F 1 - Evangelisches Dekanatamt Aalen (Bestand)
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F 1
Landeskirchliches Archiv Stuttgart (Archivtektonik) >> F - Dekanatsarchive
1656-1984
Einleitung: ===== Orts- und Kirchengeschichte =====
Bei der heutigen Kreisstadt Aalen befand sich ein römisches Kavalleriekastell am rätischen Limes. Es dürfte sich eine Siedlung ausgebildet haben, die dann wohl zwischen 1241 und 1246 durch die Staufer als Stadt angelegt wurde. 1339 wird Aalen erstmals als civitas erwähnt. Die Stadt zählte zeitweilig zum Herrschaftsgebiet der Grafen von Oettingen und wurde 1358/59 an Württemberg verpfändet. 1360 erfolgte die Ablösung der Pfandschaft und die Erhebung zur Reichsstadt. Aalen spielte im Reichsgeschehen allerdings keine Rolle und bildete auch kein nennenswertes Territorium aus.
Dorf und Kirche waren in älterer Zeit Filial von Unterkochen. 1340 war die Pfarrkirche St. Nikolaus dem Kloster Ellwangen inkorporiert und wurde durch einen ständigen Vikar versehen. 1575 führte die Stadt unter Hinzuziehung von Jakob Andreæ die Reformation durch. Der erste von der Stadt berufene evangelische Pfarrer war Adam Salomon. Gleichzeitig wurde eine ständige Vikariatsstelle geschaffen, die 1891 in die zweite Stadtpfarrstelle umgewandelt wurde. Die heutige barocke Stadtkirche wurde 1765/67 anstelle der durch Turmeinsturz zerstörten Kirche von 1650 erbaut. 1802/03 wurde Aalen dem Königreich Württemberg zugeschlagen und Sitz eines Dekanatamtes.
Das Dekanat Aalen gehört zur Prälatur Ulm und umfaßt auch die Pfarreien auf dem Härtsfeld und im Ries. Zum Kirchenbezirk zählen somit alte ev. Orte, die beispielsweise zur Grafschaft Oettingen-Wallerstein oder zu Nördlingen gehörten, und neuwürttembergische junge ev. Gemeinden wie Ellwangen, die allerdings wohl über die schönste ev. Pfarrkirche im Kirchenbezirk verfügt. 1951 wurde bei der Bildung des Dekanats Schwäbisch Gmünd der Aalener Kirchenbezirk erheblich verkleinert.
===== Bestandsgeschichte und Bestandsbearbeitung =====
Der größte Teil des Archivs war bis 1997 im Turm der Stadtkirche untergebracht. Die sachgerechte Lagerung erwies sich als immer problematischer, da durch Schwankungen im Raumklima (Luftfeuchtigkeit und Lufttemperatur) Schäden an den Archivalien zu erwarten waren. Somit wurde beschlossen, das Archiv an das Landeskirchliche Archiv Stuttgart abzugeben. Es wird dort zentral verwahrt und verwaltet (vgl. hierzu Erlaß AZ 32.40 Nr. 7/5.4 vom 9. Februar 1998). Die Abgabe erfolgte im Juni 1997. Im Dekanatamt selbst befinden sich die Kirchenbücher sowie die zur laufenden Arbeit benötigten Bände und ungebundenen Akten. Im Inventar wird jeweils darauf hingewiesen, welche Unterlagen sich noch in Aalen befinden.
Das Archiv des Dekanatamtes Aalen wurde in zwei Schritten geordnet und verzeichnet: 1958 durch Dr. Gerhard Schäfer und 1997/98 durch Dr. Karl Kempf und Dorothea Reuter. Da Aalen bis 1803 Reichsstadt war, finden sich im dekanatamtlichen Archiv fast ausschließlich Akten des 19. und 20. Jahrhunderts. Die älteren Akten zur Kirchengeschichte befinden sich - soweit noch vorhanden - im Stadtarchiv. Ausnahmen bilden die Kirchenbücher, die 1656 einsetzen, und wenige Ortsakten, so beispielsweise zu Lauterburg (Nr. 730) und Oberkochen (Nr. 750-752). Um ein zweites Inventar zu vermeiden, wurde der Bestand vollständig mit Hilfe des Datenbankprogramms FAUST erfasst. Dabei wurde das bereits bearbeitete Material keiner neuen Ordnung und Verzeichnung unterzogen, sondern nur mit den neuen Bestellnummern und Umfangsangaben versehen. Die Anordnung richtet sich dementsprechend nach dem vorhandenen Archiv-Inventar und den Registraturordnungen aus den Jahren 1901 und 1932 , die für die gesamte Landeskirche eingeführt wurden. Die angegebenen Vorsignaturen beziehen sich auf diese beiden Registraturordnungen.
