B Rep. 139 Pestalozzi-Fröbel-Haus (Bestand)
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B Rep. 139
Landesarchiv Berlin (Archivtektonik) >> B Bestände (West-) Berliner Behörden bis 1990 >> B 7 Organisationen und Vereine >> B 7.1 Kammern und Körperschaften des öffentlichen Rechts
Vorwort: B Rep. 139 Pestalozzi-Fröbel-Haus
1. Geschichte der Einrichtung
Das Pestalozzi-Fröbel-Haus (PFH) gehört zu den bedeutendsten Berliner Lehranstalten, die am Ende des 19. Jahrhunderts mit der Qualifikation von Frauen im Bereich der sozialen Arbeit begannen. Wesentlichen Anteil an der Gründung der Anstalt, die 1883 ihren Namen erhielt, hatte Henriette Schrader-Breymann, eine Nichte Friedrich Fröbels, die den 1866 gegründeten Volkskindergarten der südwestlichen Friedrichstadt leitete und zugleich Kindergärtnerinnen ausbildete. Zum Tätigkeitsfeld gehörte die Ausbildung von Kindergärtnerinnen, die Kindererziehung, die Koch- und Haushaltsschule unter Leitung von Hedwig Heyl und die von Alice Salomon geleitete Soziale Frauenschule.
Nach 1945 übernahm der Magistrat die ehemalige Stiftung als städtische Einrichtung. Durch das "Gesetz über das Pestalozzi-Fröbel-Haus und den Lette-Verein" vom 18. Januar 1963 wurde die Lehranstalt wieder eine Stiftung des öffentlichen Rechts. Bereits 1947 war eine Gesamtleitung für die drei Häuser (Haus I: Kindergärtnerinnenausbildung und Kindererziehung, Haus II: Koch- und Haushaltungsschule, Haus III: Alice-Simon-Frauenschule) eingesetzt worden. Die Vertretung des Pestalozzi-Fröbel-Hauses übernahm ein Kuratorium, das auch die Gesamtleitung ernannte.
Als ein Träger von Kindertagesstätten und anderen sozialpädagogischen Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe nimmt das Pestalozzi-Fröbel-Haus eine wichtige Aufgabe in Berlin wahr.
Das Landesarchiv Berlin übernahm die Akten in mehreren Zugängen in den Jahren 1981, 1985, 1990 und 1992.
2. Bestandsbeschreibung
Der Bestand umfasst 140 Akten (4,20 lfm) mit der Laufzeit 1948 - 1989. Er beinhaltet Sitzungsprotokolle des Kuratoriums und seiner Ausschüsse sowie Geschäftsberichte des Pestalozzi-Fröbel-Hauses. Ebenso sind Unterlagen des Personalrates überliefert. Im Bereich Finanzen sind Haushaltspläne und Wirtschaftsbücher vorhanden. Zu den Kindertagesstätten, Heimen und anderen Betreuungseinrichtungen (wie Nachbarschaftsheim und Ulmenhof) geben Statistiken und weitere Akten Auskunft. Einige Akten zur Ausbildung und Klassenbücher runden den Bestand ab.
Der Bestand wurde mit der Software Augias.Archiv 8.3 verzeichnet und ist nun über die Datenbank und Findbuch nutzbar.
Zahlreiche Akten sind auf Grund archivgesetzlicher Bestimmungen bzw. der EU-Datenschutz-Grundverordnung für die Benutzung befristet gesperrt. Eine Verkürzung der Schutzfristen kann auf Antrag erfolgen. Dazu bedarf es der besonderen Zustimmung des Landesarchivs.
