Martin Roßmardt von Scheer bekundet: Reichserbtruchseß Christoph [voller Titel] hat ihm für das Studium der Theologie auf Widerruf ein jährliches Stipendium von 40 fl. aus einer Heiligenpfründe bewilligt. Der Empfänger verspricht, das Geld nur für seinen Lebensunterhalt zu verwenden, fleißig zu studieren und nach Erlangung priesterlicher Würden dem Reichserbtruchsessen oder seinen Erben für eine angemessene Pfründe in Untertänigkeit zu dienen. Eine Rückzahlung des Stipendiums entfällt, es sei denn, der Empfänger bleibt im weltlichen Stand oder nimmt nach Studienabschluß mit Zustimmung des A. oder seiner Erben eine auswärtige Stelle an; wird die Gesamtsumme der Aufwendungen in diesen Fällen nicht zurückgezahlt, können der Empfänger und seine Erben zu gen. Bedingungen gepfändet werden.
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Martin Roßmardt von Scheer bekundet: Reichserbtruchseß Christoph [voller Titel] hat ihm für das Studium der Theologie auf Widerruf ein jährliches Stipendium von 40 fl. aus einer Heiligenpfründe bewilligt. Der Empfänger verspricht, das Geld nur für seinen Lebensunterhalt zu verwenden, fleißig zu studieren und nach Erlangung priesterlicher Würden dem Reichserbtruchsessen oder seinen Erben für eine angemessene Pfründe in Untertänigkeit zu dienen. Eine Rückzahlung des Stipendiums entfällt, es sei denn, der Empfänger bleibt im weltlichen Stand oder nimmt nach Studienabschluß mit Zustimmung des A. oder seiner Erben eine auswärtige Stelle an; wird die Gesamtsumme der Aufwendungen in diesen Fällen nicht zurückgezahlt, können der Empfänger und seine Erben zu gen. Bedingungen gepfändet werden.
Abt. Staatsarchiv Sigmaringen, Dep. 30/1 T 1 Nr. 695
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Sigmaringen, Dep. 30/1 T 1 Friedberg-Scheer: Urkunden
Friedberg-Scheer: Urkunden >> Urkunden Grafschaft Friedberg-Scheer >> 17. Jahrhundert >> 1600 - 1609
1604 Oktober 22
Urkunden
Siegler: Siegelankündigung: auf Bitten des A. die fürsichtigen, ehrsamen und weisen Bm. und Rat der Stadt Scheer.
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 Sg.; aufgedrückt; mit Papierdecke; wie auf Dep. 30/1 T 1 Nr. 590.
Anmerkungen: D: Sein ihme die erste 10 fl. quartalgellt den 22. octobris anno 1604 durch landtamman Caspar Schatz geben und verordnet worden.
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 Sg.; aufgedrückt; mit Papierdecke; wie auf Dep. 30/1 T 1 Nr. 590.
Anmerkungen: D: Sein ihme die erste 10 fl. quartalgellt den 22. octobris anno 1604 durch landtamman Caspar Schatz geben und verordnet worden.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
03.04.2025, 13:50 MESZ
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