Christina Magdalena Freiin von Kronegk macht in Anbetracht ihres hohen Alters und ihrer Leibsschwachheit folgendes Testament: 1) Empfehlung ihrer Seele an Jesu Christi und Wunsch nach einem Erdbegräbnis. 2) Von ihren wenigen zeitlichen Gütern erhält Hr. G. Carl, als ältester Sohn der Herrschaft, von den 1200 fl rh. Kapital, die sie laut Obligation von der gräfl. Kammer zu fordern hat, 400 fl. Die übrigen 800 fl sind an ihre Erben auszuzahlen. 3) Der Schmuck, den sie von des G verstorbenen Mutter bekommen hat, nämlich ein Kreuz, eine Haarnadel und ein herzförmiges Kleinod, alle mit Diamanten besetzt, soll den Comtessen gegeben werden. 4) Frl. von Liebenau erhält zum Angedenken die silberne Teekanne mit den zugehörigen Schalen und Bort. 5) Die Kinder ihres verstorbenen Bruders erhalten die Kleider und das Weißzeug. Der jüngste Sohn ihrer verstorbenen Schwester erhält zum Angedenken ein Dutzend genähte Sessel samt den zwei zugehörigen Teppichen. 6) Jeder Pfarrer erhält für seine Mühewaltung 30 fl. rh., derjenige, der das Leichenbegängnis abhält, jedoch darüber die doppelte Gebühr. 7) Ihre Magd erhält 10 fl rh. und ein Trauerkleid. 8) Ihr Schmuck, Silber und sonstiger Nachlass soll friedlich unter ihren Erben aufgeteilt werden. 9) Dieser letzte Wille gilt in jedem Fall.;. S (auf jeder Seite unten) u. U: Cristina Magdalena Freyin von Kronegk; zugleich mit S und U: Johann Gottlieb von Korbitz mp. gräfl. Oberforstmeister; Wilhelm Ludwig von Wörmb, gräfl. Hofkavallier; Georg Niclas Nieremberger, Pfarrer allhier; Johann Jacob Dieterich, Rector hirselbst; Philipp Barthol. Ziegler, gräfl. Secretarius; Benedict Kodler, Haushofmeister; Johann Georg Faust, gräfl. Hausvogt. Beglaubigung, nachgetragen auf der Umschlagseite mit SN, S u. US: Johan Christoph Grallath, aus römisch kayßerlicher Mayestätt etc. Macht und Gewalt geschworner offenbarer Notarius.; Geschehen in dem hochgräffl. Schloss Alt Orttenburg den siebenden Tag des Monats Decembris st. novo.