3. Korrespondierende Bestände
LAB A Rep. 001-06 Magistrat der Stadt Berlin, Personalbüro
LAB A Rep. 232-35 Berliner Verein für Volkserziehung (Pestalozzi-Fröbelhaus)
LAB B Rep. 001 Der Präsident des Abgeordnetenhauses von Berlin
LAB B Rep. 002 Der Regierende Bürgermeister von Berlin - Senatskanzlei
LAB B Rep. 004 Senatsverwaltung für Inneres
LAB B Rep. 006 Senatsverwaltung für Finanzen
LAB B Rep. 012 Senatsverwaltung Gesundheit
LAB B Rep. 013 Senatsverwaltung für Jugend und Familie
LAB B Rep. 015 Senatsverwaltung für Schule, Beruf, Bildung und Sport
LAB B Rep. 080 Landesverwaltungsamt Berlin
LAB C Rep. 001 Stadtverordnetenversammlung zu Berlin
LAB C Rep. 100-05 Magistrat von Berlin, Büro des Magistrats
LAB C Rep. 101 Der Oberbürgermeister von Berlin
LAB C Rep. 105 Magistrat von Berlin, Abteilung Finanzen
LAB C Rep. 118 Magistrat von Berlin, Abteilung Gesundheits- und Sozialwesen
LAB C Rep. 120 Magistrat von Berlin, Abteilung Volksbildung
LAB F Rep. 290 Allgemeine Fotosammlung
Alice-Salomon-Archiv, Berlin
Archiv des Pestalozzi-Fröbel-Hauses, Berlin
Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung, Berlin
4. Literatur
Das Pestalozzi-Fröbel-Haus. Fachschule für Sozialpädagogik, Entwicklung eines Frauenberufes. Katalog zur gleichnamigen Ausstellung 1991, Berlin 1991.
Festschrift 125 Jahre Pestalozzi-Fröbel-Haus 1874-1999. Hrsg. von Erika Sommer u.a., Berlin 1999.
Berlin, Juli 2012 Kerstin Bötticher
Johann Heinrich Pestalozzi (* 12. Januar 1746 in Zürich; † 17. Februar 1827 in Brugg, Kanton Aargau) war ein Schweizer Pädagoge. Außerdem machte er sich als Philanthrop, Schul- und Sozialreformer, Philosoph sowie Politiker einen Namen.
Friedrich Wilhelm August Fröbel (* 21. April 1782 in Oberweißbach; † 21. Juni 1852 in Marienthal) war ein deutscher Pädagoge und Schüler Pestalozzis. Auf ihn geht die Bezeichnung Kindergarten für Einrichtungen zur Kinderbetreuung zurück.
1. Geschichte der Einrichtung
Das Pestalozzi-Fröbel-Haus (PFH) gehört zu den bedeutendsten Berliner Lehranstalten, die am Ende des 19. Jahrhunderts mit der Qualifikation von Frauen im Bereich der sozialen Arbeit begannen. Wesentlichen Anteil an der Gründung der Anstalt, die 1883 ihren Namen erhielt, hatte Henriette Schrader-Breymann, eine Nichte Friedrich Fröbels, die den 1866 gegründeten Volkskindergarten der südwestlichen Friedrichstadt leitete und zugleich Kindergärtnerinnen ausbildete. Zum Tätigkeitsfeld gehörte die Ausbildung von Kindergärtnerinnen, die Kindererziehung, die Koch- und Haushaltsschule unter Leitung von Hedwig Heyl und die von Alice Salomon geleitete Soziale Frauenschule.
Nach 1945 übernahm der Magistrat die ehemalige Stiftung als städtische Einrichtung. Durch das "Gesetz über das Pestalozzi-Fröbel-Haus und den Lette-Verein" vom 18. Januar 1963 wurde die Lehranstalt wieder eine Stiftung des öffentlichen Rechts. Bereits 1947 war eine Gesamtleitung für die drei Häuser (Haus I: Kindergärtnerinnenausbildung und Kindererziehung, Haus II: Koch- und Haushaltungsschule, Haus III: Alice-Simon-Frauenschule) eingesetzt worden. Die Vertretung des Pestalozzi-Fröbel-Hauses übernahm ein Kuratorium, das auch die Gesamtleitung ernannte.
Als ein Träger von Kindertagesstätten und anderen sozialpädagogischen Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe nimmt das Pestalozzi-Fröbel-Haus eine wichtige Aufgabe in Berlin wahr.
Das Landesarchiv Berlin übernahm die Akten in mehreren Zugängen in den Jahren 1981, 1985, 1990 und 1992.
