Karl Ellrich (Bestand)
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ELLR
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Bestandsbeschreibung: Karl Ellrich (geb. 07.12.1902 in Halberstadt, gest. 10.06.1988 in Berlin) war ein Lehrer und Vorsitzender des Zentralvorstandes "Gewerkschaft der Lehrer und Erzieher".
Ellrich war Volksschullehrer und als Lehrer im Roten Hilfe Heim MOPR in Elgersburg (Thüringen) beschäftigt. Seit 1923 war er Mitglied der KPD und ab 1925 wirkte er in der kommunistischen Gewerkschaftsarbeit. 1933 wurde er aus dem Schuldienst entlassen und seit 1943 war er als Wehrmachtssanitäter tätig. Ab 1946 war Karl Ellrich Mitglied der SED. 1945 wurde er Referent für Volks- und Mittelschulen in der Deutsche Zentralverwaltung für Volksbildung (DVV) und war von 1949 bis 1954 Vorsitzender des Zentralvorstandes der Gewerkschaft Unterricht und Erziehung, sowie Mitglied des Bundesvorstandes des Freien Deutschen Gewerkschaftsbundes (FDGB) und seines Präsidiums. 12.02.1954 wurde Karl Ellrich wegen ”gewerkschaftsfeindlicher Handlungen“ aus dem FDGB und der SED ”ausgeschlossen“ und anschließend zeitweilig inhaftiert. Darauf war er Angestellter am Deutschen Zentralinstitut für Lehrmittel und später am Deutschen Pädagogischen Zentralinstitut (DPZI).
Die Dokumente wurden von Karl Ellrichs Ehefrau Marta Ellrich 1988 dem Archiv der Akademie der Pädagogischen Wissenschaften der DDR (APW) übergegeben.
Der Bestand ist vornehmlich eine Materialsammlung zur Geschichte des MOPR-Heimes in Elgersburg (Thüringen), in dem Karl Ellrich als Lehrer tätig war. Das MOPR-Heim war ein Erholungsheim für Kinder politisch Verfolgter unter der Leitung der Roten Hilfe. Es wurde 1925 von Wilhelm Pieck, dem Leiter der Roten Hilfe Deutschlands, eröffnet.
Die Erschließung erfolgte nach den Regeln für die Erschließung von Nachlässen und Autographen (RNA) in der Archivdatenbank.
Altsignatur
0.4.32.
weiterführende Archivalien
Archivgut der SED und des FDGB, Bundesarchiv [http://www.bundesarchiv.de/sed-fdgb-netzwerk/]
Bestand der SED-Bezirksleitung Suhl, Thüringisches Staatsarchiv Meiningen [http://www.archive-in-thueringen.de/index.php?major=archiv&action=detail&object=bestand&id=23975&issearch=1]
Nachlass von Berta Daniel, Stiftung Archiv der Parteien und Massenorganisationen der DDR, Bundesarchiv Berlin-Lichterfelde [http://www.nachlassdatenbank.de/viewsingle.php?category=D&person_id=2522&asset_id=2731&sid=1d0ac8da56e953f8bb497]
Quellen
Dieter Dowe, Karlheinz Kuba, Manfred Wilke (Hrsg.): FDGB-Lexikon. Funktion, Struktur, Kader und Entwicklung einer Massenorganisation der SED (1945-1990). Berlin 2009. URL: http://library.fes.de/FDGB-Lexikon/texte/biographien/e/Ellrich,_Karl.html [Okt. 2015].
[MOPR: Meshdunarodnaja organisazija pomostschi borzam revoljuzii - Internationale Organisation zur Unterstützung von Kämpfern der Revolution]
Ellrich war Volksschullehrer und als Lehrer im Roten Hilfe Heim MOPR in Elgersburg (Thüringen) beschäftigt. Seit 1923 war er Mitglied der KPD und ab 1925 wirkte er in der kommunistischen Gewerkschaftsarbeit. 1933 wurde er aus dem Schuldienst entlassen und seit 1943 war er als Wehrmachtssanitäter tätig. Ab 1946 war Karl Ellrich Mitglied der SED. 1945 wurde er Referent für Volks- und Mittelschulen in der Deutsche Zentralverwaltung für Volksbildung (DVV) und war von 1949 bis 1954 Vorsitzender des Zentralvorstandes der Gewerkschaft Unterricht und Erziehung, sowie Mitglied des Bundesvorstandes des Freien Deutschen Gewerkschaftsbundes (FDGB) und seines Präsidiums. 12.02.1954 wurde Karl Ellrich wegen ”gewerkschaftsfeindlicher Handlungen“ aus dem FDGB und der SED ”ausgeschlossen“ und anschließend zeitweilig inhaftiert. Darauf war er Angestellter am Deutschen Zentralinstitut für Lehrmittel und später am Deutschen Pädagogischen Zentralinstitut (DPZI).
Die Dokumente wurden von Karl Ellrichs Ehefrau Marta Ellrich 1988 dem Archiv der Akademie der Pädagogischen Wissenschaften der DDR (APW) übergegeben.
Der Bestand ist vornehmlich eine Materialsammlung zur Geschichte des MOPR-Heimes in Elgersburg (Thüringen), in dem Karl Ellrich als Lehrer tätig war. Das MOPR-Heim war ein Erholungsheim für Kinder politisch Verfolgter unter der Leitung der Roten Hilfe. Es wurde 1925 von Wilhelm Pieck, dem Leiter der Roten Hilfe Deutschlands, eröffnet.
Die Erschließung erfolgte nach den Regeln für die Erschließung von Nachlässen und Autographen (RNA) in der Archivdatenbank.
Altsignatur
0.4.32.
weiterführende Archivalien
Archivgut der SED und des FDGB, Bundesarchiv [http://www.bundesarchiv.de/sed-fdgb-netzwerk/]
Bestand der SED-Bezirksleitung Suhl, Thüringisches Staatsarchiv Meiningen [http://www.archive-in-thueringen.de/index.php?major=archiv&action=detail&object=bestand&id=23975&issearch=1]
Nachlass von Berta Daniel, Stiftung Archiv der Parteien und Massenorganisationen der DDR, Bundesarchiv Berlin-Lichterfelde [http://www.nachlassdatenbank.de/viewsingle.php?category=D&person_id=2522&asset_id=2731&sid=1d0ac8da56e953f8bb497]
Quellen
Dieter Dowe, Karlheinz Kuba, Manfred Wilke (Hrsg.): FDGB-Lexikon. Funktion, Struktur, Kader und Entwicklung einer Massenorganisation der SED (1945-1990). Berlin 2009. URL: http://library.fes.de/FDGB-Lexikon/texte/biographien/e/Ellrich,_Karl.html [Okt. 2015].
[MOPR: Meshdunarodnaja organisazija pomostschi borzam revoljuzii - Internationale Organisation zur Unterstützung von Kämpfern der Revolution]
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
28.04.2025, 07:50 MESZ