Auf unserer Webseite werden neben den technisch erforderlichen Cookies noch Cookies zur statistischen Auswertung gesetzt. Sie können die Website auch ohne diese Cookies nutzen. Durch Klicken auf „Ich stimme zu“ erklären Sie sich einverstanden, dass wir Cookies zu Analyse-Zwecken setzen. Sie können Ihre Cookie-Einstellungen hier einsehen und ändern.
Schreiben von Wilhelm Weber an seine Eltern, Ludwig Weber und Elise Schwettmann, und seine Schwester Luise Weber in Minden
Anmelden
Um Merklisten nutzen zu können, müssen Sie sich zunächst anmelden.
Stadt Minden WN 31 Nachlass Ludwig Weber / Hermann Nothhoff, Nr. 6
Stadt Minden WN 31 Nachlass Ludwig Weber / Hermann Nothhoff Nachlass Ludwig Weber / Hermann Nothhoff
Nachlass Ludwig Weber / Hermann Nothhoff
1943
Enthält: u.a. „Gestern abend [!] kam das Päckchen mit den Wintersachen gut an! [...] Ich kann es euch gar nicht sagen, wie glücklich ich bin, da Ihr mir nun alle Wünsche erfüllt habt. Auf der Baustelle, wir sind von 6 30 Uhr bis 15 00 Uhr draußen, war mir richtig „mollig“ zufrieden. Überhaupt die Sachen kamen wie gerufen. Sofort konnte ich die Gamaschen anlegen, da sie auch auf Skier guten Schutz gegen Schnee bieten. Seit 3 Tagen laufen wir auf Skier zur Baustelle. Daß mir dieser Sport besonders Spaß macht, ist wohl (s. Norw.) bekannt. Der Schnee liegt ca 40-60 cm tief. Die Pulswärmer u. Überziehhandschuhe sind einfach prima! Ich muß einfach staunen! Dann haben wir unsere Winterausrüstung komplett empfangen u. da fehlt es augenblicklich an nichts. Ihr würdet sprachlos sein, wenn Ihr diese Ausstattung sehen würdet. Man sieht aus wie ein Teddybär! [...] Die Verpflegung ist wie gesagt auskömmlich. Auch gibt es augenblicklich genügend Schnaps u. Rauchwaren. Gestern hat eine Komp. unsers Rgts. 30 Gefangene u. heute 20 Gefangene gemacht. [...] Wir haben sie geholt, einer sprach sogar gut deutsch (ein lettischer Jude).“,14. Jan. 1943, Rußland; „Hier ist augenblicklich 50 cm hoher Schnee u. ein eisiger Wind durchzieht das Gelände. Man kann sich an alles gewöhnen u. die Kälte macht uns bis auf ein kleines Schnüppchen nichts Besonderes. Es ist gut, daß wir in diesem Jahr den Unbilden der Witterung besser gerüstet sind. Man ist doch froh, wenn man abends im geheizten Bunker sitzt. Der Russe versucht immer wieder gegen diese oder jene Stellung anzurennen. Aber immer holt er sich einen blutigen Kopf. Wenn ihm in diesem Winter nichts gelingt, dann wird er in diesem Sommer wieder einen aufs Haupt kriegen. Wir versehen nach wir vor unsre alte Arbeit, unterbrochen ab u. zu durch einen Alarm, wo wir dann, wenn er durchbrechen sollte, sofort zum Gegenstoß ansetzen werden.“, 17. Jan. 1943, Rußland [Fragment]; „Im Bunker wird es jetzt gemütlich. Wir haben uns einen netten Ofen gebaut u. das geschlagene Birkenholz heizt vorzüglich. Selbst die Tischplatte ist neu gehobelt u. man fühlt sich des Abends, obwohl es ziemlich laut ist mit 10 Mann, richtig wohl. Unser Stahlhelm u. Gasmaske ist weiß gestrichen und taucht im Schnee voll unter. Verpflegung ist ausreichend“, 19. Jan. 1943, Rußland; „Seit gestern ist hier das Thermometer auf wenige Grade minus zurückgegangen. Dies merkt man besonders dadurch, da wir noch vor 5 Tagen -37° hatten. Das Schöne ist, daß wir infolge der vorsorglichen Ausstattung von Winterausrüstung nicht frieren. Aber in letzter Zeit ist die Verpflegung nicht mehr so, wie sie hätte sein müssen.