Vor längerem wurden die Beilagen der Kirchenpflegrechnungen kassiert, deshalb finden sich verhältnismäßig wenig Sonderrechnungen und ausgewählte Beilagen. Im Zuge der jüngsten Verzeichnungsarbeit wurden Unterlagen nach den Richtlinien des Landeskirchenlichen Archivs kassiert. Insbesondere die Erlasse des Ev. Oberkirchenrats wurden dann kassiert, wenn sie von allgemeingültiger Natur waren und keine Relevanz für Kirchenbezirk oder einzelne Kirchengemeinde hatten.
Die Erfassung durch ein Datenbankprogramm ermöglichte es, einen umfangreichen Index zu erstellen, der den Zugriff auf das überlieferte Schriftgut erleichtern soll. Ferner wurde eine Konkordanz der alten Inventarnummern zu den neuen Bestellnummern erstellt.
Einleitung: Bei der heutigen Kreisstadt Aalen befand sich ein römisches Kavalleriekastell am rätischen Limes. Es dürfte sich eine Siedlung ausgebildet haben, die dann wohl zwischen 1241 und 1246 durch die Staufer als Stadt angelegt wurde. 1339 wird Aalen erstmals als civitas erwähnt. Die Stadt zählte zeitweilig zum Herrschaftsgebiet der Grafen von Oettingen und wurde 1358/59 an Württemberg verpfändet. 1360 erfolgte die Ablösung der Pfandschaft und die Erhebung zur Reichsstadt. Aalen spielte im Reichsgeschehen allerdings keine Rolle und bildete auch kein nennenswertes Territorium aus.
Dorf und Kirche waren in älterer Zeit Filial von Unterkochen. 1340 war die Pfarrkirche St. Nikolaus dem Kloster Ellwangen inkorporiert und wurde durch einen ständigen Vikar versehen. 1575 führte die Stadt unter Hinzuziehung von Jakob Andreæ die Reformation durch. Der erste von der Stadt berufene evangelische Pfarrer war Adam Salomon. Gleichzeitig wurde eine ständige Vikariatsstelle geschaffen, die 1891 in die zweite Stadtpfarrstelle umgewandelt wurde. Die heutige barocke Stadtkirche wurde 1765/67 anstelle der durch Turmeinsturz zerstörten Kirche von 1650 erbaut. 1802/03 wurde Aalen dem Königreich Württemberg zugeschlagen und Sitz eines Dekanatamtes.
Das Dekanat Aalen gehört zur Prälatur Ulm und umfaßt auch die Pfarreien auf dem Härtsfeld und im Ries. Zum Kirchenbezirk zählen somit alte ev. Orte, die beispielsweise zur Grafschaft Oettingen-Wallerstein oder zu Nördlingen gehörten, und neuwürttembergische junge ev. Gemeinden wie Ellwangen, die allerdings wohl über die schönste ev. Pfarrkirche im Kirchenbezirk verfügt. 1951 wurde bei der Bildung des Dekanats Schwäbisch Gmünd der Aalener Kirchenbezirk erheblich verkleinert.
Der größte Teil des Archivs war bis 1997 im Turm der Stadtkirche untergebracht. Die sachgerechte Lagerung erwies sich als immer problematischer, da durch Schwankungen im Raumklima (Luftfeuchtigkeit und Lufttemperatur) Schäden an den Archivalien zu erwarten waren. Somit wurde beschlossen, das Archiv an das Landeskirchliche Archiv Stuttgart abzugeben. Es wird dort zentral verwahrt und verwaltet (vgl. hierzu Erlaß AZ 32.40 Nr. 7/5.4 vom 9. Februar 1998). Die Abgabe erfolgte im Juni 1997. Im Dekanatamt selbst befinden sich die Kirchenbücher sowie die zur laufenden Arbeit benötigten Bände und ungebundenen Akten. Im Inventar wird jeweils darauf hingewiesen, welche Unterlagen sich noch in Aalen befinden.
