Vor dem Offizial, ordentlichem Richter des Hofs zu Münster, bekunden Johann von Ascheberg als Immissus der Gottendorfschen Güter und sein Vetter Henrich von Ascheberg, ältester Sohn des verstorbenen Henrich von Ascheberg zu Gottendorf, daß Hermann Kerckerinck zur Borch für den Verstorbenen Bürge geworden ist gegenüber Mechtild von Münster für 1000 Rtl., die jetzt an die Valcke zum Rocholl gefallen sind, Herrn Wilbrant von Raesfeld, Domvikar zu Münster, für 100 Rtl., Helene von Hovel für 200 Rtl., die Vormünder Ursulen Herdings für 200 Rtl., Herrn Hermann Biderwant, Elemosinar des Doms zu Münster für 100 Rtl., Arnold Isfordinck für 500 Rtl., Henrich Frenckinck, Hutmacher zu Münster, für 300 Rtl., der Witwe Ciriaci Hensen, Bürgerin zu Münster, für 200 Rtl., Herrn Dietrich Zweifel, Elemosinar, für 100 Rtl. und die Witwe Wibbekens für 100 Rtl. Von vielen Verschreibungen sind die Zinsen seit Jahren rückständig. Der Rückstand beläuft sich zuzüglich der Kosten auf 1300 Rtl., das Kapital auf 1200 Rtl. Mit Zustimmung des Immissus übergibt Heinrich von Ascheberg zur Abdeckung dieser Summen an Hermann Kerckerinck das Heidtmannserbe mit dem Kotten Stroyer und Blankenfordts Pferdekotten, alles im Ksp. Rinkerode, Hemmerbauerschaft, dazu 5 Stücke Land im Esch ebenda, mit Eichenbäumen bepflanzt, und einen Zehnt, der jährlich 2 Molt 8 Scheffel Hafer und 4 Hühner aus dem Ksp. Amelsbüren abwirft. Der Offizial siegelt. Welches geschehen zu Münster in der Siegellcammern. Zeugen: Walter Hane und Friderich Niermann, Diener der Siegelkammer. Unterschrift des Notars Johannes Missing.

Vollständigen Titel anzeigen
Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen
Objekt beim Datenpartner
Loading...