“, 28. Jan. 1943, Rußland; „In den letzten 8 Tagen gab es viel Laufarbeit. Mit 9 Mann bin ich zum I. Btl. kommandirt [!].Von einem Bunker ging es zum andern u. dann hatten wir den einen soweit, daß er wohnlich war, mußten wir ausziehen. Aber jetzt ist es soweit, wir haben uns das gemütlich gemacht. Daß es da bei allen Kommandirungen [!] Reibungen gibt, ist wohl selbstverständlich. Die Arbeit ist dieselbe wie bisher. Man weiß nicht, wie lange wir noch zu solchen Diensten herangezogen werden; denn eines Tages scheint die Sonne ja wieder höher. Heute u. gestern hatten wir viel Besuch von dem „Iwan“ (russ. Flieger). Ich verstehe nicht, daß der „Bruder“ noch so unheimlich stark ist. Im Tiefflug brast [!] der Kumpel Lager u. Menschen u. vor allem unsre Artil. Ein Flugzeug wurde sogar noch vorne von unsrer Infantrie [!] abgeschossen. In diesem Frühjahr wird es noch harte Schläge geben. Die Reserve an Menschen ist bei dem Burschen unerschöpflich u. seine Rüstung ist auch nicht schlecht. Aber in diesen ernsten Zeiten müssen wir alle unsre Ohren steif halten, koste es was es wolle.“, 11. Febr. 1943, Rußland; „Wir hatten gestern richtig Pech; zum 1.) hatten wir uns bis 15 00 Uhr nachmittags mit Hölzern von Durchmesser 25 cm Stärke u. 8 m Länge im Schneegestöber abgerackert, saßen um 16 00 Uhr gemütlich beim Mittagessen u. da hieß es plötzlich, Sachen packen und ab. Die Klamotten waren richtig feucht vom Schnee, die Scheiben u. Öfen mit Rohren wurden ausgebaut u. der Schlitten mit dem Walter Ripke aus Dankersen als Fahrer brachte uns zur Einheit. Dort hieß es nach zweistündigem Marsch im aufgeweichten kniehohen Schnee: Bereithalten u. Fertigmachen zum „Nachtdienst“. Dieser Dienst, der bis heute früh 6 00 Uhr dauerte, war alles andres als erfreulich. Drüber schreibt man nicht u. erzählt auch nicht gern davon. Jedenfalls bei unsrer alten Einheit fühlt man sich nach 8tägigem Fortsein wieder sehr wohl. [...] Aber daß Willy Wiese gefallen ist, hat mich doch überrascht. Das ist Soldatenschicksal, so hart wie es auch klingt u. da hat sich [!] eben jeder Soldat rechtzeitig sich [!] mit allem abzufinden. Wir sind ja nach wie vor an der Verstärkung der Front durch Bau von neuen Bunkern beteiligt. Der Riese u. Koloß versucht immer wieder uns durch Angriffe mürbe zu machen. Aber eines Tages wird die Sonne wieder höher stehen und dann wird sein unendliches Menschenschlachten durch unsre Rechnung beglichen werden. Wenn auch augenblicklich Urlaubssperre ist, was uns zur Offensive nur förderlich sein kann u. wir dadurch bewegungsreicher geworden sind, so soll uns das wenig anhaben; denn den Krieg müssen wir ja gewinnen so oder so.“, 14. Febr. 1943, Rußland; „Soeben habe ich zwei Schnitten gegessen.; es gab sogar zur Feier des Tages Bohnenkaffee. Also, Ihr seht, mir geht es gut! Wenn auch nicht alles Gold ist, was glänzt, so schlägt man sich doch recht und schlecht durch. Wenn eben nicht genügend Kartoffeln vorhanden sind, so fällt die Suppe eben etwas dünner aus u. sie schmeckt auch. [...] Zwei Mann wurden heute mit dem Verwundetenabzeichen bedacht, einer war beim Partisanenbau durch einen Steckschuß verwundet u. der andre des Nachts beim Transport von Verpflegung u. Munition zu seiner spitz vorgeschobenen Stellung am Auge durch einen Granatsplitter. Besonders erdrückend wirkt hier die Nachricht vom Einschwenken des deutschen Südflügels. Auch hier versucht der Russe durch übergroßen Einsatz von Fliegern u. Panzern durchzustoßen aber immer wieder holt er sich einen blutigen Kopf. Eines ist für uns alle klar: der Russe ist an Menschen u. Material (Neuartigkeit der Waffen usw.) ungewöhnlich stark u. er scheut keine Opfer. Der einzelne Mensch ist eben im Sowjetparadies nichts. Trotzdem wollen wir hoffen, daß in diesem Jahr die Entscheidung hier fällt. [...] Ihr glaubt garnicht, wie abgestumpft man hier wird, ich möchte sagen, phlegmatisch.