Kurfürst Philipp von der Pfalz bekundet, dass seine Räte die Gesandten seines Vetters Johann I. von Pfalz-Simmern (hertzog Johannsen) und des Tals zu Bolanden einerseits und jene des Graf Johann Ludwig von Nassau und der von Kirchheimbolanden (Kircheim) andererseits zum heutigen Tag verhört und wegen ihrer Irrungen um Wälder, Weidegang, Beholzung und Rode (rodern) in der Gemarkung zu Kirchheimbolanden einen Austrag beredet haben. Beide Parteien sollen auf eigene Kosten zwei Zusätze (ir frund) zum Obmann Friedrich Kämmerer von Dalberg, Ritter, hinzufügen. Die Schiedsleute sollen die Sache verhören, in Augenschein nehmen und die Parteien gütlich oder rechtlich unter Rechtsmittelverzicht vertragen. Der Obmann soll bis Mittfasten einen Tag zu Alzey anberaumen. Der endliche Austrag ist binnen Jahresfrist vorzunehmen, Obmann und Zusätze sind bei Ausfall zu ersetzen. Beide Parteien erhalten eine Ausfertigung des Anlasses. Darunter Vermerk, dass Herzog Johann den Austrag angenommen und Johann [Brenner] von Löwenstein (Lewenstein) bevollmächtigt hat (uff ein credentz) unter dem Vorbehalt (doch damit protestirt), dass in der Urkunde die Worte Kirchheimer Mark nicht zuträfen, sondern dort Schloss [Neu-Bolanden] und Tal Bolanden stehen sollte. Darunter weiterer Vermerk, dass die von Nassau den Austrag angenommen und dazu Swicker von Sickingen und Johann von Helmstatt am Freitag nach Pfingsten 1496 [27.05.1496] verordnet haben, sie sich durch die "protestation" Herzog Johanns nicht beirren lassen wollen.
Vollständigen Titel anzeigen
Kurfürst Philipp von der Pfalz bekundet, dass seine Räte die Gesandten seines Vetters Johann I. von Pfalz-Simmern (hertzog Johannsen) und des Tals zu Bolanden einerseits und jene des Graf Johann Ludwig von Nassau und der von Kirchheimbolanden (Kircheim) andererseits zum heutigen Tag verhört und wegen ihrer Irrungen um Wälder, Weidegang, Beholzung und Rode (rodern) in der Gemarkung zu Kirchheimbolanden einen Austrag beredet haben. Beide Parteien sollen auf eigene Kosten zwei Zusätze (ir frund) zum Obmann Friedrich Kämmerer von Dalberg, Ritter, hinzufügen. Die Schiedsleute sollen die Sache verhören, in Augenschein nehmen und die Parteien gütlich oder rechtlich unter Rechtsmittelverzicht vertragen. Der Obmann soll bis Mittfasten einen Tag zu Alzey anberaumen. Der endliche Austrag ist binnen Jahresfrist vorzunehmen, Obmann und Zusätze sind bei Ausfall zu ersetzen. Beide Parteien erhalten eine Ausfertigung des Anlasses. Darunter Vermerk, dass Herzog Johann den Austrag angenommen und Johann [Brenner] von Löwenstein (Lewenstein) bevollmächtigt hat (uff ein credentz) unter dem Vorbehalt (doch damit protestirt), dass in der Urkunde die Worte Kirchheimer Mark nicht zuträfen, sondern dort Schloss [Neu-Bolanden] und Tal Bolanden stehen sollte. Darunter weiterer Vermerk, dass die von Nassau den Austrag angenommen und dazu Swicker von Sickingen und Johann von Helmstatt am Freitag nach Pfingsten 1496 [27.05.1496] verordnet haben, sie sich durch die "protestation" Herzog Johanns nicht beirren lassen wollen.
Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Nr. 824, 197
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Kopialbücher
Kopialbücher >> Weltliche Territorien und Herrschaften >> Kurpfalz >> Einzelne Pfalzgrafen und Kurfürsten >> Philipp >> Entscheide, Anlässe und Verträge II (Kurfürst Philipps von der Pfalz) >> Urkunden
1496 November 21 (uff montag nach Elizabeth)
fol. 227v-228r
Urkunden
Ausstellungsort: [ohne Ort]
Siegler: Kurfürst Philipp von der Pfalz (aufgedrücktes Sekretsiegel)
Siegler: Kurfürst Philipp von der Pfalz (aufgedrücktes Sekretsiegel)
Kopfregest: "Anlaß zwuschen hertzog Hansen unnd grave Johan Ludwigen von Nassaw et cetera".
Brenner von Löwenstein, Johann; Herr zu Ulmen, Amtmann Johanns I. von Pfalz-Simmern zu Kreuznach, -1521
Helmstatt, Johann; Sohn des Jakob, Amtmann zu Saarbrücken und St. Johann, erw. 1481, 1496
Alzey AZ
Bolanden KIB
Kirchheimbolanden KIB
Neu-Bolanden, Burg bei Bolanden KIB
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
04.04.2025, 08:11 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe (Archivtektonik)
- Ältere Bestände (vornehmlich aus der Zeit des Alten Reichs) (Tektonik)
- Amtsbücher (Tektonik)
- Kopialbücher (Tektonik)
- Kopialbücher (Bestand)
- Weltliche Territorien und Herrschaften (Gliederung)
- Kurpfalz (Gliederung)
- Einzelne Pfalzgrafen und Kurfürsten (Gliederung)
- Philipp (Gliederung)
- Entscheide, Anlässe und Verträge II (Kurfürst Philipps von der Pfalz) (Archivale)
- Urkunden (Teil)
Public Domain Mark 1.0 Universell