Abt W[olfram II.] vom Kloster Michelsberg in Babenberc(1) teilt Graf Albert [III.] von Bogen mit, dass der Ministeriale Gerlohus [von Frammelsberg](2) in seinem Kloster sterbend folgendes Testament gemacht und um dessen Billigung gebeten hat: Dem Kloster Windiberc schenkt er sein Gut (pred.) in Grube(3) und Rottemanne(4). Das Gut (pred.) in Enningen(5) ist Walchun für 4 Taler verpfändet, was er dem Sohn seines Bruders G. aufgetragen hat, dass er es um 5 ß und 10 Münzen aus dem Lehen in Perhartesdorf(6) einlöse; das Gut in Enningen soll dann dem Abt von Altaha(7) gehören unter der Bedingung, dass seine Schwester Hedewic Zeit ihres Lebens die Nutzniessung habe. Den Hof (curia) seines Bruders Marc[ward] in Emchindorf(8), Bertha von Hubrechouen(9) mit Kindern und Richzen von Bergen(10) samt Kindern hat er dem Grafen von Bogen aufgetragen. Seinen Kindern von dieser Richza soll der Sohn seines Bruders das Lehen des Lampert überlassen. Seine Güter Emmichdorf(11) und Wissi(12) sollen die Testamentsvollstrecker verkaufen und seinen Dienern Recheuuin, Friderich, Eberhart, Friderich, Heinrich, Bertholt Bogener und Wezil je 3 Taler geben. Das Lehen in Entichouen(13), das der Bruder Rudolf hatte, soll der Sohn seines Bruders seinem Diener Friedrich überlassen. Die Güter Fremelichesberg(2), Friendorf(14) und Loe(15) hat er dem Sohn seines Bruders zugesprochen, wofür er die Genehmigung erbeten hat. Die Vogtei Jutinhouen(16) bittet er, keinem anderen zu übertragen als dem Ulrich de Gredinsdorf(17): Palefrid gab er an Walchun zurück, von dem er ihn gekauft hat. Dem Ditrich gab der das Reitpferd. Getreide, Fleisch und Bier, das in diesem Jahr anfällt, hat er seiner Schwester übertragen, damit sie nach der Anweisung der Briefüberbringer darüber verfüge. Dem Berthold de Menna (18) gab er seinen Panzer, dem Rudolf de Tegernbach(19) den Helm und die Beinschienen. Seiner Schwester Luitgart schenkte er Irmingart (Tochter des Herbord); der Tochter Bertha seines Bruders gab er Dimvt (Tochter des Chunrad). Rudolf de Asca(20) soll bei Güterverkauf 10 Taler und ein ihm verpfändetes Gut erhalten. Der Sohn seines Bruders soll die Pfandsumme von 12 ß in Enningen(b) (5) frei zurückerhalten. 4 [ß] sollen die Diener Rehewin, Friedrich, Eberhard und Heinrich für die Überführung seiner Gebeine bekommen. Testamentsvollstrecker: Berthold de Menna(18), Rudolf de Tegerbach(19), Gozpold de Ransperc(21), Rudolf de Ascha(20), zusammen mit dem Brudersohn des Verstorbenen.