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Stadt Warendorf Urkunden
1632 Oktober 21
Regest: Bürgermeister und Rat der Stadt Warendorf verkaufen an Johann Giese, dem alten Kämmerer, und Hermann zu Horn als Vormünder der Kinder des verstorbenen Dr. Gottfried Giese eine jährliche Rente von 25 Reichstaler, im Verzugsfalle von 30 Reichstaler aus den städtischen Gütern und Einkünften für 500 Reichstaler, die die Stadt besonders für die Abfindung des Licentiaten Mensing, Fürstl. Osnabrückischen Kanzlers verwandt hat, unter Verpfändung der städtischen Güter und Einkünfte. Es bürgen die Warendorfer Bürger: 1. Henrich und Margareta Huge, Eheleute, mit ihrem Haus an der Oststraße zwischen Arndt Weppelmann und der Kurzen Straße "nacher der Brüningbreiden" und ihrem Kamp am Walgernweg zwischen den Kämpen des Schulten zur Wedemhove und Christian Redekers. 2. Johann Vaget und Sophie, Eheleute, mit ihrem Haus und Hof in der Oststraße zwischen Johann Schmidt und dem verstorbenen Röttger Huge, 3. Dieterich Nolman und Elisabeth, Eheleute, mit ihrem Haus zwischen Zerriesen Uchtrup und Henrich Aleff "zu endt der Luninger Straßen". 4. Jost zu Holtrup und Clara, Eheleute, mit ihrem Haus an der Oststraße zwischen dem verstorbenen Martin Schuirman und Christian Heßling. 5. Jürgen Cloet und Katharina, Eheleute, mit all ihrem Gut.
Ausfertigung - Pergament 27,5 x 45 cm; anhängendes Sekretsiegel in Holzkapsel. Unterschriften der Bürgen und des Joh. Consbruch, secretarius. Laut Notiz in dorso abgelöst 1722 November 9. Abschrift beiliegend. Bisher U 172.
Urkunden
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.