Oberkirchenrat Karl Mensing (Bestand)
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7NL 058
Archiv der Evangelischen Kirche im Rheinland (Archivtektonik) >> 7NL Nachlässe >> 7NL 058 Oberkirchenrat Dr. Karl Mensing
Bestandsbeschreibung: Oberkirchenrat Dr. Karl Mensing Karl Mensing (1876-1953) war beruflich als Rechtsanwalt in Wuppertal-Elberfeld tätig. 1920 wurde er Mitglied des Presbyteriums der dortigen reformierten Gemeinde. 1921-1933 übte er das Amt des Kirchmeisters aus und gehörte zahlreichen kirchlichen Gremien von Kirchenkreisebene bis zur Preußischen Landeskirche an. Seit 1933 engagierte er sich stark für die Bekennende Kirche und fungierte als Rechtsbeistand der BK in zahlreichen Konfliktfällen. 1937 wurde er vorübergehend inhaftiert. 1945 trat Mensing in die Kirchenleitung ein, seit 1948 amtierte er als Oberkirchenrat in Düsseldorf. Inhalt: Predigten 1941-1951; private und dienstliche Korrespondenz; persönliche Feierlichkeiten (Silberhochzeit, Ehrendoktorwürde, 75. Geburtstag); Handakten betr. Kirchenordnung, Pfarrstellenbesetzungsrecht, Wahlordnung 1946-1952. Nachtrag 2005: Korrespondenzen 1943-1951, Tagebücher und Notizkalender 1908-1951 (s. Liste) Nachtrag 2016: Die Handakten Nr. 1-3 wurden als Nr. 20-22 auch nummerisch in den Bestand integriert und durch weitere Handakten Nr. 23 bis 27 zu Kirchenrechtsthemen ergänzt. Weitere Handakten Mensings zu Kirchenordnungsfragen der EKiR befinden sich im Bestand 1OB 017 (LKA Sachakten 1) unter den Nr. 4714 bis 4732. Literatur: Gerd Mönkemeier: Art. Karl Mensing, in: BBKL V (1993), Sp. 1271f. Ergänzende Archivbestände: 1OB 022 (Persakten LKA) Nr. 217.
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.11.2025, 14:00 MEZ