“, 21. Febr. 1943; „Ich muß sagen, mir steht hier der Betrieb augenblicklich bis zum Halse, alle ist so larifari. Ein Uffz. führt den Zug u. man muß sich fragen, wofür soll man sich ungewöhnlich anstrengen. Also es fehlt der Zug nach oben. [...] Ich muß staunen, daß der Tommy immer noch mit seinen Bomben dort angreift u. alles vernichtet. Es ist doch ein fürchterlicher Krieg!“, 16. März 1943, Rußland; „So wie der Frühling dort sein grünes Band durch die Gärten u. Felder zieht, so beginnt auch hier die höherstehende Sonne die russische Weite anzuhauchen. Der Schnee beginnt langsam u. sicher zu schmelzen. Es ist ein Glück, daß uns ausreichend Knüppeldämme zur Verfügung stehen. Später nach aufgetautem Boden wird 1 Schritt vom Wege ab, 1 Schlammbad bedeuten. Überhaupt ist die Gefahr des Sumpffiebers sehr groß hier. [...] Hier in diesem Haufen ist augenblicklich nichts mehr los. Ich wäre froh, wenn ich hier herauskäme. Man macht so richtig ein Molli mit uns. Bei unsrem Nachbar-Regt. ist der Russe wieder schwer am Angreifen. Wir liegen, wie schon so oft, in Alarm. Unser Bunker ist grauenerregend. Man muß jedes Stck. Brot u. Seife fein in Sicherheit bringen. Die Ratten laufen scharenweise im Bunker unter den Tischen u. über die Betten herum. Selbst die „Kleinen“ lassen uns nicht ganz in Ruhe. In nächster Zeit geht es zur Entlausung. Ihr glaubt ja garnicht, wie selbstverständlich man sich an alles gewöhnen [kann] u. wie selbstverständlich man damit fertig wird. Der Führer gab heute im Rundfunk bekannt, daß die Urlaubssperre aufgehoben sei. Schon wieder ein süßer Trost u. eine Hoffnung mehr! Gestern habe ich wieder ein Paket mit dem Schal u. den Handschuhen nach dort geschickt. Die Sachen haben mir jedenfalls auf der Baustelle gute Dienste geleistet. Hoffentlich brauche ich die Sachen im nächsten Winter nicht mehr!“, 21. März 1943, Rußland; „Was ich in den letzten 14 Tagen, seit d. 25/III. erlebt habe, ist mehr als häßlich. Wir lagen da 30-40 km sdl. Schl. an einer eingebrochenen Stelle u. mußten den Russen dort halten. In den 8 Tagen lagen wir in schlammigen Erdlöchern u. mußten ein Trommelfeuer über uns ergehen lassen, wie ich es noch nie erlebt habe. 6 Tote hatten wir in unserm Zug. Aus meiner Gruppe 1 Toter u. 1 Verletzter. Jedenfalls bin ich froh, daß ich aus dieser Hölle [!] des Löwen erst heraus bin. Jede Nacht habe ich mit den Jungs - ich zog von 20 30 - 4 30 Uhr mit auf - auf Wache gestanden. Tagsüber versuchte man dann unter [!] beim [!] Art.-Geheul u. Granatw.-Hagel ein Auge zuzumachen. Aber vergeblich! Es ist ein Glück, daß wir unsere Winterkombination hatten. Selbst Schnee haben wir uns aufgewärmt zum Trinken. Es schmeckte uns nichts, nicht einmal die Schokolade. [...] Trotz allen Elends wollen wir aber den Kopf nicht hängen lassen. Andere haben ja auch jahrelang in dem Dreck gelegen. Die einzigste Hoffnung ist u. bleibt der Urlaub.“, 6. Apr. 1943, Rußland; „Der Iwan läßt mit seinen Granatwerfern kurz „Klops“ uns keine Ruhe im Lager. Aber eines Tages kommt doch die Stunde der Vergeltung u. dann wehe dem Iwan! Dieser Lump kann sich einfach nicht bändigen, er muß u. kann nur von unsrer Artillerie, die hier besonders gut ist, in Schach gehalten werden. [...] Nach wie vor müssen wir uns mit diesem „Kleinvieh“ herumschlagen, dann das Pulver vom Sanitäter hilft nicht besonders. Und wenn nicht alle zugleich eine Radikalkur durchführen, ist eine Suchaktion doch nur für Stunden. Es gibt bei uns noch immer Dreckschweine, die in dieser Hinsicht zu zuchtlos u. gleichgültig sind. Mit dem Urlaub geht es augenblicklich gut voran [...]