Kurfürst Philipp von der Pfalz bekundet, dass Meister Johannes Lentz von Heilbronn, Schulmeister zu Freiburg im Üechtland, und dessen Ehefrau Ottilia, Tochter seines Heidelberger Mühlmeisters Hans Eng, diesen als ihren Schwager und Vater um Unterstützung (stuwer und hilff) gebeten hatten, damit sie in ihrem Ehestand besser auskommen mögen, was Hans Eng verweigert hatte. Beide Seiten hatten einem Schied vor ihm und seinen Räten zugestimmt, wobei Hans Eng nicht aus Recht, sondern dem Pfalzgrafen zu Ehren etwas geben wollte, wenn man dahin entscheiden würde. Kurfürst Philipp und seine Räte haben entschieden, dass Hans den Eheleuten 10 Gulden geben soll. Diese haben die Eheleute empfangen, wobei Ottilia auf alles väterliches und mütterliches Erbe mit handgebender Treue verzichtet hat. Die Gabe der 10 Gulden soll Hans Eng an seinen Rechten unschädlich sein, insbesondere gegenüber seinen anderen Kindern.
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Kurfürst Philipp von der Pfalz bekundet, dass Meister Johannes Lentz von Heilbronn, Schulmeister zu Freiburg im Üechtland, und dessen Ehefrau Ottilia, Tochter seines Heidelberger Mühlmeisters Hans Eng, diesen als ihren Schwager und Vater um Unterstützung (stuwer und hilff) gebeten hatten, damit sie in ihrem Ehestand besser auskommen mögen, was Hans Eng verweigert hatte. Beide Seiten hatten einem Schied vor ihm und seinen Räten zugestimmt, wobei Hans Eng nicht aus Recht, sondern dem Pfalzgrafen zu Ehren etwas geben wollte, wenn man dahin entscheiden würde. Kurfürst Philipp und seine Räte haben entschieden, dass Hans den Eheleuten 10 Gulden geben soll. Diese haben die Eheleute empfangen, wobei Ottilia auf alles väterliches und mütterliches Erbe mit handgebender Treue verzichtet hat. Die Gabe der 10 Gulden soll Hans Eng an seinen Rechten unschädlich sein, insbesondere gegenüber seinen anderen Kindern.
Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Nr. 824, 31
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Kopialbücher
Kopialbücher >> Weltliche Territorien und Herrschaften >> Kurpfalz >> Einzelne Pfalzgrafen und Kurfürsten >> Philipp >> Entscheide, Anlässe und Verträge II (Kurfürst Philipps von der Pfalz) >> Urkunden
1491 November 23 (mitwochs nach Elisabeth)
fol. 23v-24r
Urkunden
Ausstellungsort: Heidelberg
Siegler: Kurfürst Philipp von der Pfalz (aufgedrücktes Sekretsiegel)
Siegler: Kurfürst Philipp von der Pfalz (aufgedrücktes Sekretsiegel)
Kopfregest: "Vertrag zuschen meister Johannes Lentz und siner hußfrauwen eins und Hans Engen mülmeister zu Heidelberg andersteils".
Eng, Hans; Erbmüller zu Weinheim, Müller zu Heidelberg, erw. 1465, 1499 tot
Eng, Ottilia; Tochter des Müllers Hans, m. Johannes Lentz von Heilbronn, erw. 1491
Lentz, Johannes, von Heilbronn; Schulmeister zu Freiburg im Üechtland, ex. Ottilia Eng, erw. 1491
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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