Fornikationsfall der Anna Mayer von Unterartelshofen und des Georg Michael Herbst von Henfenfeld, derzeit in Vorra
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E 49/II Nr. 1735
E 49/II Holzschuher/Akten und Rechnungen
Holzschuher/Akten und Rechnungen
21.01.1780 - 24.01.1780
Enthält:
1780 Januar 21: Verhörprotokoll, Artelshofen.
Die 28-jährige Anna Meier (= Mayer), Tochter des Johann (= Hans) Mayer zu Unterartelshofen gibt an, von dem Webergesellen Georg Michael Herbst von Henfenfeld, derzeit bei dem Webermeister Leonhard Schramm in Vorra tätig, schwanger zu sein. Ein Eheversprechen habe er nicht gegeben, aber sie verlange die Ehe.
1780 Januar 23: Verhörprotokoll (Kopie), Vorra, in Anwesenheit des Hofmarkrichters Johann Georg Fleischmann und der Gerichtsschöffen Georg Niederold (= Niederolt) und Friedrich Schramm.
Der 24-jährige Georg Michael Herbst, Sohn des verstorbenen Webermeisters Johann Michael Herbst zu Henfenfeld, gesteht alles und begehrt seinerseit die Ehe.
1780 Januar 24: Schreiben des Verwalters Johann Conrad Gröschel, Artelshofen, an Herrn Kriegsrat Johann Sigmund Haller, Nürnberg.
Anbei das Protokoll der Vernehmung der Mayer sowie dasjenige des Herbst in Kopie.Frage, was die Fornikantin als Strafe zahlen soll. - Am Rande in Blei: 6 - 8 fl.
1780 Januar 21: Verhörprotokoll, Artelshofen.
Die 28-jährige Anna Meier (= Mayer), Tochter des Johann (= Hans) Mayer zu Unterartelshofen gibt an, von dem Webergesellen Georg Michael Herbst von Henfenfeld, derzeit bei dem Webermeister Leonhard Schramm in Vorra tätig, schwanger zu sein. Ein Eheversprechen habe er nicht gegeben, aber sie verlange die Ehe.
1780 Januar 23: Verhörprotokoll (Kopie), Vorra, in Anwesenheit des Hofmarkrichters Johann Georg Fleischmann und der Gerichtsschöffen Georg Niederold (= Niederolt) und Friedrich Schramm.
Der 24-jährige Georg Michael Herbst, Sohn des verstorbenen Webermeisters Johann Michael Herbst zu Henfenfeld, gesteht alles und begehrt seinerseit die Ehe.
1780 Januar 24: Schreiben des Verwalters Johann Conrad Gröschel, Artelshofen, an Herrn Kriegsrat Johann Sigmund Haller, Nürnberg.
Anbei das Protokoll der Vernehmung der Mayer sowie dasjenige des Herbst in Kopie.Frage, was die Fornikantin als Strafe zahlen soll. - Am Rande in Blei: 6 - 8 fl.
Archivale
Indexbegriff Person: Fleischmann, Johann Georg
Indexbegriff Person: Gröschel, Johann Konrad
Indexbegriff Person: Haller, Johann Sigmund
Indexbegriff Person: Herbst, Georg Michael
Indexbegriff Person: Herbst, Johann Michael
Indexbegriff Person: Mayer, Anna
Indexbegriff Person: Mayer, Hans
Indexbegriff Person: Niederolt, Georg
Indexbegriff Person: Schramm, Friedrich
Indexbegriff Person: Schramm, Leonhard
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Fornikationen
Indexbegriff Person: Gröschel, Johann Konrad
Indexbegriff Person: Haller, Johann Sigmund
Indexbegriff Person: Herbst, Georg Michael
Indexbegriff Person: Herbst, Johann Michael
Indexbegriff Person: Mayer, Anna
Indexbegriff Person: Mayer, Hans
Indexbegriff Person: Niederolt, Georg
Indexbegriff Person: Schramm, Friedrich
Indexbegriff Person: Schramm, Leonhard
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Fornikationen
Artelshofen
Artelshofen - Unteres Dorf
Henfenfeld
Vorra
Fornikation
Verhör
Protokoll
Webergeselle
Schwängerung
Webermeister, Vorra
Heiratsbegehren
Hofmarksrichter, Vorra
Gerichtsschöffe Vorra
Webermeister, Henfenfeld
Verwalter Artelshofen
Kriegsrat
Fornikationsstrafe
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.06.2025, 13:01 MESZ