. Was das von hier aus heißt, in Urlaub nach Deutschland zu fahren, kann ich garnicht in Worte fassen. Dieses dreckige Rußland hängt jedem von uns tief aus dem Halse. Na ja, wollen abwarten u. die Ohren steif halten!“, 16. Apr. 1943; „Ihr schreibt, 14 Tage hätte ich nicht mehr geschrieben. Gewiß, es war die Zeit, als wir den Russen abwehrten u. Tag u. Nacht auf Posten standen u. in kalten Erdlöchern Unterschlupf fanden. Es waren schreckliche Stunden! [...] Mit Hermann Schmieding ist das ja traurig. Aber bei uns sind auch schon Söhne als einzigstes Kind gefallen. Der Krieg fordert nun mal sein Opfer. Um 8 30 Uhr ist Gottesdienst für Protestanten. Ich will gleich rüber.“, 18. Apr. 1943, Rußland; „Hier fängt es an richtig warm zu werden. Man kann sich sogar mittags in der Sonne bräunen. Sonst sind wir daran, immer noch Hölzer zu fällen. Die Arbeit ist stur, aber da wir so allein für uns sind, macht die Arbeit doch Spaß. Selbst der Kuckuck nimmt vom Kriegsgeschehen, vom Surren u. Zischen der Geschosse, keine Notiz u. läßt von sich hören.“, 9. Mai 1943, Rußland; „Es ist Sonntagmorgen! Ich liege in einem weißen Bett! Seid nicht erstaunt, es ist ein kleiner Granatsplitter durch den rechten Großzehen gesaust. So werde ich wohl für 4 Wochen aus dem Dreck heraus sein. Also ein schöner Nachurlaub, nicht! Scheinbar war ich noch nicht ganz da, sonst hätte mir das nicht passieren dürfen. Der Vorgang zu diesem Zwischenspiel ist folgender: Der Iwan machte zu seinem geplanten Angriff am 22. morgens um 3 00 Uhr am 21. nachmittags um 15 00 Uhr einen Feuerüberfall, der in ein halbstündiges Trommelfeuer ausartete. Mit meinem Kommando war ich etwa 150 m hinter der H.R.L. am Holzfällen für einen Knüppeldamm u. einen Übergang, der 60 T. Tragkraft besitzen sollte. Das Trommelfeuer fing etwa 1 km rechts von uns an. Wir standen da u. machten verdutzte Gesichter, anstatt uns sofort in Sicherheit zu bringen. Nach 3 Min. lag das Feuer bei uns. Wir stieben auseinander wie die Spreu vom Wind. Man wußte nicht, wo man hinlaufen sollte. Überall ein Surren u. Zischen von herankommenden u. Krachen der berstenden Granaten. Ich wollte dabei etwas nach links ausweichen, sprang dabei noch über einen 50 cm hochliegenden Birkenbau - vernahm zwischendurch das Heranflattern einer Granate - ließ meinen Oberkörper zuerst hinüberrollen, u. verspürte dann einen Schlag unter der rechten Fußsohle. Ohne Kenntnis davon zu nehmen, schlug ich noch etliche Haken bis zu einem Bunker. Zum Glück war weiter nichts passiert, bis auf das Brennen in meinem Schuh. Da war dann ein 1 cm lg. Gr.-Splitter unten durch die Sohle, durch den Zehen u. oben durch das Leder durchgesaust. Sofort legte einer mir einen Notverband im Bunker an. Vom Regt.-Arzt wurde ich des Abends gegen 1 00 Uhr noch weggeschickt zum H.V.P. Die Kam. mußten zur selben Zeit die Auffangstellungen besetzen. Des Nachts, 3 km hinter der H.K.L., auf dem Hauptverbandsplatz ließ uns das Schlachtengetöse nicht los. Fliegerbomben u. Art.-Granaten legten ein unheimliches Grauen in die Nacht. So bin ich denn von Krankensammelstelle zu Krankensammelstelle weggeschoben, bis ich hier in Narwa in Estland landete. Ob ich von hier wieder wegkomme, weiß ich nicht. [...] Wenn ich 24 Std später verwundet wäre, wäre ich in Riga od. Dünaburg gelandet, da jetzt alles hier voll ist. [...] Hat sich das E.K. II. schon angefunden?“, 25. Juli 1943, Narwa; Riga; 10. Okt. 1943, Danzig; ab 12. Okt. 1943, Thorn
Nachlass Ludwig Weber
Akten
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.