Das Archiv des Dekanatamtes Aalen wurde in zwei Schritten geordnet und verzeichnet: 1958 durch Dr. Gerhard Schäfer und 1997/98 durch Dr. Karl Kempf und Dorothea Reuter. Da Aalen bis 1803 Reichsstadt war, finden sich im dekanatamtlichen Archiv fast ausschließlich Akten des 19. und 20. Jahrhunderts. Die älteren Akten zur Kirchengeschichte befinden sich - soweit noch vorhanden - im Stadtarchiv. Ausnahmen bilden die Kirchenbücher, die 1656 einsetzen, und wenige Ortsakten, so beispielsweise zu Lauterburg (Nr. 730) und Oberkochen (Nr. 750-752). Um ein zweites Inventar zu vermeiden, wurde der Bestand vollständig mit Hilfe des Datenbankprogramms FAUST erfasst. Dabei wurde das bereits bearbeitete Material keiner neuen Ordnung und Verzeichnung unterzogen, sondern nur mit den neuen Bestellnummern und Umfangsangaben versehen. Die Anordnung richtet sich dementsprechend nach dem vorhandenen Archiv-Inventar und den Registraturordnungen aus den Jahren 1901 und 1932 , die für die gesamte Landeskirche eingeführt wurden. Die angegebenen Vorsignaturen beziehen sich auf diese beiden Registraturordnungen.
Vor längerem wurden die Beilagen der Kirchenpflegrechnungen kassiert, deshalb finden sich verhältnismäßig wenig Sonderrechnungen und ausgewählte Beilagen. Im Zuge der jüngsten Verzeichnungsarbeit wurden Unterlagen nach den Richtlinien des Landeskirchenlichen Archivs kassiert. Insbesondere die Erlasse des Ev. Oberkirchenrats wurden dann kassiert, wenn sie von allgemeingültiger Natur waren und keine Relevanz für Kirchenbezirk oder einzelne Kirchengemeinde hatten.
Die Erfassung durch ein Datenbankprogramm ermöglichte es, einen umfangreichen Index zu erstellen, der den Zugriff auf das überlieferte Schriftgut erleichtern soll. Ferner wurde eine Konkordanz der alten Inventarnummern zu den neuen Bestellnummern erstellt.
Bei der heutigen Kreisstadt Aalen befand sich ein römisches Kavalleriekastell am rätischen Limes. Es dürfte sich eine Siedlung ausgebildet haben, die dann wohl zwischen 1241 und 1246 durch die Staufer als Stadt angelegt wurde. 1339 wird Aalen erstmals als civitas erwähnt. Die Stadt zählte zeitweilig zum Herrschaftsgebiet der Grafen von Oettingen und wurde 1358/59 an Württemberg verpfändet. 1360 erfolgte die Ablösung der Pfandschaft und die Erhebung zur Reichsstadt. Aalen spielte im Reichsgeschehen allerdings keine Rolle und bildete auch kein nennenswertes Territorium aus.
Dorf und Kirche waren in älterer Zeit Filial von Unterkochen. 1340 war die Pfarrkirche St. Nikolaus dem Kloster Ellwangen inkorporiert und wurde durch einen ständigen Vikar versehen. 1575 führte die Stadt unter Hinzuziehung von Jakob Andreæ die Reformation durch. Der erste von der Stadt berufene evangelische Pfarrer war Adam Salomon. Gleichzeitig wurde eine ständige Vikariatsstelle geschaffen, die 1891 in die zweite Stadtpfarrstelle umgewandelt wurde. Die heutige barocke Stadtkirche wurde 1765/67 anstelle der durch Turmeinsturz zerstörten Kirche von 1650 erbaut. 1802/03 wurde Aalen dem Königreich Württemberg zugeschlagen und Sitz eines Dekanatamtes.
Das Dekanat Aalen gehört zur Prälatur Ulm und umfaßt auch die Pfarreien auf dem Härtsfeld und im Ries. Zum Kirchenbezirk zählen somit alte ev. Orte, die beispielsweise zur Grafschaft Oettingen-Wallerstein oder zu Nördlingen gehörten, und neuwürttembergische junge ev. Gemeinden wie Ellwangen, die allerdings wohl über die schönste ev. Pfarrkirche im Kirchenbezirk verfügt. 1951 wurde bei der Bildung des Dekanats Schwäbisch Gmünd der Aalener Kirchenbezirk erheblich verkleinert.
