Hans Herter von Sumere im Thurge (=Sommeri im Thurgau), Hans Widmer, Bürger und Schneider in Konstanz, Hans Wolf, Wirt und Bürger in Ravensburg, bekennen, letzterer in Namen seines Vetters Hans Wolf von Dinkelsbühl und dessen Ehefrau Anna Kerenbergin kraft einer am 22.6. (Donnerstag nach St. Veits Tag) 1514 datierten Vollmacht: Seit neun Jahren hält sich ihr Schwager und guter Freund Konrad Kerenberg außer Landes auf und gilt zwischenzeitlich als verstorben. Zwei Drittel eines ihm gehörenden Weinbergs sind im Erbgang an Hans Herters Ehefrau Agatha Kerenberg, an Hans Widmers Ehefrau Barbara Kerenberg und Hans Wolfs Ehefrau Anna Kerenberg, Schwestern des Verschollenen, gefallen. Mit Erlaubnis von Bürgermeister und Rat zu Ravensburg verkaufen die Aussteller den Weinberg an Cristan Renger, Bäcker daselbst, für 29 lb d Ravensburger Währung. Der Weingarten liegt in Ravensburg bei dem großen Torkel und der steinernen Brücke zwischen den Weingärten Konrad Kriegers und Hans Feierabends ("Virabends"). Das restliche Drittel gehörte Renger bereits. Der Garten zinst jährlich in die Au (Minderau) 15 d Bodenzins und in Unser Frauen Pfarrkirche zu Ravensburg 1 lb 10 ß d Ablösungszins. Die Aussteller versprechen Gewährleistung als "vertiger, tröster und geweren". Der Verkauf erfolgt vorbehaltlich der Rechte der Stadt Ravensburg an Steuern, Zinsen, Freiheiten, Satzungen und anderen "oberkaiten".
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Hans Herter von Sumere im Thurge (=Sommeri im Thurgau), Hans Widmer, Bürger und Schneider in Konstanz, Hans Wolf, Wirt und Bürger in Ravensburg, bekennen, letzterer in Namen seines Vetters Hans Wolf von Dinkelsbühl und dessen Ehefrau Anna Kerenbergin kraft einer am 22.6. (Donnerstag nach St. Veits Tag) 1514 datierten Vollmacht: Seit neun Jahren hält sich ihr Schwager und guter Freund Konrad Kerenberg außer Landes auf und gilt zwischenzeitlich als verstorben. Zwei Drittel eines ihm gehörenden Weinbergs sind im Erbgang an Hans Herters Ehefrau Agatha Kerenberg, an Hans Widmers Ehefrau Barbara Kerenberg und Hans Wolfs Ehefrau Anna Kerenberg, Schwestern des Verschollenen, gefallen. Mit Erlaubnis von Bürgermeister und Rat zu Ravensburg verkaufen die Aussteller den Weinberg an Cristan Renger, Bäcker daselbst, für 29 lb d Ravensburger Währung. Der Weingarten liegt in Ravensburg bei dem großen Torkel und der steinernen Brücke zwischen den Weingärten Konrad Kriegers und Hans Feierabends ("Virabends"). Das restliche Drittel gehörte Renger bereits. Der Garten zinst jährlich in die Au (Minderau) 15 d Bodenzins und in Unser Frauen Pfarrkirche zu Ravensburg 1 lb 10 ß d Ablösungszins. Die Aussteller versprechen Gewährleistung als "vertiger, tröster und geweren". Der Verkauf erfolgt vorbehaltlich der Rechte der Stadt Ravensburg an Steuern, Zinsen, Freiheiten, Satzungen und anderen "oberkaiten".
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 III U 1208
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 III Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden III
Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden III >> Urkunden >> 16. Jahrhundert
1517 Oktober 1 (dornstag nach sant Michels tag)
23,5 x 46,9 (Höhe x Breite)
Urkunden
Deutsch
Ausstellungsort: Ravensburg
Aussteller: Hans Herter von Sommeri im Thurgau ("Sumere im Thurge") u.a.
Empfänger: Cristan Renger, Bäcker in Ravensburg
Siegler: Paul von Moshain, Bürgermeister, Konrad Humpis, Stadtammann in Ravensburg
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 2 S., 1 eingenäht, 1 abg.
Aussteller: Hans Herter von Sommeri im Thurgau ("Sumere im Thurge") u.a.
Empfänger: Cristan Renger, Bäcker in Ravensburg
Siegler: Paul von Moshain, Bürgermeister, Konrad Humpis, Stadtammann in Ravensburg
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 2 S., 1 eingenäht, 1 abg.
Feierabend, Hans
Herter, Agatha
Herter, Hans
Humpis, Konrad; Stadtammann
Kerenberg, Agatha
Kerenberg, Anna
Kerenberg, Barbara
Kerenberg, Konrad
Krieger, Konrad
Moshain, Paul von, Bürgermeister
Renger, Cristan
Virabend s. Feierabend
Widmer, Barbara
Widmer, Hans
Wolf, Anna
Wolf, Hans
Dinkelsbühl AN; Einwohner
Konstanz KN; Einwohner
Ravensburg RV
Ravensburg RV; Bürgermeister und Rat
Ravensburg RV; Bürgermeister
Ravensburg RV; Einwohner
Ravensburg RV; Pfarrkirche Unserer lieben Frau
Ravensburg RV; Stadtammann
Ravensburg RV; Währung
Weißenau : Eschach, Ravensburg RV; Abtei
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:24 MEZ
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