2. Bestandsbeschreibung
Der Bestand umfasst 140 Akten (4,20 lfm) mit der Laufzeit 1948 - 1989. Er beinhaltet Sitzungsprotokolle des Kuratoriums und seiner Ausschüsse sowie Geschäftsberichte des Pestalozzi-Fröbel-Hauses. Ebenso sind Unterlagen des Personalrates überliefert. Im Bereich Finanzen sind Haushaltspläne und Wirtschaftsbücher vorhanden. Zu den Kindertagesstätten, Heimen und anderen Betreuungseinrichtungen (wie Nachbarschaftsheim und Ulmenhof) geben Statistiken und weitere Akten Auskunft. Einige Akten zur Ausbildung und Klassenbücher runden den Bestand ab.
Der Bestand wurde mit der Software Augias.Archiv 8.3 verzeichnet und ist nun über die Datenbank und Findbuch nutzbar.
Zahlreiche Akten sind auf Grund archivgesetzlicher Bestimmungen bzw. der EU-Datenschutz-Grundverordnung für die Benutzung befristet gesperrt. Eine Verkürzung der Schutzfristen kann auf Antrag erfolgen. Dazu bedarf es der besonderen Zustimmung des Landesarchivs.
3. Korrespondierende Bestände
LAB A Rep. 001-06 Magistrat der Stadt Berlin, Personalbüro
LAB A Rep. 232-35 Berliner Verein für Volkserziehung (Pestalozzi-Fröbelhaus)
LAB B Rep. 001 Der Präsident des Abgeordnetenhauses von Berlin
LAB B Rep. 002 Der Regierende Bürgermeister von Berlin - Senatskanzlei
LAB B Rep. 004 Senatsverwaltung für Inneres
LAB B Rep. 006 Senatsverwaltung für Finanzen
LAB B Rep. 012 Senatsverwaltung Gesundheit
LAB B Rep. 013 Senatsverwaltung für Jugend und Familie
LAB B Rep. 015 Senatsverwaltung für Schule, Beruf, Bildung und Sport
LAB B Rep. 080 Landesverwaltungsamt Berlin
LAB C Rep. 001 Stadtverordnetenversammlung zu Berlin
LAB C Rep. 100-05 Magistrat von Berlin, Büro des Magistrats
LAB C Rep. 101 Der Oberbürgermeister von Berlin
LAB C Rep. 105 Magistrat von Berlin, Abteilung Finanzen
LAB C Rep. 118 Magistrat von Berlin, Abteilung Gesundheits- und Sozialwesen
LAB C Rep. 120 Magistrat von Berlin, Abteilung Volksbildung
LAB F Rep. 290 Allgemeine Fotosammlung
Alice-Salomon-Archiv, Berlin
Archiv des Pestalozzi-Fröbel-Hauses, Berlin
Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung, Berlin
4. Literatur
Das Pestalozzi-Fröbel-Haus. Fachschule für Sozialpädagogik, Entwicklung eines Frauenberufes. Katalog zur gleichnamigen Ausstellung 1991, Berlin 1991.
Festschrift 125 Jahre Pestalozzi-Fröbel-Haus 1874-1999. Hrsg. von Erika Sommer u.a., Berlin 1999.
Berlin, Juli 2012 Kerstin Bötticher
Johann Heinrich Pestalozzi (* 12. Januar 1746 in Zürich; † 17. Februar 1827 in Brugg, Kanton Aargau) war ein Schweizer Pädagoge. Außerdem machte er sich als Philanthrop, Schul- und Sozialreformer, Philosoph sowie Politiker einen Namen.
Friedrich Wilhelm August Fröbel (* 21. April 1782 in Oberweißbach; † 21. Juni 1852 in Marienthal) war ein deutscher Pädagoge und Schüler Pestalozzis. Auf ihn geht die Bezeichnung Kindergarten für Einrichtungen zur Kinderbetreuung zurück.
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Für nähere Informationen zu Nutzungs- und Verwertungsrechten kontaktieren Sie bitte info@landesarchiv.berlin.de.
22.08.2025, 11:21 MESZ