===== Bestandsgeschichte und Bestandsbearbeitung =====
Der größte Teil des Archivs war bis 1997 im Turm der Stadtkirche untergebracht. Die sachgerechte Lagerung erwies sich als immer problematischer, da durch Schwankungen im Raumklima (Luftfeuchtigkeit und Lufttemperatur) Schäden an den Archivalien zu erwarten waren. Somit wurde beschlossen, das Archiv an das Landeskirchliche Archiv Stuttgart abzugeben. Es wird dort zentral verwahrt und verwaltet (vgl. hierzu Erlaß AZ 32.40 Nr. 7/5.4 vom 9. Februar 1998). Die Abgabe erfolgte im Juni 1997. Im Dekanatamt selbst befinden sich die Kirchenbücher sowie die zur laufenden Arbeit benötigten Bände und ungebundenen Akten. Im Inventar wird jeweils darauf hingewiesen, welche Unterlagen sich noch in Aalen befinden.
Das Archiv des Dekanatamtes Aalen wurde in zwei Schritten geordnet und verzeichnet: 1958 durch Dr. Gerhard Schäfer und 1997/98 durch Dr. Karl Kempf und Dorothea Reuter. Da Aalen bis 1803 Reichsstadt war, finden sich im dekanatamtlichen Archiv fast ausschließlich Akten des 19. und 20. Jahrhunderts. Die älteren Akten zur Kirchengeschichte befinden sich - soweit noch vorhanden - im Stadtarchiv. Ausnahmen bilden die Kirchenbücher, die 1656 einsetzen, und wenige Ortsakten, so beispielsweise zu Lauterburg (Nr. 730) und Oberkochen (Nr. 750-752). Um ein zweites Inventar zu vermeiden, wurde der Bestand vollständig mit Hilfe des Datenbankprogramms FAUST erfasst. Dabei wurde das bereits bearbeitete Material keiner neuen Ordnung und Verzeichnung unterzogen, sondern nur mit den neuen Bestellnummern und Umfangsangaben versehen. Die Anordnung richtet sich dementsprechend nach dem vorhandenen Archiv-Inventar und den Registraturordnungen aus den Jahren 1901 und 1932 , die für die gesamte Landeskirche eingeführt wurden. Die angegebenen Vorsignaturen beziehen sich auf diese beiden Registraturordnungen.
Vor längerem wurden die Beilagen der Kirchenpflegrechnungen kassiert, deshalb finden sich verhältnismäßig wenig Sonderrechnungen und ausgewählte Beilagen. Im Zuge der jüngsten Verzeichnungsarbeit wurden Unterlagen nach den Richtlinien des Landeskirchenlichen Archivs kassiert. Insbesondere die Erlasse des Ev. Oberkirchenrats wurden dann kassiert, wenn sie von allgemeingültiger Natur waren und keine Relevanz für Kirchenbezirk oder einzelne Kirchengemeinde hatten.
Die Erfassung durch ein Datenbankprogramm ermöglichte es, einen umfangreichen Index zu erstellen, der den Zugriff auf das überlieferte Schriftgut erleichtern soll. Ferner wurde eine Konkordanz der alten Inventarnummern zu den neuen Bestellnummern erstellt.
Einleitung: Bei der heutigen Kreisstadt Aalen befand sich ein römisches Kavalleriekastell am rätischen Limes. Es dürfte sich eine Siedlung ausgebildet haben, die dann wohl zwischen 1241 und 1246 durch die Staufer als Stadt angelegt wurde. 1339 wird Aalen erstmals als civitas erwähnt. Die Stadt zählte zeitweilig zum Herrschaftsgebiet der Grafen von Oettingen und wurde 1358/59 an Württemberg verpfändet. 1360 erfolgte die Ablösung der Pfandschaft und die Erhebung zur Reichsstadt. Aalen spielte im Reichsgeschehen allerdings keine Rolle und bildete auch kein nennenswertes Territorium aus.
