Der kurfürstliche Hofrat in München bestätigt und beurkundet einen Vergleich zwischen der Bürgergemeinde Rohr und dem beklagten Kloster Rohr als deren Grundherrn. Beide Parteien einigen sich dahingehend, dass die Bürger künftig auf das Scharwerksbrot für landwirtschaftliche und Jagd-Frondienste sowie auf die Rückzahlung entrichteter Bußgelder verzichten. Im Gegenzug gewährt Augustin [Pauhofer], Propst des Klosters Rohr, im Einvernehmen mit dem Konvent, den Bürgern das Holzsammeln in den klostereigenen Wäldern sowie das Weiderecht auf der „Rohrweeg genannten Wismahd jeweils zu festgelegten Zeiten. Des Weiteren verpflichten sich die Bürger, auch künftig den Wolfshaber abzugeben. S: Kurfürstlich-bayerischer Hofrat in München
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Der kurfürstliche Hofrat in München bestätigt und beurkundet einen Vergleich zwischen der Bürgergemeinde Rohr und dem beklagten Kloster Rohr als deren Grundherrn. Beide Parteien einigen sich dahingehend, dass die Bürger künftig auf das Scharwerksbrot für landwirtschaftliche und Jagd-Frondienste sowie auf die Rückzahlung entrichteter Bußgelder verzichten. Im Gegenzug gewährt Augustin [Pauhofer], Propst des Klosters Rohr, im Einvernehmen mit dem Konvent, den Bürgern das Holzsammeln in den klostereigenen Wäldern sowie das Weiderecht auf der „Rohrweeg genannten Wismahd jeweils zu festgelegten Zeiten. Des Weiteren verpflichten sich die Bürger, auch künftig den Wolfshaber abzugeben. S: Kurfürstlich-bayerischer Hofrat in München
Kloster Rohr Urkunden, BayHStA, Kloster Rohr Urkunden 565
KU Rohr F 31
Kloster Rohr Urkunden
Kloster Rohr Urkunden >> Urkunden
1675 Oktober 3
Darin: Umschlag mit Kurzbetreff, Jahresangabe und Registraturvermerk ("No 3")
Pap.
Urkunden
ger
Besiegelung/Beglaubigung: Papiersiegel über Wachs; unterschrieben durch die kurfürstliche Hofkanzlei
Überlieferung: Ausfertigung
Sprache: dt.
Ausstellungsort: München
Originaldatierung: den dritten monatstag octobris im aintausenntsechshundert fünffundsibenzigisten jahr
Medium: A = Analoges Archivalie
Jahr: 1675
Monat: 10
Tag: 3
Äußere Beschreibung: 32 x 21 cm, Libell (4 Bl.)
Überlieferung: Ausfertigung
Sprache: dt.
Ausstellungsort: München
Originaldatierung: den dritten monatstag octobris im aintausenntsechshundert fünffundsibenzigisten jahr
Medium: A = Analoges Archivalie
Jahr: 1675
Monat: 10
Tag: 3
Äußere Beschreibung: 32 x 21 cm, Libell (4 Bl.)
Hutterer
Pauhofer: Augustin, Propst zu Rohr
Rohr i.NB (Lkr. Kelheim), Markt: Bürgerschaft
Rohr i.NB (Lkr. Kelheim): Rohrweeg (Wismahd)
Bayern, Herzogtum/Kurfürstentum: Hofrat
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
03.04.2025, 13:40 MESZ