Da der große Zehnte zu Brilon, der Pfaffenzehnte genannt, der dem Dechanten an St. Patrocli in Soest zusteht, zu weit entfernt liegt und nicht gut zu nutzen ist, andererseits Kloster Bredelar ganz in der Nähe einen Zehnten besitzt, tauschen Abt Alexander und Kellner Melchior namens des Klosters Bredelar und Andreas Menghe, Dechant zu Soest, den großen Zehnten samt Zehnthaus und Scheunen gegen eine Summe von 100 Talern, 12 Morgen Saatland bei Soest außerhalb des Osthofes in der Alten Wiese, die jährlich 3 Malter Hartkorn einbringen; 16 Mudden Hartkorn aus dem Hof zu Hüttinghausen, die Gobbel Kleppinck zustehen; einen Hof zu Lohne bei Soest, den Cordt Buelle bewirtschaftet und der 32 Mudden Hartkorn einbringt; einen freien zehntbaren Hof zu Merklingsen im Kirchspiel Horn, den Christoph Schulenberg bewirtschaftet und der 4 Malter Hartkorn, 2 Malter Hafer Soester Maß, 1 Goldgulden, 1 Schwein, 6 Hühner und 2 feiste Gänse einbringt; den freien Selhof an der Haar im Kirchspiel Körbecke, Wulfferinckhof oder Wulffshof genannt, der 2 1/2 Malter Hartkorn, 4 Malter Hafer, 1 Goldgulden, 1 Schwein, 6 Hühner einbringt; einen Hof zu Drewer im Kirchspiel Altenrüthen, der dem Abt von Grafschaft zehntpflichtig ist, den Kerstin Hoetteken bewirtschaftet und der je 1 Malter Roggen, Gerste und Hafer Rüthener Maß sowie 6 Hühner einbringt; 12 Morgen Saatland bei Altenrüthen, demselben Hoetteken zuständig, die 1/2 Malter dreierlei Korn Rüthener Maß einbringen; 4 1/2 Malter und 1 Mudde Hartkorn sowie 11 Mudden Hafer Geseker Maß von Ländereien bei Geseke, die der nachgelassene Sohn des Berndt Lambert zu Störmede und Tiegges Rueggener, Bürger zu Geseke, pachtweise inne haben; 4 Achtwerke im Gehölz an der Völmeder (Velmecker) Brücke bei Geseke und 10 Morgen Holzwachs bei Geseke, der Morgen zu 1 Goldgulden und 1 Schreckenberger gerechnet. Der Vertrag ist vor Gerhardt Kerckhoff, Lizentiat der Rechte und Offizial des Probstes zu Soest, geschlossen worden.