Die Räte Herzog Wolfgangs und Vormünder Herzog Wilhelms [IV.] von Ober- und Niederbayern Konrad von Wallpronn (1) zu Neweneglofshaim (2), Hauptmann, Haymeran von Nusdorff (3) zu Tutling (4), Jägermeister, Bernhardin von Trenbach (5) zu Burgkfridt (6), Pfleger zu Krayburg (7), Wolfgang Bawmgartner zum Frawnstain (8), Jakob Pitrich zu Pasing (9), Rentmeister, Hans Sonderndorffer zu Ybm (10), Kastner, Hans Offenhaimer zu Wildshut (11), Hans Fürlbegkh zu Ögkershaim (12), Mautner, Pangratz Puecher zu Wurmshaim (13), Burgsasse auf dem Ettenperg (14), Ulrich Fuchs, Rentschreiber, und Cristoff Gannser, Richter zu Burgkhausen (15), bestätigen den Vergleich des Salzburger Domherrn Christoph von Syntzndorff (16) als Vertreter von Dompropst Rudolf von Salzburg mit Ulrich Rosenhaimer, Bürger zu Oting (17), welcher nach Ausweis eines von Steffan Edlaher, Bürger zu Altötting, besiegelten Gewaltbriefs, von 1504 V 28 [Pfintztag nach dem pfingstag der mynderen jarzall im vierdten jar], als Vertreter der Elspeth Schererin, verwitwete Bürgerin zu Altötting, bestellt ist. Die Parteien hatten vor der Landschranne in Mermosen (18) wegen Einkünften, einem Tagwerk Wiese im Allten Annger zu Monhaim (19) und einer Wiese mit Namen Khuewamppl, alles im Mörmooser Gericht gelegen und Urbar der Dompropstei von Salzburg, geklagt. Der Mörmooser Richter Wilhelm Taufkircher hatte sein Urteil bis zum Austrag der Angelegenheit vor dem Hofgericht ausgesetzt. Laut Schiedspruch soll der Dompropst der Witwe zwölf Gulden zahlen - worauf allerdings kein Rechtsanspruch besteht. Im Gegenzug sind dem Dompropst alle Briefe und Urkunden über den Rechtsvorgang auszuhändigen, die ihre Gültigkeit verlieren. Die Gült und die Wiese gehören dem Dompropst. Siegler: S: Wallbronn, Konrad von, zu Neueglofsheim, Hauptmann
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Die Räte Herzog Wolfgangs und Vormünder Herzog Wilhelms [IV.] von Ober- und Niederbayern Konrad von Wallpronn (1) zu Neweneglofshaim (2), Hauptmann, Haymeran von Nusdorff (3) zu Tutling (4), Jägermeister, Bernhardin von Trenbach (5) zu Burgkfridt (6), Pfleger zu Krayburg (7), Wolfgang Bawmgartner zum Frawnstain (8), Jakob Pitrich zu Pasing (9), Rentmeister, Hans Sonderndorffer zu Ybm (10), Kastner, Hans Offenhaimer zu Wildshut (11), Hans Fürlbegkh zu Ögkershaim (12), Mautner, Pangratz Puecher zu Wurmshaim (13), Burgsasse auf dem Ettenperg (14), Ulrich Fuchs, Rentschreiber, und Cristoff Gannser, Richter zu Burgkhausen (15), bestätigen den Vergleich des Salzburger Domherrn Christoph von Syntzndorff (16) als Vertreter von Dompropst Rudolf von Salzburg mit Ulrich Rosenhaimer, Bürger zu Oting (17), welcher nach Ausweis eines von Steffan Edlaher, Bürger zu Altötting, besiegelten Gewaltbriefs, von 1504 V 28 [Pfintztag nach dem pfingstag der mynderen jarzall im vierdten jar], als Vertreter der Elspeth Schererin, verwitwete Bürgerin zu Altötting, bestellt ist. Die Parteien hatten vor der Landschranne in Mermosen (18) wegen Einkünften, einem Tagwerk Wiese im Allten Annger zu Monhaim (19) und einer Wiese mit Namen Khuewamppl, alles im Mörmooser Gericht gelegen und Urbar der Dompropstei von Salzburg, geklagt. Der Mörmooser Richter Wilhelm Taufkircher hatte sein Urteil bis zum Austrag der Angelegenheit vor dem Hofgericht ausgesetzt. Laut Schiedspruch soll der Dompropst der Witwe zwölf Gulden zahlen - worauf allerdings kein Rechtsanspruch besteht. Im Gegenzug sind dem Dompropst alle Briefe und Urkunden über den Rechtsvorgang auszuhändigen, die ihre Gültigkeit verlieren. Die Gült und die Wiese gehören dem Dompropst. Siegler: S: Wallbronn, Konrad von, zu Neueglofsheim, Hauptmann
