7/12,2 [Nr. 62,2]: Gesuch der Buchbinder Georg Friderich Blifers, Johann Elias Minner, Johann Rudolph Linsenmann und Joh. Eckardt an die Universität, entgegen der Klage der Buchdrucker den Verkauf des von Heinrich Moll in Kilchberg gedruckten Gesangbuches zu gestatten.
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(Neusch. Nr. 85)
UAT 7/ Ältere Universitätsregistratur, Vermischte Sachakten (II)
Ältere Universitätsregistratur, Vermischte Sachakten (II) >> 9. Buchbinder (1575-1810) >> Buchbinder, Fasz. II: Nr. 49-82
1712
Enthält: Bl. 200-201: Die Buchbinder Georg Friedr. Bifers, Joh. Elias Minner, Joh. Rüd. Linsenmnn, Joh. Eckhardt an die Universität, Tübingen 18.3.1712: Auf die Klage der Buchdrucker gegen die Buchbinder wegen des Heinr. Moll: Moll hatte von einem Gesangbüchlein 7-8 Bogen fertig und sagte, Diac. (Georg Konr.) Pregitzer habe ihm noch etwa 15 Gesänge zum Einfügen gegeben und habe für 10 fl. bei Bürgermeister Seeger für 10 fl. caviert. Darauf liehen auch auf seine Bitte etwas auf dieses Gesangbuch. Das Verbot des Rektors Dr. Mich. Grass kannten wir nicht. Die wenigen Drucker in Tübingen haben viel zu tun und liefern statutenwidrig jährlich etliche hundert Bücher nach Rottenburg. Bitte, den Druck des Gesangbüchleins nicht aufzuhalten.
Akte
Blifers, Georg Friedrich (genannt 1679-1712)
Eckhardt, Johannes (geb. um 1700)
Linsenmann, Johann Rudolph (1683-1763)
Minner, Johannes Elias (geb. um 1685)
Moll, Heinrich (18. Jh.)
Buchbinder, Fasz. II: Nr. 49-82
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
17.12.2025, 09:40 MEZ
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- Buchbinder, Fasz. II: Nr. 49-82 (Archivale)