ein "Künstlerischer Beirat" beschlossen, der, zusammengesetzt aus führenden Persönlichkeiten des kulturellen Lebens, das Büro unterstützen sollte.
1961 legte der Magistrat mit dem Beschluss Nr. 197 vom 14. Juli die Gründung des Kuratoriums "Berliner Festtage" fest, dessen Mitglieder durch den Magistrat berufen wurden. Das Kuratorium unterstützte und beaufsichtigte die Vorbereitung und Durchführung der Berliner Festtage. Seine Aufgaben bestanden in der Mithilfe bei der Erarbeitung der politisch-ideologischen Konzeption, der Grundsätze für die Programmgestaltung, der Disposition für die Festbroschüre und der jährlichen Einschätzung der Berliner Festtage.
Boten die jeweils im Herbst stattfindenden Festtage neben Aufführungen internationaler Ensembles, v. a. aus Osteuropa, auch Volkskunst oder Gegenwartsdramatik von Künstlern der DDR, gastierten ab den 1970er Jahren zunehmend auch Künstler aus Westeuropa in der Hauptstadt der DDR.
Neben der Aufgabe der Organisation der Berliner Festtage, hatte das Büro die jährlichen Pressekonferenzen des Ministers für Kultur der DDR vorzubereiten. Von 1974 bis 1980 war die Einrichtung außerdem verantwortlich für die Durchführung der "Tage" der sozialistischen Hauptstädte in Berlin und der "Berliner Tage" in den sozialistischen Hauptstädten.
Der seit 1967 amtierende Direktor Wolfgang Lippert (27.10.1924 - 28.05.1995) wurde nach seinem Eintritt in den Ruhestand im Jahre 1987 von Karin Müller abgelöst.
Die letzten "Berliner Festtage" fanden vom 29. September bis zum 14. Oktober 1990 statt.
Da in Westberlin mit den "Berliner Festwochen" eine vergleichbare Einrichtung bestand, wurde das "Büro Berliner Festtage" zum 15. Dezember 1990 aufgelöst.
2. Bestandsinformation
Durch wiederholte Wasserschäden gingen große Teile der Registratur verloren.
Die verbliebene Überlieferung gelangte von 1987 bis 1990 in das Stadtarchiv Berlin und wurde hier im Jahre 1990 erschlossen. Das damalige Findmittel ist nun in die Datenbank Augias 8.1 retrokonvertiert worden und bildet die Grundlage für dieses Findbuch.
Die Überlieferung umfasst 72 Akten (0,75 lfm) und dokumentiert einen Zeitraum von 1957 bis 1990.
Der Bestand ist wie folgt zu zitieren: Landesarchiv Berlin, C Rep. 721, Nr. xx
Einige Akten sind auf Grund archivgesetzlicher Bestimmungen bzw. der EU-Datenschutz-Grundverordnung für die Benutzung befristet gesperrt. Eine Verkürzung der Schutzfristen kann auf Antrag erfolgen. Dazu bedarf es der besonderen Zustimmung des Landesarchivs Berlin. [Ergänzung 2017]
3. Verweise
LAB C Rep. 100-05 Magistrat von Berlin, Büro des Magistrats
LAB C Rep. 121 Magistrat von Berlin, Abteilung Kultur
Berlin, Oktober 2009 Heike Schroll
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Für nähere Informationen zu Nutzungs- und Verwertungsrechten kontaktieren Sie bitte info@landesarchiv.berlin.de.
22.08.2025, 11:21 MESZ