Domkapitel Salzburg Urkunden, BayHStA, Domkapitel Salzburg Urkunden 257
HU Salzburg 571; GU Mühldorf 769
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1509 Juli 28
Fußnoten:
1)
2) Neueglofsheim (Gde.Thalmassing, Lkr. Regensburg)
3)
4) Tittling (Lkr. Passau)
5)
6)
7) Kraiburg a. Inn (Lkr. Mühldorf a. Inn)
8) Frauenstein (Gde. Mining, PB Braunau a. Inn, OÖ, A)
9) Pasing (krfr.St. München)
10) Ibm (Gde. Eggelsberg, PB Braunau a. Inn, OÖ, A)
11) Wildshut (Gde. St. Pantaleon, PB Braunau a. Inn, OÖ, A)
12)
13)
14)
15) Burghausen (Lkr. Altötting)
16) Sinzendorf (Gde. Nußbach, PB Kirchdorf a. d. Krems, OÖ, A)
17) Altötting (Lkr. Altötting)
18) Mörmoosen (Gde. Tüßling, Lkr. Altötting)
19) Monham (Gde. Polling, Lkr. Mühldorf a. Inn)
1)
2) Neueglofsheim (Gde.Thalmassing, Lkr. Regensburg)
3)
4) Tittling (Lkr. Passau)
5)
6)
7) Kraiburg a. Inn (Lkr. Mühldorf a. Inn)
8) Frauenstein (Gde. Mining, PB Braunau a. Inn, OÖ, A)
9) Pasing (krfr.St. München)
10) Ibm (Gde. Eggelsberg, PB Braunau a. Inn, OÖ, A)
11) Wildshut (Gde. St. Pantaleon, PB Braunau a. Inn, OÖ, A)
12)
13)
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15) Burghausen (Lkr. Altötting)
16) Sinzendorf (Gde. Nußbach, PB Kirchdorf a. d. Krems, OÖ, A)
17) Altötting (Lkr. Altötting)
18) Mörmoosen (Gde. Tüßling, Lkr. Altötting)
19) Monham (Gde. Polling, Lkr. Mühldorf a. Inn)
Domkapitel Salzburg Urkunden
Perg.
Urkunden
ger
Überlieferung: Or.
Sprache: dt.
Vermerke: RV: V: 34: Recess (?), die Wißmadt zu Monhaimb betr. 13
Originaldatierung: Sambstag nach sanndt Jacobs des heyligen zwelfboten tag 1509
Medium: A = Analoges Archivalie
Jahr: 1509
Monat: 7
Tag: 28
Sprache: dt.
Vermerke: RV: V: 34: Recess (?), die Wißmadt zu Monhaimb betr. 13
Originaldatierung: Sambstag nach sanndt Jacobs des heyligen zwelfboten tag 1509
Medium: A = Analoges Archivalie
Jahr: 1509
Monat: 7
Tag: 28
Bayern: Wolfgang, Herzog von
Bayern: Wilhelm IV., Herzog von
Baumgartner: Wolfgang, zum Frauenstein
Pitrich: Jakob, zu Pasing, Rentmeister
Sonderndorfer: Wolfgang, zu Ybm, Kastner
Offenheimer: Hans, zu Wildshut
Fürlbeck: Hans, zu Ögkershaim, Mautner
Pucher: Pangratz, zu Wurmshaim, Burgsäss auf dem Ettenperg
Sinzendorf: Christoph von, Domherr, Salzburg
Fuchs: Ulrich, Rentschreiber
Ganser: Christoph, Richter, Burghausen
Rosenheimer: Ulrich, Bürger, Altötting
Edlacher: Stephan, Bürger, Altötting
Scherer: Elsbeth, Bürgerin, Altötting
Wallbronn (wo ?)
Neueglofsheim (Gde.Thalmassing, Lkr. Regensburg)
Trenbach (wo ?)
Nußdorf (welches ?)
Tittling (Lkr. Passau)
Burgkfridt (wo ?)
Kraiburg a. Inn (Lkr. Mühldorf a. Inn)
Frauenstein (Gde. Mining, PB Braunau a. Inn, OÖ, A)
Pasing (krfr.St. München)
Ibm (Gde. Eggelsberg, PB Braunau a. Inn, OÖ, A)
Wildshut (Gde. St. Pantaleon, PB Braunau a. Inn, OÖ, A)
Ögkersheim (wo ?)
Wurmsheim (wo ?)
Vorder- o. Hinterettenberg (Gde. Marktschellenberg, Lkr. Berchtesgadener Land)
Burghausen (Lkr. Altötting)
Sinzendorf (Gde. Nußbach, PB Kirchdorf a. d. Krems, OÖ, A)
Altötting (Lkr. Altötting)
Mörmoosen (Gde. Tüßling, Lkr. Altötting), Gericht: Schranne
Monham (Gde. Polling, Lkr. Mühldorf a. Inn): Flurnamen\ im Alt Anger, Wiese
Monham (Gde. Polling, Lkr. Mühldorf a. Inn): Flurnamen\ Kuewamppen, Wiese
Salzburg (krfr.St., Salzburg, A), Domkapitel: Domherren\ Christoph von Sinzendorf
Salzburg (krfr.St., Salzburg, A), Domkapitel: Pröpste\ Rudolf
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
03.04.2025, 13:42 MESZ
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