F 2 - Sohllederfabrik Hermann Kraemer / Aktiengesellschaft Hilchenbacher Lederwerke vorm. Giersbach, Hüttenhain & Kraemer (Bestand)
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Stiftung Westfälisches Wirtschaftsarchiv (Archivtektonik) >> F - Firmen
1813-1929
Firmensitz: Hilchenbach Branche: Lederindustrie Die Sohllederfabrik Kraemer war ursprünglich ein Teilbetrieb der seit 1784 in Hilchenbach betriebenen Rotgerberei von Bürgermeister Hermann Hüttenhein (+ 1813). Seine dritte Ehefrau heiratete in zweiter Ehe Hermann Kraemer (1802-1863) aus Freudenberg, der die Gerberei übernahm und ausbaute. Unter seiner Leitung entwickelte sich die Gerberei zum Industriebetrieb. Kraemer beteiligte sich an der Gerberei Fr. Müller & Cie., Hilchenbach sowie am Puddelwerk Herm. Kraemer & Katz, Kirchhundem. Er besaß ferner Anteile an mindestens 33 Erzgruben, zwei Schieferbrüchen und vier Stahlhütten und gehörte dem Westfälischen Provinziallandtag an. Sein Sohn Carl Wilhelm (1831-1876) und sein Enkel Hermann August (1867-1910) führten das Unternehmen weiter, bevor es 1898 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt wurde. 2 m Der Bestand enthält neben Firmenschriftgut persönliche Aufzeichnungen von Hermann Kraemer bzw. der Familie Kraemer. 1. Sohllederfabrik Hermann Kraemer / AG Hilchenbacher Lederwerke Hauptbücher mit Registern 1841-1901 (13); Memoriale 1844-1848 (1); Journale 1854-1901 (8); Kontenbücher 1854-1900 (4); Kassabücher 1863-1879 (2); Fakturabuch 1886-1895 (1); Lohnbuch 1880-1891 (1); Versandbuch 1886-1901 (1); Speditionsbuch 1890-1899 (1); Briefkopierbuch 1843-1848 (1). Bilanzen 1867-1898 (23); Bilanzunterlagen 1855-1859 (4); Gesellschaftsverträge 1847-1877 (9); Prozesse 1831-1878 (13); Konzessionsurkunden 1856-1865 (2); Handelsregistereintragungen 1862-1868 (2); Grundsteuer 1870 (1); eingegangene Briefe 1874-1896 (6). 2. Herm. Kraemer & Katz, Kirchhundem Memoriale 1834-1855 (2); Kassabücher 1838-1855 (1); Bilanzen 1851-1854 (1). 3. Friedr. Müller & Cie., Gerberei, Hilchenbach Bilanzen 1862, 1864 4. Bergwerksbesitz "Berechnung über Berg- und Hüttenbetrieb" (im Siegerland und Kreis Olpe) 1815-1871 (1); Kuxe der Gruben Florenburg und Prinz Friedrich Carl 1863(1). 5. Ehrenämter der Firmeninhaber, Familienschriftgut Petitionen des Landtagsabgeordneten Kraemer 1843-1847 (darin Bürgerschule Siegen 1833) (1); 7. Westfälischer Provinziallandtag 1843(2); Bürgermeister Wilhelm Kraemer, Hilchenbach 1863, 1868 (3); Vormundschaften, Todesanzeigen 1868-1929 (2).
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.11.2025, 13:59 MEZ