Rutger, Pfarrer von St. Brigida in Köln, und sein Bruder Hermann, Kanoniker von St. Kunibert in Köln (Colon.), und Werner Rheinberg (Rynberch), Bürger in Köln, sowie der Knappe Hermann von Reuele, Schwäger der Brüder, schenken für ihr Seelenheil ihr Haus, den Hausplatz und einen Garten in der Stadt Wipperfürth (Wippiluoirde) an den Konvent der Schwestern des Klosters in Oelinghausen (Volinchusen) in der Kölner Diözese. Dieses Haus gehörte dem + Thilmann gen. der Weise (Wise) und seiner Frau Gertrud, den Eltern der beiden Brüder. Jetzt bewohnt es Gobelin Weber (Textor). An die Brüder ist es im Erbgang gekommen. Das Kloster hat für diese Schenkung das Jahresgedächtnis der genannten Eltern, das der Schenker, aller ihrer Vorfahren sowie das der Jutta, der Frau des Werner, und der Goistuwis, der Frau des Hermann, zu halten. Diese Übertragung erfolgt in der Form einer Schenkung unter Lebenden. Propst, Priorissa und Konvent haben den Zins aus dem Haus und dem Hausplatz mit eigenen Kosten und Mühen einzuziehen. Sie haben den Zins den Töchtern des Hermann Revele, soweit sie schon als Nonnen in Oelinghausen leben oder in Zukunft dort leben werden, solange sie oder eine von ihnen leben, an vier Terminen im Jahr zukommen zu lassen. Nach dem Tode aller Töchter hat das Kloster das Jahresgedächtnis in der üblichen Form mit Vigilien, Messen, Fürbitten und Gebeten zu begehen, wobei das Kloster diese Memorie in ihr Memorienbuch einzutragen hat. Siegelbitte an den Offizial der Kölner Curie sowie Siegelankündigung der Schenker. Datum 1339 Feb. 16 (feria proxima post dominicam, qua cantatur Invocavit me).