Dorf und Kirche waren in älterer Zeit Filial von Unterkochen. 1340 war die Pfarrkirche St. Nikolaus dem Kloster Ellwangen inkorporiert und wurde durch einen ständigen Vikar versehen. 1575 führte die Stadt unter Hinzuziehung von Jakob Andreæ die Reformation durch. Der erste von der Stadt berufene evangelische Pfarrer war Adam Salomon. Gleichzeitig wurde eine ständige Vikariatsstelle geschaffen, die 1891 in die zweite Stadtpfarrstelle umgewandelt wurde. Die heutige barocke Stadtkirche wurde 1765/67 anstelle der durch Turmeinsturz zerstörten Kirche von 1650 erbaut. 1802/03 wurde Aalen dem Königreich Württemberg zugeschlagen und Sitz eines Dekanatamtes.
Das Dekanat Aalen gehört zur Prälatur Ulm und umfaßt auch die Pfarreien auf dem Härtsfeld und im Ries. Zum Kirchenbezirk zählen somit alte ev. Orte, die beispielsweise zur Grafschaft Oettingen-Wallerstein oder zu Nördlingen gehörten, und neuwürttembergische junge ev. Gemeinden wie Ellwangen, die allerdings wohl über die schönste ev. Pfarrkirche im Kirchenbezirk verfügt. 1951 wurde bei der Bildung des Dekanats Schwäbisch Gmünd der Aalener Kirchenbezirk erheblich verkleinert.
Der größte Teil des Archivs war bis 1997 im Turm der Stadtkirche untergebracht. Die sachgerechte Lagerung erwies sich als immer problematischer, da durch Schwankungen im Raumklima (Luftfeuchtigkeit und Lufttemperatur) Schäden an den Archivalien zu erwarten waren. Somit wurde beschlossen, das Archiv an das Landeskirchliche Archiv Stuttgart abzugeben. Es wird dort zentral verwahrt und verwaltet (vgl. hierzu Erlaß AZ 32.40 Nr. 7/5.4 vom 9. Februar 1998). Die Abgabe erfolgte im Juni 1997. Im Dekanatamt selbst befinden sich die Kirchenbücher sowie die zur laufenden Arbeit benötigten Bände und ungebundenen Akten. Im Inventar wird jeweils darauf hingewiesen, welche Unterlagen sich noch in Aalen befinden.
Das Archiv des Dekanatamtes Aalen wurde in zwei Schritten geordnet und verzeichnet: 1958 durch Dr. Gerhard Schäfer und 1997/98 durch Dr. Karl Kempf und Dorothea Reuter. Da Aalen bis 1803 Reichsstadt war, finden sich im dekanatamtlichen Archiv fast ausschließlich Akten des 19. und 20. Jahrhunderts. Die älteren Akten zur Kirchengeschichte befinden sich - soweit noch vorhanden - im Stadtarchiv. Ausnahmen bilden die Kirchenbücher, die 1656 einsetzen, und wenige Ortsakten, so beispielsweise zu Lauterburg (Nr. 730) und Oberkochen (Nr. 750-752). Um ein zweites Inventar zu vermeiden, wurde der Bestand vollständig mit Hilfe des Datenbankprogramms FAUST erfasst. Dabei wurde das bereits bearbeitete Material keiner neuen Ordnung und Verzeichnung unterzogen, sondern nur mit den neuen Bestellnummern und Umfangsangaben versehen. Die Anordnung richtet sich dementsprechend nach dem vorhandenen Archiv-Inventar und den Registraturordnungen aus den Jahren 1901 und 1932 , die für die gesamte Landeskirche eingeführt wurden. Die angegebenen Vorsignaturen beziehen sich auf diese beiden Registraturordnungen.
Vor längerem wurden die Beilagen der Kirchenpflegrechnungen kassiert, deshalb finden sich verhältnismäßig wenig Sonderrechnungen und ausgewählte Beilagen. Im Zuge der jüngsten Verzeichnungsarbeit wurden Unterlagen nach den Richtlinien des Landeskirchenlichen Archivs kassiert. Insbesondere die Erlasse des Ev. Oberkirchenrats wurden dann kassiert, wenn sie von allgemeingültiger Natur waren und keine Relevanz für Kirchenbezirk oder einzelne Kirchengemeinde hatten.
Die Erfassung durch ein Datenbankprogramm ermöglichte es, einen umfangreichen Index zu erstellen, der den Zugriff auf das überlieferte Schriftgut erleichtern soll. Ferner wurde eine Konkordanz der alten Inventarnummern zu den neuen Bestellnummern erstellt.
16 lfd. m
Bestand
Aalen, Ostalbkreis
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
11.08.2025, 11:05 MESZ