Auf unserer Webseite werden neben den technisch erforderlichen Cookies noch Cookies zur statistischen Auswertung gesetzt. Sie können die Website auch ohne diese Cookies nutzen. Durch Klicken auf „Ich stimme zu“ erklären Sie sich einverstanden, dass wir Cookies zu Analyse-Zwecken setzen. Sie können Ihre Cookie-Einstellungen hier einsehen und ändern.
Wolfgang [Schutzbar genannt Milchling], bestätigter Abt von
Fulda, bekundet, dass er seinem Untertanen in Dipperz, Johann (Henn)
Cluber, dessen Eh...
Anmelden
Um Merklisten nutzen zu können, müssen Sie sich zunächst anmelden.
Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1561-1570
1563 März 15
Ausfertigung, Pergament, mit Pergamentstreifen angehängtes Siegel (nur noch bruchstückhaft vorhanden)
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: ... in unnser stadt Fulda Montags denn funffzehennden Martii im funffzehennhundertenn drei und sechzigstenn iahr
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Wolfgang [Schutzbar genannt Milchling], bestätigter Abt von Fulda, bekundet, dass er seinem Untertanen in Dipperz, Johann (Henn) Cluber, dessen Ehefrau Amalia (Ameleye) und ihren Erben eine Wiese in Heienfeld [Wüstung unterhalb Dittershausen] als Erblehen verliehen hat. Die Wiese hat Johann Cluber zuvor von Nikolaus (Clauß) Jeger gekauft. Johann Cluber und seine Ehefrau sollen die Wiese nicht aufteilen oder verpfänden. Jährlich an Michaelis [September 29] haben sie einen Zins von 18 Böhmischen [Groschen] Fuldaer Währung zu zahlen. Sie sind verpflichtet, Folge und Steuer zu leisten, und Lehnschaft und Handlohn bei Heimfall des Lehns zu entrichten. Andere Rechte und Gewohnheiten von Abt und Kloster bleiben von der Belehnung unberührt. Ankündigung des Sekretsiegels des Abtes Wolfgang. [Ausstellungsort:] Fulda. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite; Siegel: Avers)
Vermerke (Urkunde): Siegler: [Abt Wolfgang]
Auf der Plica sind drei Nachträge von unterschiedlichen Händen vermerkt worden:
(Die erben Henen Clubers haben nach seinem dotlichen abgangk invermelte wissen empfangen; sollen die nach der theillung [?] wem die wirdt widerumb annehmen und verlehenrechten; an den 24ten Iunii 68 / Kuch[en]m[ei]s[ter] subscripsi) [15]68 Juni 24.
(Clauß Beiers [?] wittiben kinder vormunder obgemelt wisen widerumb mit 3 fl empf[angen] den 17ten Novembris anno etcetera 91) [1591 November 17].
(Clauß Beiers [?] wittiben invermelde wisen mit 3 fl enttpfengen [?] den 15 Augusti anno etcetera 86 / Kuch[en]meist[er] subscripsi) [1586 August 15].
Vgl. zur Wüstung Heienfeld Reimer, Historisches Ortslexikon, S. 216.
Böhmische Groschen sind auch als Prager Groschen bekannt.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.