Supplicationis Auseinandersetzung um Bestellung eines Prozeßvertreters
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(1) 1595
Wismar K 21 (W K 1 n. 21)
Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803
Prozeßakten des Tribunals 1653-1803 >> 11. 1. Kläger K
22.03.1664-11.05.1664
Kläger: (2) Gabin Kote, Bäcker zu Wismar
Beklagter: Bürgermeister und Rat zu Wismar
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Dr. Henning Christoph Gerdes (A & P) Bekl.: Dr. Caspar Schwartzkopf (A & P)
Fallbeschreibung: Nachdem sein Prozeß gegen Daniel Heine wegen ausstehender Pachtzahlung an das Niedergericht verwiesen wurde, hat sich sein Prozeßvertreter vor dem Tribunal, Dr. Henning Christoph Gerdes, geweigert, das Mandat vor dem Niedergericht fortzuführen, da er von diesem bereits einmal in der Sache wegen ungebührlicher Schreibweise zu 20 Rtlr Strafe verurteilt worden war. Kl. bittet, daß Gerhard Schlaff, Sekretär der Stadt Wismar, zur Übernahme des Mandats verpflichtet wird, da er in den Fall eingedacht ist. Bekl. verweigern aber die Erlaubnis an Schlaff, den Fall zu übernehmen und geben an, Kl. könne sich einen anderen Anwalt suchen. Tribunal weist Rat am 23.03. an, Dr. Schlaff zur Prozeßvertretung an- oder Kl. einen anderen qualifizierten Rechtsbeistand zuzuweisen. Am 31.03. lehnen Bekl. es wegen der Injurien des Kl.s ab, Dr. Schlaff als Prozeßvertreter zuzulassen und bitten darum, Kl. an das Ratsgericht zu verweisen. Das Tribunal fordert Kl. am 19.04. zur Erwiderung auf, am 29.04.1664 bittet Kl. erneut um Zuordnung eines Advokaten und Entscheidung wegen der Pachtzahlung von St. Jacobshof und -mühle, um die sich der Streit dreht.
Instanzenzug: 1. Tribunal 1664
Prozessbeilagen: (7) von Gerichtssekretär Arnold Böttcher vorgenommene Befragung in Wismar ansässiger Anwälte wegen Übernahme des Mandats vom 29.03.1664; Aufstellung über Sporteln am Tribunal in dem Fall (3 Rtlr 12 s)
Beklagter: Bürgermeister und Rat zu Wismar
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Dr. Henning Christoph Gerdes (A & P) Bekl.: Dr. Caspar Schwartzkopf (A & P)
Fallbeschreibung: Nachdem sein Prozeß gegen Daniel Heine wegen ausstehender Pachtzahlung an das Niedergericht verwiesen wurde, hat sich sein Prozeßvertreter vor dem Tribunal, Dr. Henning Christoph Gerdes, geweigert, das Mandat vor dem Niedergericht fortzuführen, da er von diesem bereits einmal in der Sache wegen ungebührlicher Schreibweise zu 20 Rtlr Strafe verurteilt worden war. Kl. bittet, daß Gerhard Schlaff, Sekretär der Stadt Wismar, zur Übernahme des Mandats verpflichtet wird, da er in den Fall eingedacht ist. Bekl. verweigern aber die Erlaubnis an Schlaff, den Fall zu übernehmen und geben an, Kl. könne sich einen anderen Anwalt suchen. Tribunal weist Rat am 23.03. an, Dr. Schlaff zur Prozeßvertretung an- oder Kl. einen anderen qualifizierten Rechtsbeistand zuzuweisen. Am 31.03. lehnen Bekl. es wegen der Injurien des Kl.s ab, Dr. Schlaff als Prozeßvertreter zuzulassen und bitten darum, Kl. an das Ratsgericht zu verweisen. Das Tribunal fordert Kl. am 19.04. zur Erwiderung auf, am 29.04.1664 bittet Kl. erneut um Zuordnung eines Advokaten und Entscheidung wegen der Pachtzahlung von St. Jacobshof und -mühle, um die sich der Streit dreht.
Instanzenzug: 1. Tribunal 1664
Prozessbeilagen: (7) von Gerichtssekretär Arnold Böttcher vorgenommene Befragung in Wismar ansässiger Anwälte wegen Übernahme des Mandats vom 29.03.1664; Aufstellung über Sporteln am Tribunal in dem Fall (3 Rtlr 12 s)
Akten
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
29.10.2025, 11:27 AM CET