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Die Bewegung im Kanton Landau, Untersuchungsakten und Beweisstücke
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Oberlandesgericht Zweibrücken, Akten >> 10 Prozessakten und -urteile >> 10.02 Verhandlungen über den Aufstand in der Pfalz in den Jahren 1848/49 >> 10.02.17 Revolutionäre Bewegung im Kanton Landau >> Die Bewegung im Kanton Landau, Untersuchungsakten und Beweisstücke
1849-01-01/1850-12-31
Enthält u.a.: Anzeigen, Anträge, Korrespondenzen etc. (Bl. 7 - 76); Zeugenvernehmungen (Bl. 77 - 174); Verleitung von Soldaten zur Fahnenflucht (Bl. 175 - 233); Berichte, überwiegend von Bürgermeisterämtern des Bezirks, darunter ein Verzeichnis derjenigen Einwohner von Herxheim, die an der hochverräterischen Bewegung tätigen Anteil genommen haben, und Schreiben des Bürgermeisters zu Worms vom 6. August 1849 mit einer Beschreibung des flüchtigen praktischen Arztes und Zeitungsredakteurs Dr. Ferdinand von Löhr aus Worms, der als Spion der Revolutionäre in die Festung Landau eingeschleust worden sein soll (Bl. 234 - 303); "Korrespondenzen" der Staatsbehörde (Bl. 314v - 319); Meldungen, Protokolle und Anzeigen der Gendarmerie, dabei ein Verzeichnis der Individuen aus Herxheim, Herxheimweiher, Offenbach, Rülzheim und Bellheim, die sich bei dem Aufstande beteiligt haben und inzwischen in ihre Heimat zurückgekehrt sind (Bl. 320 - 334); Vorführungs- und Verhaftsbefehle u.a. gegen: Bach, Heinrich Jakob, von Frankweiler, Mitglied der Rekrutierungskommission; Carli, Daguerrotipeur in Landau, insbesondere wegen Teilnahme an dem Zug nach Steinfeld; Clement, außerordentliches Mitglied der Militärkommission; Ehrstein, Louis, Schulkandidat, in Herxheim oder Landau; Geisert, Georg Michael, Student, aus Dammheim, Mitglied des Kantonalausschusses in Frankweiler, Mitglied der Rekrutierungskommission; Gerlach, Ludwig, aus Landau; Krez, Konrad, von Herxheim, wegen Wegnahme von Steuergeldern in Herxheim und Offenbach; Petersen, Karl, aus Landau, Freischarenoffizier; Pisoni, Peter, Freischarenleutnant in Neustadt, u.a. wegen Zerstörung von Brücken und Straßen, Vernichtung der Ernte etc.; Schmidtknecht, Jakob, Adjunkt in Leinsweiler; Schmitt, Philipp, Gutsbesitzer aus Landau, Schön, Jakob, von Landau; Walther, Josef, Tabaksfabrikant aus Godramstein (Bl. 335 - 355); Untersuchung gegen Friedrich Walther aus Walsheim wegen Verwundung des Nikolaus Reinhard aus Edenkoben am 7. Juni 1849 (Bl. 356 - 372); Nachsuchungsprotokoll bei dem Kantonalverteidigungsausschuß mit Sitz in Frankweiler (Bl. 373 -374); Untersuchung gegen Philipp Vögeli, Schullehrer in Offenbach, wegen Aufforderung zum Umsturz der Staatsverfassung und zum Aufruhr (Bl. 375 - 407); Untersuchung gegen Georg Peter Heß, Wingertsmann zu Siebeldingen, wegen angeblich bewaffneten Widerstandes bei einer Hausdurchsuchung (Bl. 408 - 420); Untersuchung gegen Friedrich Jakob Feinthel, Wirt zu Siebeldingen, wegen Mitgliedschaft im Kantonalausschuß (Bl. 421 - 434); Untersuchung gegen Philipp Jakob Beyersdörfer, Stückwerker auf der Ziegelhütte zu Siebeldingen, wegen angeblicher Verbergung eines desertierten Soldaten (Bl. 435 - 441); Zeugenverhör im Zusammenhang mit der Wegnahme von Effekten bei einem nächtlichen Angriff auf das Haus des pensionierten Hauptmanns Greil in Offenbach (Bl. 441 - 446); Untersuchung gegen Hugo Louis, Korporal der 10. Kompanie, wegen Überlaufens zu den Freischaren in Ludwigshafen und Beteiligung an der Organisation der Volkswehr (Bl. 447 - 450)
darin: An die Abgeordneten der Linken in der bayerischen Volkskammer. Freie Männer der Linken, Volksvertreter! (Adresse, zur Unterzeichnung im Umlauf vorgesehen, betreffend die Unterstützung im Kampf gegen die freiheitsfeindliche Staatsregierung), o. Herausgeberangabe, o.D. (1849), Druck 1 S. 33 x 20,5 cm (Bl. 183)
Oberlandesgericht Zweibrücken
450 Bl.
Sachakte
Die Digitalisierung wurde gefördert durch die Deutsche Digitale Bibliothek aus Mitteln des Programms „Neustart Kultur“ der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.