Franz Egle von Schaiblishausen (Schaibleshaußen) schließt [a] mit Barbara Schmuckherin, Witwe des Martin Ruepp zu Dettingen, [b] mit Michael Ruepp, Bauern zu Dettingen, [c] mit dem Gotteshaus St. Elisabeth zu Ehingen nachstehenden Heirats-, Übergabs-, Leibgedings- und Bestandskontrakt: [a] vereinbaren die Hochzeiter Franz Egle und Barbara Schmuckherin das beiderseitige Heiratsgut, wobei für die Versorgung der 5 Kinder (1 Bube, 4 Mägdle) erster Ehe der Hochzeiterin und für den Fall des Ablebens eines der Eheleute besondere Bestimmungen getroffen werden; [b] tritt Michael Ruepp an Franz Egle gegen ein für ihn und sein Eheweib Elisabetha geBürger Schänzin ausgemachtes Leibgedinge sein innegehabtes Lehngut ab, überläßt ihm das gesamte Inventar gegen halbe Entschädigung (weil er den halben Teil bereits durch den Heiratsvertrag von 1740 an seine <Söhnin>, die jetzige Hochzeiterin, zediert hatte) und verkauft ihm um 1900 fl. seine eigenen 13 1/2 J. Acker und 2 T. Wiesen; [c] bestätigen Mutter und Konvent des Gotteshauses (Beistand: Herr von Tausean) die geschlossenen Verträge und belehnen Franz Egle gegen einen Ehrschatz von 350 fl. und gegen die Verpflichtung, das baufällige Haus wieder in guten Stand zu bringen, bestandsweise mit ihrem Hofgut zu Dettingen.
Vollständigen Titel anzeigen
Franz Egle von Schaiblishausen (Schaibleshaußen) schließt [a] mit Barbara Schmuckherin, Witwe des Martin Ruepp zu Dettingen, [b] mit Michael Ruepp, Bauern zu Dettingen, [c] mit dem Gotteshaus St. Elisabeth zu Ehingen nachstehenden Heirats-, Übergabs-, Leibgedings- und Bestandskontrakt: [a] vereinbaren die Hochzeiter Franz Egle und Barbara Schmuckherin das beiderseitige Heiratsgut, wobei für die Versorgung der 5 Kinder (1 Bube, 4 Mägdle) erster Ehe der Hochzeiterin und für den Fall des Ablebens eines der Eheleute besondere Bestimmungen getroffen werden; [b] tritt Michael Ruepp an Franz Egle gegen ein für ihn und sein Eheweib Elisabetha geBürger Schänzin ausgemachtes Leibgedinge sein innegehabtes Lehngut ab, überläßt ihm das gesamte Inventar gegen halbe Entschädigung (weil er den halben Teil bereits durch den Heiratsvertrag von 1740 an seine , die jetzige Hochzeiterin, zediert hatte) und verkauft ihm um 1900 fl. seine eigenen 13 1/2 J. Acker und 2 T. Wiesen; [c] bestätigen Mutter und Konvent des Gotteshauses (Beistand: Herr von Tausean) die geschlossenen Verträge und belehnen Franz Egle gegen einen Ehrschatz von 350 fl. und gegen die Verpflichtung, das baufällige Haus wieder in guten Stand zu bringen, bestandsweise mit ihrem Hofgut zu Dettingen.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, {H 224 Bd. 81 (Urbarium II), T. II., S. 184-189}
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 556 b Sammlung Ehingen (Donau)
Sammlung Ehingen (Donau) >> Urkunden
1752 November 3
Urkunden
Zeugen: von Seiten des Hochzeiters: Magnus Schenz, Schultheiß; Antoni Egle, beide von Schaiblishausen; Jörg Egle von Sontheim; von Seiten der Hochzeiterin: Johannes Schmuckher, Johannes Weckherle von Dettingen; Michael Ruepp; Jacob Manz, Schultheiß, beide von Dettingen
Überlieferungsart: Abschrift
Überlieferungsart: Abschrift
Egle, Elisabetha
Egle, Franz
Egle, Jörg
Manz, Jacob; Schultheiß
Ruepp, Martin
Ruepp, Michael
Schenz, Magnus; Schultheiß
Schmuckher, Barbara
Schmuckher, Johannes
Tausean, Johann Gotthard von; Hofrat
Weckherle, Johannes
Dettingen : Ehingen (Donau) UL
Ehingen (Donau) UL; Kloster
Schaiblishausen : Ehingen (Donau) UL
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:23 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik)
- Neuwürttembergische Herrschaften vor 1803/1806-1810 (Tektonik)
- Bistümer, Stifte, Klöster und Pfarreien (Tektonik)
- Augustinerkloster Kreuzlingen - Restituierte Klöster (Tektonik)
- Unter Joseph II. aufgehobene Frauenklöster (Bestand)
- Sammlung Ehingen (Donau) (Bestand)
- Urkunden (Gliederung)