Papst Benedikt XII. an die Vasallen des der römischen Kirche unmittelbar unterstellten Stiftes Essen: Aus einer von der Äbtissin Katharina vorgebrachten Eingabe (petitio) geht hervor, dass diese einen großen weltlichen Machtbereich (magnam temporalitatem multosque nobiles et barones et alios vasallos feuda nobilia et alia a dicta ecclesia obtinentes) hat und dass sie nach alter deutscher Gewohnheit (de antiqua consuetudine Alamanie) erst vom Kaiser oder vom Römischen König die weltliche Investitur (temporalitatis investituram) erlangt haben muss, ehe sie Lehen ausgeben oder den Treueid entgegenn-ehmen kann. Ist aber das Reich, so wie jetzt, vakant, so kann sie nicht investiert werden. Sie hat ihn daher gebeten, hier vorzusorgen (providere sibi super hoc). Er befiehlt deshalb allen Vasallen, der Äbtissin die schuldige Ehrerbietung (honorifincentia) zu erweisen, die Treue (fidelitatem) zu halten und die schuldigen Dienste und Rechte zu bea-chten, unbeschadet irgendwelcher anderer Rechte. Datum Auinioni 3. idus.februarii, p.n. a. 4.

Vollständigen Titel anzeigen
Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
Objekt beim Datenpartner
Loading...